Kapitel 28.I
#1
Zuerst die gute Nachricht:
mittlerweile bekomme ich weder Panikattacken, noch Tobsuchtsanfälle, noch muss ich mir das Schnepsi hinter die Binde kippen, noch falle ich in tiefste Melancholie wenn ich was vom Textbuch nicht verstehe.
Nun die schlechte:
ein leichtes Unwohlsein tritt immer noch häufig auf, obgleich mir Jesus versichert, dass absolut nichts passiert, wenn ich relativ was nicht begreife und relativ tät ich schon gern das Textbuch auch intellektuell verstehen. Warum, weiß ich nicht. Big Grin
Lmao
Aber: es gibt ja dieses Forum, in dem mir erlaubt ist, kursspezifische Themen zu fragen
Herz
Aaaalso.
Ich fang mal bei dem Absatz an, wo es für mich verworren wird.
Absatz 3
Nichts, was für die Heilung eingesetzt wird, stellt eine Mühe dar, irgendetwas zu tun. Es ist eine Einsicht, dass du keine Bedürfnisse hast, die bedeuten, dass etwas getan werden muss. Es ist eine Erinnerung, die nicht auswählt und nicht verwendet wird, um die Wahrheit zu beeinträchtigen. Alle Dinge, die der HEILIGE GEIST für die Heilung einsetzen kann, sind IHM gegeben worden, ohne den Inhalt und die Zwecke, für die sie gemacht waren. Sie sind nur Fertigkeiten ohne Anwendung. Sie warten auf ihre Verwendung. Sie haben keine Hingabe und kein Ziel.
Ich sag mal, was ich verstanden habe.
Es geht wohl um meine Erinnerungen, oder? Von denen ich glaube, das war so und so. Keine Mühe verstehe ich so: die kommen von selbst und ich gebe sie gleich weiter im Sinne von sie bedeuten in sich nichts und schon gar nicht für das, was sie für mich bedeuteten. (Irgendeine Opfergeschichte zum Beispiel 'Speisung der armen Opfer' *grins*). Was heißt denn Fertigkeiten? Also die letzten drei Sätze sind besonders schleierhaft.
Hat sich jemand mit Kapitel 28 intensiver beschäftig?
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#2
(16.09.2012, 10:43)Michaela_Maria schrieb: Nichts, was für die Heilung eingesetzt wird, stellt eine Mühe dar, irgendetwas zu tun.
Es ist eine Einsicht, dass du keine Bedürfnisse hast, die bedeuten, dass etwas getan werden muss.
Es ist eine Erinnerung, die nicht auswählt und nicht verwendet wird, um die Wahrheit zu beeinträchtigen.

Alle Dinge, die der HEILIGE GEIST für die Heilung einsetzen kann, sind IHM gegeben worden,
ohne den Inhalt und die Zwecke, für die sie gemacht waren.
Sie sind nur Fertigkeiten ohne Anwendung. Sie warten auf ihre Verwendung. Sie haben keine Hingabe und kein Ziel.

Ich sag mal, was ich verstanden habe.
Es geht wohl um meine Erinnerungen, oder? Von denen ich glaube, das war so und so. Keine Mühe verstehe ich so: die kommen von selbst und ich gebe sie gleich weiter im Sinne von sie bedeuten in sich nichts und schon gar nicht für das, was sie für mich bedeuteten. (Irgendeine Opfergeschichte zum Beispiel 'Speisung der armen Opfer' *grins*). Was heißt denn Fertigkeiten? Also die letzten drei Sätze sind besonders schleierhaft.
Eine ERINNERUNG, die nicht auswählt, kann nicht von etwas sein, von dem du glaubst, es war so oder so. Zwinker
Erst wenn ich dem HG alle Dinge (die aus ihrer - die Wahrheit zu verschleiern suchenden - "Ursache" heraus keinerlei wahre Hingabe und keinerlei wahres Ziel haben können), ohne den Inhalt und den Zweck für die ich sie gemacht habe, übergebe, kann ER sie ihrer Verwendung zuführen: der Vergebung.

Außer immer wieder diese eine Wahl zu treffen, muss und kann ich gar nichts "tun". - Eine Nebelmaschine kann eben nur weiteren Nebel herstellen oder sich immer wieder abstellen lassen. Und das macht keine "Mühe", es erfordert immer nur und immer nur wieder die (kl)eine Bereitwilligkeit, den Bedienknopf vertrauensvoll abzugeben.
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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#3
Vor einigen Jahrzehnten stiess ich in einem Zen-Buch auf die Geschichte der 5 Katzen (Karlfried Graf Dürckheim, Wunderbare Katze und andere Zen-Texte, Otto Wilhelm Barth Verlag). Und zum Ende des letzten Jahrtausends habe ich das in einem Artikel "Das Angebot" verwurstet, den ich justament gestern in Globalchange eingestellt habe, weil mir das Portal von pro-agape.de in die Fritten gegangen ist.

Hier wird beschrieben, was der Unterschied ist zwischen Techniken und Fertigkeiten einerseits und dem spirituellen Weg andererseits ist. Es zielt also direkt auf die Kursaussage "Ich muss nichts tun" und die damit verbundenen Missverständnisse.

Die Lektionen des Kurses folgen dem Schema: zunächst werden Techniken angeboten, die dem Verlernen des Ego-Denksystem dienen und damit das Textbuch umsetzen (Ein Kurs ...), aber spätestens im zweiten Teil des Lehrbuchs fallen die Techniken weg bzw. werden in SEINE Hände gelegt.

Du kannst deine Erlösung nicht selbst herbei führen, aber das zu akzeptieren, bedarf des Lernens (also einer Tätigkeit), um ALLES in SEINE Hände zu legen. Das kann paradox wirken. Und im Sinne des Ego-Denksystems ist es das auch.

Herz Gregor
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#4
(16.09.2012, 12:09)Gregor schrieb: Vor einigen Jahrzehnten stiess ich in einem Zen-Buch auf die Geschichte der 5 Katzen (Karlfried Graf Dürckheim, Wunderbare Katze und andere Zen-Texte, Otto Wilhelm Barth Verlag). Und zum Ende des letzten Jahrtausends habe ich das in einem Artikel "Das Angebot" verwurstet, den ich justament gestern in Globalchange eingestellt habe, weil mir das Portal von pro-agape.de in die Fritten gegangen ist.

Hier wird beschrieben, was der Unterschied ist zwischen Techniken und Fertigkeiten einerseits und dem spirituellen Weg andererseits ist. Es zielt also direkt auf die Kursaussage "Ich muss nichts tun" und die damit verbundenen Missverständnisse.

Die Lektionen des Kurses folgen dem Schema: zunächst werden Techniken angeboten, die dem Verlernen des Ego-Denksystem dienen und damit das Textbuch umsetzen (Ein Kurs ...), aber spätestens im zweiten Teil des Lehrbuchs fallen die Techniken weg bzw. werden in SEINE Hände gelegt.

Du kannst deine Erlösung nicht selbst herbei führen, aber das zu akzeptieren, bedarf des Lernens (also einer Tätigkeit), um ALLES in SEINE Hände zu legen. Das kann paradox wirken. Und im Sinne des Ego-Denksystems ist es das auch.

Herz Gregor

Sehr nachdenkenswerte Geschichte, danke. Da dämmert auch was.
Nach zwei Jahren "Verlernen" lernen, ists nicht mehr so dolle paradox, denn paar Erfahrungen durfte ich schon machen....außer, wenn der kleine Geist arg toben will, dann sitzt die Marionette wild kopfschüttelnd da.
Kleines Beispiel: vorhin saß ich auf einer Bank an einem Bolzplatz, genoss die Sonne und sah ein paar Jungs und einem Vater mit seiner etwa 6 - 7 jährigen Tochter zu, der mit ihr Fußball trainierte. (Irgendwie passieren die emotionalsten Geschichten immer mit Kindern bzw. Tieren - ist ja schon peinlich....*g* ) Und plötzlich raunzt er sie bös an: ich hab dir doch gesagt...so und so....und jetzt drehste zwei Runden um den Platz!!!. Grrr wo ist das smiley mit dem Totenkopf, der Spirale, der Bombe und den Sternchen....? Mein Freund ist immer dabei, also : Vergebung. Tief durchatmen. Frieden. Danach richtete sich die Aufmerksamkeit auf mich selber. Ich machte was, was ich ganz und gar ablehne....(oke, ich sags, geht wahrscheinlich noch mehr Menschen so, bin ich auch nix besonderes: ich stopfte gerade 'tonnenweise' Schokolade in mich rein - BÄH - und nun war das Totenkopfsmiley genau so groß und ich wollte an der blöden Marionette, die da "so einsam und allein" auf der Bank saß und Schokolade mampfte noch weniger gute Haare lassen. STOP, sagte ich mir und meinem Freund, (der lächelte), bevor die Selbstmitleidstränen runter rollen wollten und der Knoten im Bauch immer größer wurde: auch "dir" passiert überhaupt nichts. Alles ist ohne Wertung deinerseits zu übergeben, auch deine Eigenbeurteilung.
Ich kann beobachten, dass sich so immer schneller eine (noch zwar recht irritierbare und wackelige) aber doch ein gewisse Gelassenheit und ein Vertrauen einstellt.
Das kann sich morgen schon total ändern.....Immer nur Jetzt....
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#5
(16.09.2012, 16:22)Michaela_Maria schrieb: Nach zwei Jahren "Verlernen" lernen, ists nicht mehr so dolle paradox, denn paar Erfahrungen durfte ich schon machen....außer, wenn der kleine Geist arg toben will, dann sitzt die Marionette wild kopfschüttelnd da.

Tja, wir neigen dazu zu fragen: "Wie mache ich das denn?" Es ist die typische Frage nach Fertigkeiten oder Techniken. Und da dieses Bedürfnis kaum jemals befriedigt werden kann, setzen wird da noch eine neue Technik drauf und hier noch eine neu, und folgen dankbar den weisen "Lehrern", die uns noch mehr unnützes Spielzeug anbieten und versichern, dass sei jetzt besonders hilfreich oder entspricht mehr deinen Bedürfnissen oder führt schneller zum Ziel oder ...

Je eher der Zeitpunkt da ist, das Verlernen zu verlernen, desto eher sind wir am Ziel. Das ist die einzige mögliche Abkürzung. Und das geht mit folgender Technik ... Lmao

Schlimmer noch sind aber leider die weisen "Lehrer", die dir sagen: "Verzichte auf alle Fertigkeiten und Techniken, gehe direkt zum Ziel, denn alle Methoden sind unnötig, da du eigentlich schon da bist."

Letzteren Umweg erspart man sich am besten ganz.

Herz Gregor
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#6
Hallo, seid alle gegrüßt Smile ;
ich verstehe das -kurz gesagt- so:

In diesem Abschnitt werden unsere Art und Weise und die des HG das Erinnerungsvermögen zu benutzen, gegenüber gestellt.

Während wir die Erinnerung benutzen, um uns in der Vergangenheit aufzuhalten und dort die Schuld zu feiern und zu rechtfertigen, erinnert uns der HG an das, was jetzt ist.
Der HG stellt im Gegensatz zu uns keine Verbindung zwischen Erinnerung und Vergangenheit her. Bei ihm funktioniert die Erinnerung zeitlos.

Mit Fertigkeiten sind die von uns gemachten Mittel, eine illusionäre Welt als Versteck vor GOTT entstehenzulassen und aufrechtzuerhalten - also die Wahrnehmung- gemeint. Sie ermöglichen es uns, eine von GOTT unabhängige eigene Welt zu machen und zu vergessen, wer wir sind. Zu diesem Zweck benutzen wir auch das Erinnerungsvermögen.

Da dieser Zweck aber weder nötig noch möglich ist, sind unsere Fertigkeiten in Wahrheit 'ohne Anwendung, ohne Hingabe und ohne Ziel' und 'warten auf ihre Verwendung' (Übergabe 'ohne den Inhalt und die Zwecke, für die sie gemacht waren' an den HG, der sie dann für die Heilung einsetzen kann).

Hans
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#7
(16.09.2012, 16:41)Gregor schrieb: Schlimmer noch sind aber leider die weisen "Lehrer", die dir sagen: "Verzichte auf alle Fertigkeiten und Techniken, gehe direkt zum Ziel, denn alle Methoden sind unnötig, da du eigentlich schon da bist."

Letzteren Umweg erspart man sich am besten ganz.

Herz Gregor

Sonst ergeht's mir so ähnlich wie bei dem berühmten Monopoly-Spruch:
wenn ich mich direkt dorthin begeben soll, lande ich (nur wieder) im Gefängnis...

Smile G.D.
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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#8
Danke Hans.
Ja, der Intellekt brauchts halt.
Zwinker

Doch so bissl möchte ich für heute abend doch einen klitzekleinen Umweg machen und direkt zum Ziel gehen. Angeregt dazu hat mich dieses Video von meinem derzeitigen Lieblingsrezitierer:
http://www.youtube.com/watch?v=h6Zj5_z7e...ure=relmfu

Lmao
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#9
Ich steh immer noch extrem auf dem Schlauch
Immer noch das Kapitel 28.
Ich kriege einfach die Begriffe:
Ursache
Zweck
Mittel
Fertigkeiten
Wirkung
auseinanderklamüstert.

Und da das ganze Kapitel nur so wimmelt von diesen Begriffen, dreht sich der Kopf. Kann mir bitte jemand helfen.
Vielen Dank
Antworten
#10
(17.09.2012, 09:49)Michaela_Maria schrieb: Ich steh immer noch extrem auf dem Schlauch
Immer noch das Kapitel 28.
Ich kriege einfach die Begriffe:
Ursache
Zweck
Mittel
Fertigkeiten
Wirkung
auseinanderklamüstert.

Und da das ganze Kapitel nur so wimmelt von diesen Begriffen, dreht sich der Kopf. Kann mir bitte jemand helfen.
Vielen Dank
Ursache = GOTT
Zweck = GOTT
Mittel = GOTT
Fertigkeiten = GOTT verwendet alle
Wirkung = GOTT

Smile Johannes
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