Einleitung
#1
Kommentare und Fragen zur Einleitung.
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#2
Ist die Einleitung eigentlich bisher überlesen worden? Oder so sonnenklar wie nur irgend etwas?

Es ist die treffenste Zusammenfassung eines 1.200-Seiten-Epos, die ich je gelesen habe. Es wird alles gesagt, worum es geht. Eigentlich ist diese Einleitung ausreichend, um den Kurs unmittelbar zu lernen.

Der Gegenstand des Kurses sind Wunder: nicht Erleuchtung, Offenbarung, Weltverbesserung, ein neues Glaubensbekenntnis, die Lösung aller (weltlichen) Probleme, Heilung von Krankheiten, nein, hier steht im ersten Satz, worum es geht. Wunder schließen Vergebung mit ein, aber das Hilfsmittel, dessen sich der Kurs bedient, ist das Wunder. Vergebung wird gar nicht erwähnt.

Die "Reise" ist längst vorbei, also muss das Ziel bereits erreicht sein. Daher ist es ein Pflichtkurs, denn sonst wäre die Reise real und noch im vollem Gange. Zeit spielt dabei keine Rolle, denn ich habe die Wahl, wann ich den Kurs mache. Aber was ich zu lernen habe, liegt nicht in meiner Entscheidung, nur, was ich wann im Lehrplan lernen möchte.

Das Lernen (ist ja ein Kurs, da geht es nun mal ums Lernen) spielt sich in der Welt ab. Es wird kein neues Glaubensgebäude über die Wahrheit gelehrt (WAHRHEIT ist nicht erlernbar, Liebe kann nicht gelehrt werden), sondern es werden die Glaubenssätze verlernt, die die Wahrheit vernebeln.

Die Welt der Trennungserscheinungen ist die Lernarena, weil sie nicht existiert, aber für real und wahr gehalten wird. Der Glaube an die Welt wird nicht verleugnet (dann liefen der Lehrplan und das Lernmittel, das Wunder, ins Leere), aber ihre Wirklichkeit wird verleugnet. Denn das, was alles umschließt, hat keinen Platz für irgend etwas, das Trennung (Gegenteil) in welcher Form auch immer repräsentiert: Zeit, Raum, Form, Anfang, Ende, ...

Und so kann man den Kurs in der Tat in zwei Sätzen zusammenfassen:

Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.


Und darin liegt tatsächlich der Frieden Gottes.

Herz Gregor
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#3
Vielen Dank! Sehr klar auf den Punkt und den ganzen Wust an Missverständnissen gleich zu Beginn bei Seite räumend.
Ich denke, es lohnt sich, vor jedem Lesen eines weiteren Abschnitts im Kurs sich die Einleitung unter diesem Blickwinkel vorzulesen und zu vergegenwärtigen. Ich will das mal so halten. Mal sehen, wie das wirkt.

Smile Stephan
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#4
(26.02.2011, 23:14)Gregor schrieb: Ist die Einleitung eigentlich bisher überlesen worden? Oder so sonnenklar wie nur irgend etwas?

Es ist die treffenste Zusammenfassung eines 1.200-Seiten-Epos, die ich je gelesen habe. Es wird alles gesagt, worum es geht. Eigentlich ist diese Einleitung ausreichend, um den Kurs unmittelbar zu lernen.

Danke Gregor --
Ich staune immer wieder aufs neue, wie glasklar und präzise du alles auf 'n Punkt bringst. Big Grin

Werde mich Stephan anschliessen, und diese Einleitung immer wieder aufs neue lesen, bis die Sache endlich einsickert -- denn 1200 Seiten sind mir einfach zu viel!! Lmao
____________________________________________________________________________
"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#5
Bei mir markiert in der Einleitung ist der folgende Satz, da er mir immer hier und jetzt ermöglicht (in erinnerung an ihn), auf Kurs zu bleiben (und nichts zu tun vermeinen, was mir eh unmöglich ist (alles, was GOTTES Sache ist):
Er (der Kurs) zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, gewahr zu sein.
Wobei ich mich jetzt beim Schreiben gerade frage, warum LIEBE hier nicht groß geschrieben ist Sad

Für mich kommt das "Nichts wirkliches kann bedroht werden, nichts unwirkliches existiert noch klarer" wenn ich in Klammern ergänze:

Nichts Wirkliches kann bedroht werden (LIEBE).
Nichts unwirkliches existiert (Angst).


Somit ist der Ruf nach Liebe, der sich hinter der Angst verbirgt, eigentlich auch unwirklich und ein kleiner Umweg zur wirklichen LIEBE.



Jens
As you decide so will you see. And all that you see but witnesses to your decision.When you look within and see me, it will be because you have decided to manifest truth.And as you manifest it you will see it both without and within.You will see it without <because> you saw it first within.
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#6
(26.02.2011, 23:14)Gregor schrieb: ...Vergebung wird gar nicht erwähnt...
Nicht in der expliziten Form - Vergebung. Denn dieses Wort wäre zu diesem Zeitpunkt noch leicht misszuverstehen.*)
Aber der Inhalt - die Bedeutung von Vergebung, wie sie in diesem Kurs gelehrt wird - wird sehr wohl gleich am Anfang glasklar erklärt:


...Er (der Kurs) zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, bewusst zu sein.


Herz Johannes


*) Der Begriff "Vergebung" wird erstmalig im Kapitel 1.I. verwendet, nachdem bereits einiges über die "Die Bedeutung von Wundern" gesagt wurde, nämlich in den Grundsätzen 21 und 25 im Abschnitt "Grundsätze der Wunder":
21. Wunder sind natürliche Zeichen der Vergebung. Durch Wunder nimmst du die Vergebung Gottes an, indem du sie auf andere ausdehnst.
...
25. Wunder sind Teile einer ineinandergreifenden Kette der Vergebung, die, wenn sie vollständig ist, die SÜHNE ist. Die SÜHNE ist allezeit und in allen Dimensionen der Zeit wirksam.
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#7
Unmögliches wird sofort erledigt. (Im gleichen Augenblick korrigiert)
Wunder dauern (scheinbar) etwas länger.


"Nichts Wirkliches kann bedroht werden
Nichts Unwirkliches existiert".


Und weil das kleine (illusorische :-)!!!) ich das nicht glaubt,
ist Vergebung notwendig, so dass dass Wunder geschehen

Love
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#8
"Einführung in ein Kurs in Wundern" Kenneth Wapnick S. 41/42

Zitat:"Er kreist ständig um denselben Inhalt. Stellen sie sich einen Brunnen vor. Während sie in dem Brunnen kreisen, kommen sie immer tiefer, bis sie auf den Grund gelangen. Der Grund des Brunnens wäre in diesem Fall GOTT. Tatsächlich beschreiben sie immer denselben Kreis. Je tiefer sie kommen, desto näher gelangen sie an die Grundfeste des Egosystems. Es geht jedoch immer um dasselbe. Deswegen steht auch im Textbuch immer wieder dasselbe. Da es fast unmöglich ist, es beim ersten oder beim hundertsten Mal zu verstehen, brauchen sie die 673 Seiten. Es handelt sich um einen Prozess, und darin liegt eines der Unterschiede zwischen ein Kurs in Wundern und anderen spirituellen Systemen."


"Deswegen steht auch im Textbuch immer wieder dasselbe. Da es fast unmöglich ist, es beim ersten oder beim hundertsten Mal zu verstehen, brauchen sie die 673 Seiten."


Das ist sehr tröstlich.

Herz Anne
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#9
(26.02.2011, 23:14)Gregor schrieb: Die "Reise" ist längst vorbei, also muss das Ziel bereits erreicht sein.

Das ist ein schwieriger Punkt, denn im Kurs wird trotzdem ein Ziel definiert:

Eine universelle Theologie ist unmöglich, aber eine universelle Erfahrung ist nicht nur möglich, sondern nötig. Diese Erfahrung ist es, auf die dieser Kurs abzielt. Nur hier wird Beständigkeit möglich, weil nur hier die Ungewissheit endet. (B-Einl.2:5-7)

Mit diesem Widerspruch zwischen der Feststellung, dass das Ziel schon erreicht ist und der Feststellung, dass dieser Kurs ein Pflichtkurs ist, haben ja Kursschüler meistens erst einmal ein Problem.

Dass das Ziel schon erreicht ist, ist für gewöhnlich zunächst keine Gewissheit, sondern zu Beginn des Lernens ist es etwas, dass ich glaube oder zumindest glauben möchte.
Die Bereitwilligkeit zur Vergebung ist mein Beitrag, um Wunder für mich erfahrbar zu machen in der Lernumgebung (="Die Welt"), in der ich mich der Gewissheit annähere und sie schließlich finde.
Es gibt etwas zu lernen, das ich nicht lernen müsste, wenn ich mich daran erinnern könnte.
Hat ein bisschen etwas von dem unter Umständen mühsamen Lernen nach einer Amnesie. Big Grin

Herz Erika
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#10
(27.02.2011, 10:35)Zwilling schrieb:
(26.02.2011, 23:14)Gregor schrieb: Die "Reise" ist längst vorbei, also muss das Ziel bereits erreicht sein.

Das ist ein schwieriger Punkt, denn im Kurs wird trotzdem ein Ziel definiert:

Eine universelle Theologie ist unmöglich, aber eine universelle Erfahrung ist nicht nur möglich, sondern nötig. Diese Erfahrung ist es, auf die dieser Kurs abzielt. Nur hier wird Beständigkeit möglich, weil nur hier die Ungewissheit endet. (B-Einl.2:5-7)

Mit diesem Widerspruch zwischen der Feststellung, dass das Ziel schon erreicht ist und der Feststellung, dass dieser Kurs ein Pflichtkurs ist, haben ja Kursschüler für gewöhnlich erst einmal ein Problem.

Dass das Ziel schon erreicht ist, ist für gewöhnlich zunächst keine Gewissheit, sondern zu Beginn des Lernens ist es etwas, dass ich glaube oder zumindest glauben möchte.
Die Bereitwilligkeit zur Vergebung ist mein Beitrag, um Wunder für mich erfahrbar zu machen in der Lernumgebung (="Die Welt"), in der ich mich der Gewissheit annähere und sie schließlich finde.
Es gibt etwas zu lernen, das ich nicht lernen müsste, wenn ich mich daran erinnern könnte.
Hat ein bisschen etwas von dem unter Umständen mühsamen Lernen nach einer Amnesie. Big Grin

Herz Erika

Der einzige Kursschüler, den es gibt, bin ICH. Lmao
Müsste es auch nicht lernen - darf es.
GOTTseidank.

Herz Gudrun
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