Geleitwort
#21
(24.02.2011, 16:48)Stephan schrieb: Liebe Anne,

ich verstehe dein Anliegen, schließlich bin ich selbst von Beruf Evangelischer Theologe. Es ist allerdings so, dass die Bibel und der Kurs sich deutlich von einander unterscheiden. Man kann sie nicht zusammenbringen, ohne einen Mischmasch daraus zu machen. Der Kurs lässt sich definitiv so nicht lernen, weil er ja gerade auch deshalb von Jesus gegeben wurde, um falsche Konzepte, die in der Bibel enthalten sind, zu korrigieren: z.B. den Opfergedanken. Jesus ist nicht zur Sühne unserer Sünden am Kreuz gestorben, sondern um durch seine Auferstehung zu demonstrieren, dass es keinen Tod gibt und damit auch keine Sünde/Trennung von GOTT.
Ich denke, es ist wichtig, sich das bewusst zu machen, wenn man den Kurs lernen will, sonst gerät man nur in Schwierigkeiten. Im gewissen Sinne gilt vor allem in der Anfangsphase: Entweder Bibel oder Kurs. Hat man mit dem Kurs schon ausreichend Erfahrungen gemacht und sein Denksystem verinnerlicht, dann kann man die Bibel in seinem Sinne auslegen, bzw. sieht man klarer, welche Abschnitte und Stellen mit ihm im Einklang sind und welche dem Ego-Denksystem entsprungen sind und daher der Korrektur/Vergebung bedürfen.

Herz Stephan

Lieber Stefan

Ich bin jetzt sehr froh, dass ich diese Frage gestellt habe. Seit ich sie gestellt habe, hat sie an Gewicht verloren. In deiner Antwort ist der Satz, dass Jesus uns deshalb den Kurs gegeben hat, um die falschen Konzepte, die in der Bibel enthalten sind, zu korrigieren.

Falsche Konzepte in der Bibel - obwohl mir sehr viele Texte in der Bibel sehr gut tun, auch die ich im Alten Testament lese, denn ich habe keine Angst vor einem zornigen Gott, ( ich habe viel mehr Angst vor Menschen und deren Ego) habe ich doch manchmal das Gefühl der Zwanghaftigkeit in mir, wenn ich lese, ich bin dann richtig auf etwas fixiert, und das sind vielleicht die Stellen in der Bibel, die dem Ego System entsprungen sind, und die der Korrektur bedürfen.

Herz Anne
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#22
(24.02.2011, 17:07)Hans schrieb:
(24.02.2011, 15:59)Anne schrieb: Geleitwort



Ich hätte gerne gewusst, ob es eine Zusammenfassung von diesen 800 Bibelzitaten gibt.

Ich habe mir jetzt Bibelstellen aus verschiedenen Übersetzungen aus dem Johannes Evangelium rausgesucht, wo Jesus Christus, als Gott, als Teil der Dreifaltigkeit aus Vater, Sohn und Heiliger Geist bestätigt wird.

Ich hätte auch gerne gewusst, ob folgende Bibelstellen auch im Buch " Ein Kurs in Wundern" vorkommen, wenn auch nur in der erklärenden Umschreibung.

"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Johannes 1,1


"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Johannes 1,14.


"Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns die Augen geöffnet, damit wir den einzig wahren Gott erkennen...Jesus Christus ist der einzig wahre Gott, der ist das ewige Leben" 1. Johannes 5,20

"Ich und der Vater sind eins" Johannes 10,30

"Jesus spricht: ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" Johannes 14, 6

"Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" Johannes 14,9.

Herz Anne

"Ich und der Vater sind eins" Johannes 10,30

Kurs: - T-1.II.4:7
- T-11.I.2:5

"Jesus spricht: ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" Johannes 14, 6

Kurs: - T-6.I.10:3
- T-7.III.1:9
- Ü-I.2.Wdh.Einl.5:1
- Ü-II.LL.4:4

Hallo Anne,

vielleicht könnte Dir das Gespräch von K.Wapnick und N.Clarke
(EIN KURS IN WUNDERN und das Christentum; Greuthof)
dabei helfen, die Unterschiede zwischen Kurs und traditionellem Christentum zu sehen. Wenn ich das recht erinnere, werden dort die
wichtigsten Punkte erläutert.

Bibelverweise sind im 'Glossar' (auch Wapnick) zu finden.

Lieber Hans

Vielen Dank, dass du mir die Textstellen aus dem Kurs herausgesucht hast, und für den Hinweis auf das Buch von K.Wapnick..Wie ich auch schon an Stefan schrieb, hat allein schon die Tatsache, dass ich diese Frage gestellt habe, einiges in mir gelöst und freigesetzt. So als hätte ich damit meine Aufgabe erfüllt. Vielleicht war es für mich in dem Zusammenhang nur wichtig, diese Frage zu stellen.

Herz Anne
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#23
(24.02.2011, 20:13)René schrieb:
(24.02.2011, 17:14)Siboa schrieb:
(24.02.2011, 16:48)Stephan schrieb: Liebe Anne,

ich verstehe dein Anliegen, schließlich bin ich selbst von Beruf Evangelischer Theologe. Es ist allerdings so, dass die Bibel und der Kurs sich deutlich von einander unterscheiden. Man kann sie nicht zusammenbringen, ohne einen Mischmasch daraus zu machen. Der Kurs lässt sich definitiv so nicht lernen, weil er ja gerade auch deshalb von Jesus gegeben wurde, um falsche Konzepte, die in der Bibel enthalten sind, zu korrigieren: z.B. den Opfergedanken. Jesus ist nicht zur Sühne unserer Sünden am Kreuz gestorben, sondern um durch seine Auferstehung zu demonstrieren, dass es keinen Tod gibt und damit auch keine Sünde/Trennung von GOTT.
Ich denke, es ist wichtig, sich das bewusst zu machen, wenn man den Kurs lernen will, sonst gerät man nur in Schwierigkeiten. Im gewissen Sinne gilt vor allem in der Anfangsphase: Entweder Bibel oder Kurs. Hat man mit dem Kurs schon ausreichend Erfahrungen gemacht und sein Denksystem verinnerlicht, dann kann man die Bibel in seinem Sinne auslegen, bzw. sieht man klarer, welche Abschnitte und Stellen mit ihm im Einklang sind und welche dem Ego-Denksystem entsprungen sind und daher der Korrektur/Vergebung bedürfen.

Herz Stephan

Lieber Stephan,

danke für diesen Hinweis.
Ich habe mich dann vor Jahren für den Kurs entschieden. Nun spüre ich, wie verwurzelt ich doch in der Bibel bin . Hört sich vielleicht komisch an, aber der Abstand zu Jesus verschwindet und dennoch gebe ich jede Unsicherheit an IHN, indem ich den Namen Jesus verwende.

Herz
Susanne

Liebe Susanne

Du hast was sehr schönes gesagt: "

...und mache die Erfahrung, dass mir das Neue Testament in bestimmten Abschnitten viel näher gekommen ist."

Denn darum geht es. Der spirituelle Fortschritt, inklusive Studium von Schriften, zeigt sich dann, wenn die reine Verstandesebene überschritten wird. In den späteren Lektionen des Kurses wird des öfteren darauf hingewiesen, dass Worte ab jetzt nicht mehr angewendet werden sollten. (weil sie - gewissermaßen wie Gummibänder, einen immer wieder nach "unten/hinten" ziehen können - so meine Empfindung).
Dann kommt der Bereich, wo nur noch innerlich auf alles schaut wird (auch was das Außen betrifft). Gedanken die einem kommen, oder wenn Fragen auftauchen, ziehen vorbei und werden nur beobachtet. Im wortlosen (urteilslosen) Beobachten zeigt das "Objekt" seinen wortlosen Inhalt, und nur so kann es seine, der Wahrheit näherkommenden Bedeutung zeigen. Solange mehr oder weniger verbissen in Worten, Sätzen und deren Auslegungen nach der Wahrheit gesucht wird, ist es tatsächlich so, dass man, wie hypnotisiert, nur noch auf die Hand starrt, statt dorthin schaut, wohin die Hand hinzeigt. Der Kurs ist auch nur diese Hand.
Das heißt nicht, dass man nicht studieren (oder Vergleichen) sollte, doch kommt der Moment, wo man sich trauen muss (darf) sich jenseits von Worten aufzuhalten.[b] Es entsteht eine holografische (oder fraktale) Sichtweise, die einem in allem ihre zu Grunde liegenden Gemeinsamkeiten erkennen lässt...

Schauen und erkennen (sich zeigen lassen) macht wesentlich mehr Spass und Freude, als denken und verstehen (wollen). ...was zugegeben auch ganz nützlich ist. Smile

Herz René

Lieber Rene

"...doch kommt der Moment, wo man sich trauen muss (darf) sich jenseits von Worten aufzuhalten."

Diese Worte von dir sind sehr schön.

Herz Anne
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#24
(17.02.2011, 23:01)667 schrieb: Es wird darauf hingewiesen, dass mehrdeutig erscheinende Formulierungen im Original dazu verleiten (!) können, dass ein Versuch unternommen wird, durch zusätzliche Worte oder erklärende Formulierungen „etwas klarzustellen“. Es wird deshalb nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Mehrdeutigkeit des Originals ausdrücklich beizubehalten ist.

Jetzt frage ich mich, wenn das für Übersetzer so strikt geregelt wird, heißt das nicht auch für uns Schüler, dass wir die Mehrdeutigkeit einfach mal stehen lassen sollen, wo sie uns begegnet, statt ständig zu versuchen, eine „bessere“ oder „klarere“ Bedeutung durch eine wie auch immer geartete Erklärung zu suchen?

Ich kann deine Überlegungen zwar nachvollziehen, aber man muss das Nicht-Verstehen auch nicht über die Maßen mystifizieren. Wenn man etwas nicht versteht, liegt es nicht immer daran, dass Jesus mehrdeutige Worte gewählt hat. Manchmal liegt es auch daran, dass man auf dem Schlauch steht. Ich will jetzt eigentlich schon versuchen, mit genauem, verstandesmäßigem Lesen und Nachfragen so weit zu kommen wie möglich, hab das ja noch nie wirklich ernsthaft und konsequent probiert.

(20.02.2011, 20:30)Jens schrieb: Bei den Erläuterungen, wie es zum Begriffspaar "mind/spirit (Geist, reiner Geist)" gekommen ist, habe ich mich gefragt, warum gerade der "abstrakte, rationale Denker im Geiste" bzw. der "Geist, dem das Streben nach Erkenntnis" eigen ist, dem Begriff "mind" am nächsten kommen soll.

"Geist" ist die korrekte Übersetzung von "mind", das bedeutet dieses Wort nun mal. Dass wir im Deutschen nur einen Begriff für etwas haben, wofür es im Englischen zwei Begriffe gibt, ist halt Pech, und die Übersetzer mussten sich nach der Decke strecken. Ich habe auch lange überlegt, ob man der leichten Verwechselbarkeit von "Geist" und "reiner Geist" in der deutschen Übersetzung nicht durch eine andere Wortwahl vorbeugen hätte können, aber alle denkbaren Alternativen wären schlicht und einfach falsche Übersetzungen der Begriffe "mind" und "spirit".

Ich habe das Kurslernen mit der englischen Originalfassung angefangen, weil ich damals in einem englischsprachigen Land lebte, und die ist sehr viel leichter lesbar als die Übersetzung. Der Preis für die hohe Genauigkeit der Übersetzung ist ein enormer Verlust an sprachlicher Qualität. Auch der englische Text klingt etwas altertümlich, aber so sperrig wie der deutsche ist er bei weitem nicht. Bei besonders schwer verdaulichen Passagen der Übersetzung hab ich mir oft gedacht: ja, das ist die genaue Bedeutung des englischen Satzes, und ja, es ist korrektes Deutsch, aber kein deutschsprachiger Autor, der halbwegs schreiben kann, würde jemals ein solches Satzungetüm fabrizieren. So ging es mir bei der englischen Originalfassung nie. Nach den bei "normalen" Texten üblichen Kriterien würde man sagen: eine schlechte, weil viel zu wörtliche Übersetzung. Aber beim Kurs hat nun mal die Erhaltung der Terminologie einen so hohen Stellenwert, dass man mit diesem Problem wohl leben muss. Ein leichter Job war diese Übersetzung gewiss nicht.

Herz Elisabeth
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#25
Ich kann ja nicht besonders gut Englisch. Doch manchmal höre ich mir von Sonship Text oder Lektionen in Englisch an. Und das klingt sehr schön.
Manchmal überwiegt aber das: jetzt will ich aber wissen, was das GENAU heißt....Rolleyes ..und schwupps ist der Zauber dahin.
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#26
(18.06.2011, 11:02)Michaela_Maria schrieb: Ich kann ja nicht besonders gut Englisch. Doch manchmal höre ich mir von Sonship Text oder Lektionen in Englisch an. Und das klingt sehr schön.
Manchmal überwiegt aber das: jetzt will ich aber wissen, was das GENAU heißt....Rolleyes ..und schwupps ist der Zauber dahin.

Ja, das geht mir auch so ähnlich! Englisch lesen ist ok bei mir, aber wenn es darum geht jemanden zu verstehen, der Englisch spricht - oder noch schlimmer amerikanisches Englisch wie K. Wapnick oder D. Hoffmeister- dann hapert´s doch gewaltig und ich kehre schnell wieder zu meinem deutschen Buch zurück, obwohl es sich echt schön anhört, was die sagen Big Grin, da hast du Recht !
Gut zu verstehen ist für mich jemand wie E.Tolle, der ja früher selbst Deutsch gesprochen hat Smile

Herz Bettina
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