Geleitwort
#1
Kommentare und Fragen zum Geleitwort.
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#2
Oh, danke Gregor für dieses neue Unterforum! Ich freu mich Smile ) Merci.

Hier mal meine gedanklichen Kommentare, die mir heute beim Lesen des Geleitwortes in den Sinn gekommen sind:

Ziemlich schnell nach Beginn kam mir der Gedanke „Huch, du liest ja gar nicht das englische Original, sondern eine Übersetzung mit der für Übersetzungen typischen Möglichkeiten, Aussagen abzuwandeln aus dem Original.“ Aber die weiteren Ausführungen haben mir dann gezeigt, dass großer Wert und große Mühe darauf verwendet wurden seitens der FIP, das Original möglichst nicht zu sehr zu wandeln. Ich spüre dabei auch, dass ein zu langes Verweilen bei diesem „Problem“ dazu führen könnte, den Widerstand zum Kurs nur zu fördern. Ebenfalls ging ein Licht an, als der Begriff der SÜHNE erläutert wurde. Um die Schuld als unwahr zu erkennen, muss sie zunächst kompromisslos ans Licht gebracht werden aus dem Verdrängten – steht dort sinngemäß. Daher weht also der Wind – ich mache also nichts falsch, wenn ich zunächst in alles und jedem, was mir widerfährt, erst einmal viel mehr Schuld, Angst und Angriff als noch zu vor wahrnehme. Die Augen werden mir zusehends geöffnet für das, was zuvor verborgen schlummernd seine Wirkungen zeigte. Ich denke an das Bild des „Fleischwolfes“, das Johannes in seinen Texten als Bild verwendet. Ich freue mich ein wenig über dieses offene, die Richtung anzeigende Wort als Einstimmung gleich zu Beginn: Ich werde damit nämlich nicht im Dunkeln gelassen, denn nur diese Offenheit scheint es zu ermöglichen, die Schuld wirklich wahrhaft zu vergeben und im Prozess der Berichtigung alle irrigen Überzeugungen erst einmal ausfindig zu machen und sie anzuschauen, statt sie allzu „gutmütig“ und vorschnell zu verdrängen. Der Kurs verwendet wie beim Begriff „SÜHNE“ also solche „Auslöserworte, "um verdrängte Aspekte des Denksystems des Egos an die Oberfläche und dem Schüler zu Bewusstsein zu bringen. Auf diese Weise können Verdrängungen angeschaut und schließlich vergeben werden. Um wirksam zu sein, verlangt der Prozess der Berichtigung, dass wir unsere irrigen Überzeugungen und Vorstellungen erkennen, statt sie zu verdrängen.

Hat den Beigeschmack von der Erstverschlimmerung der Symptome, die nun erst mal ans Licht kommen, für die aber pädagogische Begleitung in Form des Kurses nicht vorenthalten wird.

Ich bin gespannt, wie die von der Foundation for Inner Peace titulierte Reise NACH HAUSE weitergeht.

Viele Grüße
Jens
As you decide so will you see. And all that you see but witnesses to your decision.When you look within and see me, it will be because you have decided to manifest truth.And as you manifest it you will see it both without and within.You will see it without <because> you saw it first within.
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#3
Das Geleitwort

Schon im Geleitwort zum Kurs wird dem geneigten Leser deutlich gemacht, dass es sich nicht um ein herkömmliches Werk handelt, da die Richtlinien, die für Übersetzer angesetzt werden, äußerst strikt und umfangreich sind.

Kein einzelner versierter Übersetzer wird mit der Aufgabe betraut, sondern ganze Teams sind bemüht, die spezifische Bedeutung jedes einzelnen Satzes zu wahren. Bereits im Geleitwort wird der Kurs zitiert:

Nichtsdestoweniger verändert ein guter Übersetzer, obschon er die Form dessen, was er übersetzt, verändern muss, niemals dessen Bedeutung

Die Wichtigkeit, der strikten Vorgaben, wird einem erst deutlich, wenn man sich schon ein wenig mit dem Kurs befasst hat. Beim erstmaligen Lesen kann man noch keine Vorstellung haben, wie sinnvoll, diese auf den ersten Blick vielleicht pedantisch erscheinenden Vorgaben für Übersetzer, für das Verständnis des Kurses sind.

Ich gebe offen zu, als ich das vor ca. 10 Jahren zum ersten mal las, dachte ich mir nur: auweija, was machen die fürn Geschiss!

Eine Regel lautet: es darf kein Versuch unternommen werden, den Kurs zu verbessern!

Es wird darauf hingewiesen, dass mehrdeutig erscheinende Formulierungen im Original dazu verleiten (!) können, dass ein Versuch unternommen wird, durch zusätzliche Worte oder erklärende Formulierungen „etwas klarzustellen“. Es wird deshalb nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Mehrdeutigkeit des Originals ausdrücklich beizubehalten ist.

Jetzt frage ich mich, wenn das für Übersetzer so strikt geregelt wird, heißt das nicht auch für uns Schüler, dass wir die Mehrdeutigkeit einfach mal stehen lassen sollen, wo sie uns begegnet, statt ständig zu versuchen, eine „bessere“ oder „klarere“ Bedeutung durch eine wie auch immer geartete Erklärung zu suchen?

Ich meine, dieses „einfach mal so stehen lassen“, fällt uns aus einem Grunde besonders schwer, nämlich aus dem Grund, dass wir den Kurs mit dem alt gewohnten Egodenksystem lesen. Der Kurs wendet sich zwar an unsere wahre Identität, jedoch haben wir, gerade am Anfang noch keinen blassen Schimmer, was das bedeutet. Die Verhaftung in der Gewohnheit unseres „normalen“ Denksystems, lässt uns bei jeder möglichen Unklarheit sofort nach Erklärungen unter dem Deckmantel des „besser-verstehen-wollens“ und unter dem Aspekt der „Klärung“ suchen. Das Vertrauen, dass Jesus keine Worte wählt, die uns nicht erreichen, ist absolut noch nicht vorhanden. Vielleicht ist es an dieser Stelle eine gute Übung, sich im weiteren Verlauf daran zu erinnern, welche Vorgaben für die Übersetzung gemacht wurden, um den Denkapparat nicht sofort auf Hochtouren zu fahren, wenn einmal etwas unverständlich erscheint und stattdessen das Vertrauen zu üben, dass der Autor des Kurses jedes einzelne Wort mit Bedacht gewählt hat und sich die wahre Bedeutung mit Gewissheit erschließen wird.

Die wenigen Ausnahmen, die für Übersetzer gemacht wurden, beziehen sich fast alle auf Bibelzitate.

Eine weitere Regel besagt, wie das Wort Atonement (SÜHNE) zu verwenden ist. Hier wird bereits im Geleitwort darauf verwiesen, dass die in der jüdisch-christlichen Tradition verwendete Bedeutung des Wortes Sühne nicht mit der Bedeutung im Kurs übereinstimmt. Dass eine „Abmilderung“ des Wortes z.B. zu „Versöhnung“ jedoch einen ganz wichtigen Prozess beeinträchtigen würde, den Prozess nämlich, dass wir unser althergebrachtes Denken, der Korrektur übergeben. Die Kursbedeutung von SÜHNE bezieht sich auf die Berichtigung unseres Glaubens an die Wirklichkeit von Schuld.

Im Verlauf des Kursstudiums, verliert das Wort mehr und mehr seine „klassische“ Bedeutung, die, obschon man darauf hingewiesen wird, dass sie für den Kurs nicht „gültig“ ist, sich so in unser „abendländisch geprägtes Bewusstsein“ eingebrannt hat, dass es sogar für nicht sonderlich religiös vorgebildete Leser des Kurses, eine fast unlösbare Aufgabe ist, nicht doch jedes Mal beim Lesen wieder, die klassische Bedeutung zuerst abzurufen.

Anhand der Veränderung, die die Bedeutung dieses – im Geleitwort „Auslöserwort“ genannten – Wortes im Bewusstsein des Lesers erfährt, ist sinnbildlich die Veränderung zu erkennen, die sich im Denken des Kursschülers vollzieht und ihm (dem Kursschüler) ermöglicht, seine alten Denkgewohnheiten, Deutungen und Bedeutungen vergeben zu lassen.

Wichtige Punkte für mich:

- Kurs nicht verbessern „wollen“ (Jesus weiß, was er uns geschrieben hat – Vertrauen in Jesus, dass er die richtigen Worte gefunden hat und mein Verständnis sich beizeiten einstellt)

- Eigene Bedeutungen überprüfen (Veränderungen im eigenen Verständnis beobachten)
Katzen sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet - über dem 70. Breitengrad kommen Katzen gar nicht vor.
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#4
Kommentare:

(17.02.2011, 12:48)luise schrieb: Liebe 667,vielen dank für den Text.Sehr oft frage ich mich warum mache ich einen Kurs denn ich nicht ganz verstehe?Ich versuche es nun zum 3 mal und bin bei Lektion 48 angelangt.Ich bin froh über das Forum auch wenn ich immer noch oft mühe habe hier zu Schreiben.
Liebe grüsse luise

(17.02.2011, 13:01)Maggy schrieb:
(17.02.2011, 12:16)667 schrieb: Ich meine, dieses „einfach mal so stehen lassen“, fällt uns aus einem Grunde besonders schwer, nämlich aus dem Grund, dass wir den Kurs mit dem alt gewohnten Egodenksystem lesen. Der Kurs wendet sich zwar an unsere wahre Identität, jedoch haben wir, gerade am Anfang noch keinen blassen Schimmer, was das bedeutet. Die Verhaftung in der Gewohnheit unseres „normalen“ Denksystems, lässt uns bei jeder möglichen Unklarheit sofort nach Erklärungen unter dem Deckmantel des „besser-verstehen-wollens“ und unter dem Aspekt der „Klärung“ suchen. Das Vertrauen, dass Jesus keine Worte wählt, die uns nicht erreichen, ist absolut noch nicht vorhanden.

Einfach SUPER liebe 667 sind Deine Gedanken zum Geleitwort. Insbesondere vom letzten Satz fühle ich mich sehr angesprochen und er lässt für mich "die Sonne aufgehen". Nun werde ich umso lieber das Textbuch lesen, aufmerksam wie zuvor aber ohne zuviel zu grübeln sondern im Vertrauen darauf dass die Worte ihr Ziel nicht verfehlen auch wenn sie vielleicht im Moment für mich noch nicht so ganz verständlich sind.
DANKE DANKE DANKE Klatsch

LG Maggy


(17.02.2011, 13:55)667 schrieb: Das Wort SÜHNE - sinnbildlich für alle anderen Auslöserworte jetzt mal herausgegriffen - erfährt diese Bedeutungswandlung automatisch, beim fortschreitenden Studium des Kurses.

Es ist, worauf Jesus hinzielt, uns diese Erfahrung zu ermöglichen, zu erleben, wie unsere selbstgemachten Bedeutungen einen sanften Wandel erfahren.

Passend dazu beginnt das Übungsbuch mit:

Lektion 1.
Nichts, was ich in diesem Raum sehe (auf dieser Strasse, von diesem Fenster aus, an diesem Ort), bedeutet etwas.


(17.02.2011, 13:41)Michaela_Maria schrieb: Ich wollte zum Wort Sühne noch ergänzend sagen: bei denjenigen (wie zB. mir) , bei denen das Wort eher ein "häh, was'n das" hervorrief und das Wort eher "neutral" klang, heißt das nun nicht, dass die keine oder nur wenig Schuld im Unterbewusstsein vergraben haben.
;-)

(17.02.2011, 14:12)Stephan schrieb:
(17.02.2011, 13:55)667 schrieb: Das Wort SÜHNE - sinnbildlich für alle anderen Auslöserworte jetzt mal herausgegriffen - erfährt diese Bedeutungswandlung automatisch, beim fortschreitenden Studium des Kurses.

Es ist, worauf Jesus hinzielt, uns diese Erfahrung zu ermöglichen, zu erleben, wie unsere selbstgemachten Bedeutungen einen sanften Wandel erfahren.

Das ist bei mir auch der Grund gewesen, warum ich vom Zen und Buddhismus zum Kurs übergewechselt bin. Denn ich bin spirituell irgendwie hängengeblieben, da ich nicht mit meiner traditionell-christlichen religiösen Prägung gearbeitet habe. Die Umformung durch den Kurs hat da wahre Wunder gewirkt. Wenn man die Begriffe, Symbole, Bilder und Konzepte einfach nur nicht (mehr) verwendet, bleiben sie im Unterbewussten einfach stehen und prägen einen weiter wie bisher.

(17.02.2011, 20:28)Siboa schrieb:
(17.02.2011, 13:09)667 schrieb: ich empfinde es als sehr wichtig für mich, mein Lernen zu strukturieren (Jesus hat das Buch ja nicht umsonst in die Reihenfolge gebracht, in der es vorliegt)


Wenn ich mit dem, was ich mir quasi als Stichpunkte nochmal raus notiere, auch anderen helfen kann, ist der Sinn und zweck, von meinem "öffentlichen" nochmal anfangen schon zur Hälfte erfüllt

Smile das freut mich...

die zweite Hälfte ist mich zu disziplinieren, wenigstens einmal in 10 Jahren "am Ball" zu bleiben und nicht ab Seite 50 wieder anzufangen, nur noch quer zu lesen Smile

Ich freue mich, wenn du das hier tust. Ich mag das Textbuch unglaublich gern. (habe es bislang 2x durchgelesen)

Ich bin ja nun auch wieder mit den Übungen angefangen. Und dort spricht Jesus mich derzeit an, als "ungeübten Geist". Kann das zurzeit viel besser annehmen, als beim ersten Durchgang.

Herz
Susanne
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#5
(17.02.2011, 14:12)Stephan schrieb: Wenn man die Begriffe, Symbole, Bilder und Konzepte einfach nur nicht (mehr) verwendet, bleiben sie im Unterbewussten einfach stehen und prägen einen weiter wie bisher.

das ist ja mitunter ein Grund, warum sich z.B. Dinge wie Sigillenmagie oder NLP so großer Beliebtheit erfreuen.

Für den geneigten Kursschüler jedoch, kommt irgendwann tatsächlich der Punkt, an dem er erkennt, dass alle Symbole und Bedeutungen, die er gemacht hat, nicht zu seinem Besten sind, sondern lediglich den Blick, auf das Wesentliche versperren und wo die Notwendigkeit erkannt wird, sich von diesen eigenen Bedeutungen zu trennen, um den wahren Zweck zu erkennen.
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#6
(17.02.2011, 23:12)667 schrieb:
(17.02.2011, 14:12)Stephan schrieb: Wenn man die Begriffe, Symbole, Bilder und Konzepte einfach nur nicht (mehr) verwendet, bleiben sie im Unterbewussten einfach stehen und prägen einen weiter wie bisher.

das ist ja mitunter ein Grund, warum sich z.B. Dinge wie Sigillenmagie oder NLP so großer Beliebtheit erfreuen.

Für den geneigten Kursschüler jedoch, kommt irgendwann tatsächlich der Punkt, an dem er erkennt, dass alle Symbole und Bedeutungen, die er gemacht hat, nicht zu seinem Besten sind, sondern lediglich den Blick, auf das Wesentliche versperren und wo die Notwendigkeit erkannt wird, sich von diesen eigenen Bedeutungen zu trennen, um den wahren Zweck zu erkennen.

Ja, das ist die klare Linie des Kurses: Er lehrt mich, dass ich gar keine "eigenen" Symbole, Bedeutungen etc. haben kann, sondern entweder auf das Ego höre oder den HEILIGEN GEIST, d.h. entweder dem Denksystem der eingebildeten Autonomie, der Schuld, Angst ... huldige, oder dem Denksystem der SOHNSCHAFT (wie ich es mal nennen möchte) angehöre, das mich daran erinnert, dass ICH so bin, wie GOTT mich schuf, was mich meine wahre, unverlierbare Unschuld, Liebe, Frieden ... wieder gewahren lässt.
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#7
Ich beteilige mich aus gegebenem Anlass nicht am "silent retreat", da sonst an einem Tag 10 Kapitel auf einmal hier rein kämen.

Weiterführend zum Geleitwort gibt es eine extra Anmerkung speziell zur deutschen Übersetzung.

Hinweise zur deutschen Übersetzung

Bei den Anmerkungen zum Stil, wird zunächst auf die Kontrastierung von altertümlicher Sprache zu modernen Fachbegriffen (häufig psychologische Schlüsselbegriffe) hingewiesen. Weiter, dass die schwerfällige Formulierung der ersten Kapitel aus dem Original beibehalten wurde und dass ständige Wiederholungen sowie eine Rhythmisierung dem Originaltext eigen sind und ebenfalls übernommen wurden soweit es möglich war, da die präzise Wiedergabe des Inhaltes Priorität hatte.

Hier wird ein wichtiges stilistisches Mittel vom Kurs erstmalig erwähnt. Der Kurs kommt dem Schüler, der sich gerade neu damit befasst zunächst sehr „ungelenk“ daher. Die Formulierungen sind „komisch antiquiert“ ein rechter Lesefluss kommt schwer auf. Die Sprache des Kurses verändert sich dahingehend, dass sie fortschreitend rhythmischer wird (Shakespearsches Vermaß*) und damit auch leichter lesbar.

Worte, die den spezifischen Wortschatz des Kurses bilden, wurden durchgängig gleich übersetzt, auch wenn sie keine Schlüsselwortfunktion haben, wie z.B. Sühne und Erlösung. Ebenso Verbalphrasen („bringing the darkness to light“„bringing fantasy to truth“ -> überbringen).

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass in der spezifischen Kurssprache eine „enge Verzahnung von Intension und Sprache“ vorliegt mit Verweis auf das Ziel des Kurses, das alte Denken ans Licht zu bringen und in Frage zu stellen. Die zunächst ungewohnte Sprache ist nicht gedacht, um ein leichtfüßiges Herunterlesen zu begünstigen, sondern ist bewusst so von Jesus gewählt, um uns aufmerksam werden zu lassen.

In diesem Zusammenhang werden die ungewöhnlichen Sprachschöpfungen wie Sohnschaft, Autorschaft etc. erklärt, die inhaltlich begründet sind.

Es folgt eine Erläuterung zu den wichtigsten Begriffen mit grundsätzlichem Verwies auf deren kontrastive Verwendung im Original. Diese ergibt sich aus der Intension des Kurses die gegensätzlichen Denksysteme (Dualität und Non-Dualität – im Kurs: Wahrnehmung und Erkenntnis) sowie spezifisch innerhalb der Dualität die Rechtgesinntheit von der Falschgesinntheit abzugrenzen. Der Kurs enthält aufgrund dieser Kontrastierung mehrere Begriffspaare, die möglichst ausnahmslos gleich bleibend übersetzt wurden.

u.a. know/percieve – erkennen/wahrnehmen

Eine besondere Schwierigkeit ergab sich beim Begriff „mind“, dem eine besonders tragende Bedeutung im Kurs zukommt.

Das Wortpaar mind/spirit wurde mit Geist/reiner Geist übersetzt, da im Deutschen kein gesondertes Wort für „spirit“ zur Verfügung steht.

Am spezifischen Begriff „denial“ (Leugnung/Verleugnug) wird verdeutlicht, wie der Kurs bekannte begriffe erst im eigentlichen Sinne verwendet, sie jedoch umdeutet und mit neuer Bedeutung erfüllt so dass aus Leugnung schließlich die Verneinung des Ego und die Befreiung vom Glauben an seine Wirklichkeit wird.

Alle Begriffe und Pronomen, die sich auf GOTT beziehen, werden in Kapitälchen wiedergegeben. Kursive heben wichtige Worte hervor oder betonen ein spezielles Wort innerhalb des Satzflusses.

Es finden sich im Text keine Anmerkungen, um den Lesefluss nicht zu stören, sondern alle Anmerkungen sind gesondert am Ende aufgeführt.

Die deutsche Übersetzung ist in enger Zusammenarbeit mit Kenneth Wapnik, dem Leiter der Foundation for A Course in Miracles entstanden.


Anmerkungen für mich:

- die Sprache des Kurses ist in Schwere und Bedeutung so gewählt, dass sie meinem Kenntnisstand des Lernens entspricht.
- Wenn es arg unverständlich wird, fordert mich der Schwierigkeitsgrad zu Achtsamkeit gegenüber meinem alten Denksystem. Auftauchende Fragen können (sollten?) genutzt werden, mein angestammtes, altes (Ego)Denkmuster zu hinterfragen.
- Wiederkehrende Wortpaare und Kontrastierungen stellen Dualität und Non-Dualität gegenüber, sowie Recht-, und Falschgesinntheit innerhalb der Dualität.



* heutzutage z.B. zu Trainingszwecken in der Logopädie eingesetzt
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#8
(19.02.2011, 18:40)667 schrieb: Ich beteilige mich aus gegebenem Anlass nicht am "silent retreat", da sonst an einem Tag 10 Kapitel auf einmal hier rein kämen.

was bedeutet das?
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr.“ Augustinus
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#9
(19.02.2011, 19:37)Siboa schrieb:
(19.02.2011, 18:40)667 schrieb: Ich beteilige mich aus gegebenem Anlass nicht am "silent retreat", da sonst an einem Tag 10 Kapitel auf einmal hier rein kämen.

was bedeutet das?

es wurde vorgeschlagen eine Woche "Stille" zu wahren (was ich gut finde) da ich aber nicht gleich zu Anfang von meinem guten Vorsatz der Kontinuität ablassen möchte und nicht nächsten samstag dann 7 oder 8 texte auf einmal hier einstellen will -> mach ich mal wieder die Extra-Wurst (as usual)
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#10
Bei den Erläuterungen, wie es zum Begriffspaar "mind/spirit (Geist, reiner Geist)" gekommen ist, habe ich mich gefragt, warum gerade der "abstrakte, rationale Denker im Geiste" bzw. der "Geist, dem das Streben nach Erkenntnis" eigen ist, dem Begriff "mind" am nächsten kommen soll. Andere Möglichkeiten, die auch Gefühle mitbeinhalten (wie z.B. Seele) wurden verworfen. Ich frage mich, warum das so ist (bzw. mein Geist, der nach Erkenntnis strebt), denn so ganz werde ich daraus nicht schlau. Auch warum es nicht beim "göttlichen Geist" für spirit blieb und daraus "reiner Geist" wurde, erzeugte bei mir Fragezeichen.

Die im Absatz auch erwähnte Dreiteilung des Seelenbegriffs in Psyche (Gefühle), Nous (geistige Erkenntnis) = mind und Pneuma (göttlicher Hauch) = spirit warf bei mir dann die Frage auf, an welchem Ort die Gefühle einsortiert wurden bzw, warum sie hier aussen vor gelassen wurden?

Doch dann dämmerte es: sind doch der Körper und mit ihm die Gefühle etwas neutrales, das im Geist erscheint.... hier konnte ich dann gleich einmal den "Umlernprozess" anwerfen....
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