Kapitel 5.III
#1
An den Administrator: bitte in die entsprechende Rubrik verschieben. Danke

Kapitel 5, Abschnitt III: Absatz 3,
Erster Satz: oke.
2. Satz: „Sie müssen auch in seinem Geist sein, weil du ihn wahrnimmst“.
Heißt das, dass es den „anderen“ doch gibt?
Als fehlgesinnter Geist, weil ich ihn wahrnehmen kann? In der Welt nehmen sich also immer fehlgesinnte, doch "mehrere" Geister wahr? (Niemand da, den ich auf den Sockel stellen kann, um ihn dann wieder runterzuschubsen Big Grin - Achtung: Spaaaahaaaaß)
Kann mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen?

Und 2. bitte ein paar anschauliche, praktische Beispiele dafür bringen, wie es ausschaut, den Bruder durch den HEILIGEN GEIST anzusehen.
Beispiel: ein Bruder erzählt:
ich war ja völlig traumatisiert durch – beispielsweise - meinen Vater, der das und jenes gemacht hat.
Dann kann ich natürlich nun als Kursschüler begreifen, so, wie ich es auch bei mir zunächst schmerzhaft und dann sehr erleichtert begriff, also wenn ich weiterhin an diesen Nonsens von Geschichte glaube und ihn nicht vergebe, da lade ich ja das Unglück ein. Genügt es, sich das beim Bruder einfach zu denken und innerlich zu sagen: ich bin nicht bereit, das, was er mir da erzählt, zu glauben, er ist und bleibt der gesegnete und unversehrte Bruder und Sohn wie ich? Also ich bin mir da echt unsicher. Gestern beim Gespräch mit S. hab ich natürlich im Hinterkopf gehabt: Jesus, ich weiß jetzt nicht, was ich sagen soll, mach du….Mir ist nix eingefallen und ich hatte auch keine Eingebung. Naja, muss ja auch nicht sein, aber vielleicht kann mir da ein fortgeschrittener Kursschüler bitte etwas von seinen Erfahrungen mitteilen? DANKE!
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#2
(10.05.2011, 07:12)Michaela_Maria schrieb: Erster Satz: oke.
2. Satz: „Sie müssen auch in seinem Geist sein, weil du ihn wahrnimmst“.
Heißt das, dass es den „anderen“ doch gibt?
Kann mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen?

Schaun wir mal...Big Grin
Wenn du den ersten Satz nicht einfach mit "oke" abtust, dann eröffnet sich der Sinn für dich eher:
Es gibt zwei diametral entgegengesetzte Arten, deinen Bruder zu sehen.
Es geht hier also um "die Art, wie du deinen Bruder siehst." Wenn du ihn so siehst, wie der HEILIGE GEIST ihn sieht, dann siehst du keinen anderen. Denn dein Bruder ist nicht anders als du.
Was Jesus hier unterstreichen will, ist dass du, wenn du deinen Bruder durch den HEILIGEN GEIST siehst, du auch dich anders sehen lernst. Also:

Was du in deinem Bruder anerkennst, das erkennst du in dir selbst an, und was du mit andern teilst, bestärkst du.

Zitat:Und 2. bitte ein paar anschauliche, praktische Beispiele dafür bringen, wie es ausschaut, den Bruder durch den HEILIGEN GEIST anzusehen.
Beispiel: ein Bruder erzählt:
ich war ja völlig traumatisiert durch – beispielsweise - meinen Vater, der das und jenes gemacht hat.
Wenn du die Geschichte deines Bruders glaubst, dann verstärkst du diesen Glauben in ihm und in dir.
Wenn du aber anerkennst, dass dein Bruder es nur so erlebt hat - wie jemand z.B. einen Traum erlebt - dann wirst du seine Geschichte zwar anhören, aber ihn deshalb nicht verurteilen, weil er es so erlebt hat. Träume sind eben Träume - sie sind nicht wahr.


Zitat:Genügt es, sich das beim Bruder einfach zu denken und innerlich zu sagen: ich bin nicht bereit, das, was er mir da erzählt, zu glauben, er ist und bleibt der gesegnete und unversehrte Bruder und Sohn wie ich?
Sehr wahrscheinlich wirst du - wenn du so an die Geschichte herangehst - deinen Bruder irgendwie herabwürdigen...und er wird es bemerken, dass du das tust - dass du dich "besser" dünkst als er...Big Grin
Du hast nämlich vergessen, dass er dein Erlöser ist - und dir die Geschichte nur erzählt, damit du lernen kannst zu vergeben.
Sie hat weder mit ihm noch mit dir etwas zu tun. Ihr seid beide frei davon.


Zitat:Gestern beim Gespräch mit S. hab ich natürlich im Hinterkopf gehabt: Jesus, ich weiß jetzt nicht, was ich sagen soll, mach du….
Das ist schon ein sehr guter Ansatz...und wenn nichts kommt, ist auch nichts nötig. Worte sind nicht immer hilfreich. Also verlass dich da ruhig auf Jesus. Er weiß, wann Worte angebracht sind und wann nicht.

Herz Johannes
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#3
Vielen Dank, Johannes, sehr hilfreich!
Herz

PS: es ist wirklich so wahr, dass es [zwei diametral entgegengesetzte Arten gibt, deinen Bruder zu sehen]
In der sog. Welt hab ich gelernt, den anderen total ernst zu nehmen mit seinem Problem, ihm Ratschläge zu geben - je ernster und aufmerksamer und je mehr ich ihn bedauert habe in seinem Problem, eine umso bessere Freundin war ich. Ich war rund um die Uhr telefonisch erreichbar.... Das hat schön vom Eigentlichen abgelenkt und das "Problem" in BEIDEN verstärkt.
Praktische Beispiele: den Liebeskummer, den wir Mädels uns über die Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) stunden- tage- monatelang erzählt haben und uns in unserem Herzeleid gesuhlt haben über diese untreuen und gefühlskalten, egoistischen Banausen.
Das ist mir dann iwa auf den Keks gegangen und ab dem Moment waren die Freundschaften beendet. Damals hats mich Tränen gekostet, heute könnte ich mich ausschütten vor Lachen .....

Hey Leute, liest eigentlich noch jemand im Textbuch? Täte mich gerne weiter austauschen....
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#4
Danke Michaela_Maria und Johannes für eure Beiträge,

ich hatte auch in solchen Situationen, wie du sie beschreibst, Michaela_Maria, oft das Gafühl, dass irgendetwas bei meinem Gedankengang fehlte..... Jetzt weiß ich auch - dank Johannes- was, nämlich dass ich vergessen hatte in dem vermeintlich anderen meinen Erlöser zu sehen. Deshalb war tatsächlich immer so ein Gefühl von "besser sein" oder sogar Überheblichkeit und Genervtheit bei mir da. Jetzt weiss ich endlich woran es lag Smile danke, Johannes! Ich werde es nicht wieder vergessen!

Also im Textbuch lese ich eigentlich immerZwinker
hab gerade wieder von vorne angefangen und bin deshalb erst beim ersten Kapitel Smile Ich möchte mich jetzt- bei meinem 2.Durchgang der Lektionen- (der erste war vor ca.2Jahren , hab aber nicht ganz bis zum Ende durchgehaltenZwinker) auch gerne über das Textbuch austauschen.

Herz Bettina
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#5
Hallo,

das was Du schreibst, Michaela_Maria mit den Freundinnen kann ich unterstreichen. Auch ich war so stolz, dass ich IMMER für meine Freunde da war. Dann hab ich mich verändert - und schon klingelt das Telefon nicht mehr so. Am Anfang war ich verwirrt, aber jetzt merke ich, dass es nur besondere Beziehungen waren.

Ich lese immer im Textbuch - bin beim zweiten Durchgang. Ich bin jedoch jetzt beim Kapitel 11. Aber Austausch ist immer gut, fand ich schade, dass in dem Thread keiner mehr schreibt. Auch wenn ich dort nichts geschrieben habe, gelesen hab ich es immer.

Vielleicht fängst du einfach mal wieder an, Michaela und dann wird es schon wieder.
Sonnigen Tag
Romy
Nichts kann dich verletzten, wenn du ihm nicht die Macht dazu gibst! (Kap. 20 )[/b]
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#6
Ich hab grad heute morgen das gleiche Kapitel gelesen Smile

zu deiner zweiten Frage - wenn man solche Geschichten hört, neigt man ja erstmal dazu da Partei zu ergreifen. Und sich mit dem Opfer solidarisch zu verbinden: gegen den bösen Täter.
Also erstmal ist wichtig sich bewußt zu machen, was in mir selbst vorgeht. Bin ich wirklich frei von Schuldzuweisung gegenüber dem Täter? Ich kann mich nicht mit jemanden verbinden gegen jemand anderen. Also gilt es mich schnellstens nach innen zu wenden und mich selbst heilen zu lassen. Dann wird es schon richtig sein, was ich zum "Opfer" sage oder tue.
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#7
(10.05.2011, 08:27)Michaela_Maria schrieb: Vielen Dank, Johannes, sehr hilfreich!
Herz

PS: es ist wirklich so wahr, dass es [zwei diametral entgegengesetzte Arten gibt, deinen Bruder zu sehen]
In der sog. Welt hab ich gelernt, den anderen total ernst zu nehmen mit seinem Problem, ihm Ratschläge zu geben - je ernster und aufmerksamer und je mehr ich ihn bedauert habe in seinem Problem, eine umso bessere Freundin war ich. Ich war rund um die Uhr telefonisch erreichbar.... Das hat schön vom Eigentlichen abgelenkt und das "Problem" in BEIDEN verstärkt.
Praktische Beispiele: den Liebeskummer, den wir Mädels uns über die Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) stunden- tage- monatelang erzählt haben und uns in unserem Herzeleid gesuhlt haben über diese untreuen und gefühlskalten, egoistischen Banausen.
Das ist mir dann iwa auf den Keks gegangen und ab dem Moment waren die Freundschaften beendet. Damals hats mich Tränen gekostet, heute könnte ich mich ausschütten vor Lachen .....

Hey Leute, liest eigentlich noch jemand im Textbuch? Täte mich gerne weiter austauschen....

Liebe Michaela-Maria,vielen Dank für deinen Text .Vor allem die sache mit den sogenanten Freundschaften kenne ich gut.Seit ich ernsthaft mit dem Kurs arbeite,und nicht mehr gewillt bin zu Jammern und Klagen bin ich oft alleine.Und ich weiss dass es gut für mich ist denn ich hatte immer schon grosse Mühe mit dem alleine sein .guss luise
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#8
Zitat:
(10.05.2011, 09:47)gelbemaus schrieb: Jetzt weiß ich auch - dank Johannes- was, nämlich dass ich vergessen hatte in dem vermeintlich anderen meinen Erlöser zu sehen.


Kann ich auch sagen, dass ich in dem Menschen den Erlöser für mich erkennen kann, der in mir ein Gefühl auslöst, egal welches?

Wenn andere Menschen glückliche Gefühle in mir auslösen, z.B. Verliebtheit, dann bin ich sehr schnell dabei, zu glauben, dass der andere mein Erlöser sein könnte.

Doch wenn ein anderer Mensch in mir eher negative Gefühle auslöst, wie Ärger, Wut, Eifersucht, Enttäuschung, Verachtung, Ablehnung, Ekel, Scham usw. dann denke ich zuerst nicht an Erlösung, sondern an neue Probleme die gerade in mir erzeugt werden.

Und doch scheint es so zu sein, dass gerade diese Menschen eher meine Erlöser sind als die zuerst beschriebenen..

Herz Anne.
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#9
Es sind wohl auch die Brüder Erlöser, die glückliche Gefühle auslösen, da letztendlich alles vergeben werden muss, auch das Schöne und Gute, weil es nicht die Wirklichkeit ist. Wenn sie dich also auch zur Vergebung führen , sind auch sie Erlöser.
So hab ich es verstanden Smile
Ich bitte um Korrektur, falls ich falsch liegeBig Grin

Herz Bettina
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#10
ich schlage vor: wir nehmens, wie es kommt.
Cool
Lmao
auch abends vorm Schlafengehen bitte ich den holy spirit mich zu leiten. dennoch 'interessant', was da so auftaucht.....ts ts
super hinweis, anne, danke
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