Zu Text Nr. 8 der Übungsbuchs, Teil II
(11.09.2013, 22:15)toni schrieb:
(11.09.2013, 17:14)Thomas schrieb: Mir hilft immer die Aussage, dass jedes Tun und Sprechen der Menschen entweder eine Äußerung der Liebe oder ein Ruf nach Liebe ist. Gerade auf Arbeit ist das wohltuend, denn da schreien einige geradezu nach Liebe!Big Grin

Sie zeigen uns bloß, wonach wie selbst rufen. Big Grin

Herz toni

Genau!Smile
So verstehe ich es jedenfalls.....
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(12.09.2013, 06:39)Thomas schrieb:
(11.09.2013, 22:15)toni schrieb:
(11.09.2013, 17:14)Thomas schrieb: Mir hilft immer die Aussage, dass jedes Tun und Sprechen der Menschen entweder eine Äußerung der Liebe oder ein Ruf nach Liebe ist. Gerade auf Arbeit ist das wohltuend, denn da schreien einige geradezu nach Liebe!Big Grin

Sie zeigen uns bloß, wonach wir selbst rufen. Big Grin

Herz toni

Genau!Smile

Angst vor der LIEBE

Wenn es uns gelingt zu sehen, auf wie vielerlei Arten wir die Liebe zurückgewiesen haben, ohne dass wir uns anschließend dafür verurteilen, ist das ein bedeutender Lernerfolg.

Das wird Ihnen nicht nur helfen, mit sich selbst, sondern auch mit allen anderen Menschen gütiger und sanfter umzugehen, selbst wenn deren Egoattacken bösartig sind und auf Sie persönlich abzielen. Es macht Sie gütig und sanft, weil Sie verstehen, woher der Angriff kommt. Wir alle haben ausnahmslos eine panische Angst vor der Liebe. Deshalb sind wir von zu Hause weggerannt, in die Welt gelaufen und in die Falle des Körpers gegangen. Wie bereits deutlich, ist der allerschlimmste Gedanke dieser: Selbst wenn es uns irgendwie gelingen sollte, uns zu befreien und die Gefilde des HIMMELS zu erreichen, werden wir von GOTT zu hören bekommen, dass wir nicht genug getan haben - und dann wird sich das HIMMELS-TOR für immer vor uns schließen. In allen Menschen steckt die tiefe Angst und Verzweiflung, dass sie nicht mehr nach Hause zurückfinden, und sie erinnern sich nicht mehr daran, dass es ihre Wahl war, ausgestoßen zu bleiben.

Wir müssen uns daher die bruchstückhaften Schatten des ursprünglichen Gedankens anschauen, wie sie sich in unseren Interaktionen mit Eltern, Kindern, Partner, Freunden, Arbeitgebern, Angestellten, prominenten Figuren etc. äußern, und dann demütig zugeben, dass wir schon wieder dasselbe Spiel spielen: Wir sehen das Ego und nicht den CHRISTUS in diesen Menschen; wir spüren nicht den Schmerz der anderen, sondern halten uns mit ihrer vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Lieblosigkeit auf. Wir müssen lernen, dies in uns zu sehen und zuzugeben, dass wir es sind, die Angst vor der Liebe haben. Wir brauchen das Ego nur ohne Urteil anzuschauen, weiter nichts. Dann werden sich die richtigen Worte und Handlungen einstellen; das ist das Wesen der Heilung. In der Schrift über Psychotherapie heißt es: "In ebendem Augenblick, da der Therapeut vergisst, den Patienten zu beurteilen, findet Heilung statt" (P-3.II.6:1). Somit tun wir nichts weiter, als zu vergessen, uns selbst, unsere Kinder und Eltern zu beurteilen. In diesem Kurs steht kein Wort darüber, wie wir handeln oder was wir sagen sollen.


K. Wapnick, "Eltern und Kinder - lassen und gelassen sein", S.70-71
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DankeZwinker
So verstehe ich es jedenfalls.....
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(14.09.2013, 20:53)G.D. schrieb: Angst vor der LIEBE

Wenn es uns gelingt zu sehen, auf wie vielerlei Arten wir die Liebe zurückgewiesen haben, ohne dass wir uns anschließend dafür verurteilen, ist das ein bedeutender Lernerfolg.

Das wird Ihnen nicht nur helfen, mit sich selbst, sondern auch mit allen anderen Menschen gütiger und sanfter umzugehen, selbst wenn deren Egoattacken bösartig sind und auf Sie persönlich abzielen. Es macht Sie gütig und sanft, weil Sie verstehen, woher der Angriff kommt. Wir alle haben ausnahmslos eine panische Angst vor der Liebe. Deshalb sind wir von zu Hause weggerannt, in die Welt gelaufen und in die Falle des Körpers gegangen. Wie bereits deutlich, ist der allerschlimmste Gedanke dieser: Selbst wenn es uns irgendwie gelingen sollte, uns zu befreien und die Gefilde des HIMMELS zu erreichen, werden wir von GOTT zu hören bekommen, dass wir nicht genug getan haben - und dann wird sich das HIMMELS-TOR für immer vor uns schließen. In allen Menschen steckt die tiefe Angst und Verzweiflung, dass sie nicht mehr nach Hause zurückfinden, und sie erinnern sich nicht mehr daran, dass es ihre Wahl war, ausgestoßen zu bleiben.

K. Wapnick, Eltern und Kinder - lassen und gelassen sein", S.70-71

Hallo liebe G.D.,
danke für den Text. Ich verstehe, dass wir, auch ich, die Liebe (Gott) zurückgewiesen haben, aber ich kapiere einfach nicht, wie es dazu kam oder auch, wie man Angst vor der Liebe haben kann.
Was um alles im Himmel ist denn an ihr gefährlich?
Liebe Grüße von der ratlosen Momo
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(15.09.2013, 11:38)Momo schrieb: Ich verstehe, dass wir, auch ich, die Liebe (Gott) zurückgewiesen haben, aber ich kapiere einfach nicht, wie es dazu kam oder auch, wie man Angst vor der Liebe haben kann.
Was um alles im Himmel ist denn an ihr gefährlich?
Liebe Grüße von der ratlosen Momo

Wenn du unter "Suche" den Begriff "Angst vor Gott" eingibst, wirst du so allerlei zu diesem Thema finden; man hat es hier schon vielerlei besprochen. Hier wäre lediglich ein Beispiel:

http://forum.globalchange.de/showthread.php?tid=609&highlight=Angst+vor+Gott

Soweit ich mich erinnere, wird die Angst vor Gott (Liebe) auch im Text behandelt. (z.B. 19. Kapitel, Teil IV.)
____________________________________________________________________________
"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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(15.09.2013, 11:38)Momo schrieb: Was um alles im Himmel ist denn an ihr gefährlich?

Sie beseitigt den Irrtum, die fehlerhafte Identifizierung.

Dummerweise glaubst du ernsthaft, dass deine Identifizierung mit allen gehegten Persönlichkeitmerkmalen und den damit verbundenen Vorlieben, Bedürfnissen, Urteilen und Notwendigkeiten wahr ist. Also glaubst du, dass die LIEBE dich auslöscht, alles, was für dich unabdingbar ist.

Das erzeugt Todesangst. Man könnte also sagen: "Panik angesichts der Liebe".

Saugefährlich, sich darauf einzulassen.

Herz Gregor
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(15.09.2013, 11:58)Inge schrieb: Wenn du unter "Suche" den Begriff "Angst vor Gott" eingibst, wirst du so allerlei zu diesem Thema finden; man hat es hier schon vielerlei besprochen. Hier wäre lediglich ein Beispiel:

http://forum.globalchange.de/showthread.php?tid=609&highlight=Angst+vor+Gott

Soweit ich mich nicht erinnere, wird die Angst vor Gott (Liebe) auch im Text behandelt. (z.B. 19. Kapitel, Teil IV.)

Ja, danke, Inge, ich lese hier nach und nach ältere Threads.
Vielleicht ist mein letzter Beitrag überflüssig.
Ich wechsle z. Zt. zwischen zwei "Zuständen", so nehme ich das wahr, und in einem von beiden hab ich keine Angst. Ich gehe auf die Liebe zu. Als ich das geschrieben habe, konnte ich wirklich keinen Grund sehen, vor der Liebe Angst zu haben.
Jetzt erinnere ich mich, dass ich um diverse "Ego- Errungenschaften" fürchte, die ich wohl verlieren würde, wenn ich mich der Liebe zuwende. Die Liebe könnte mir was wegnehmen, eine Kontrolle über mein Sein, die ich nie hatte, eine Identität, die nie meine war.
Ich suche beständig nach immer neuen "Wichtigkeiten", die mich von der Liebe und dem Weg zu ihr, der Vergebung, ablenken. Das alles ist Angst vor der Liebe.
Als ich den letzten Beitrag geschrieben habe, hatte ich die Angst vergessen. Gleichzeitig hatte ich zumindest eine Ahnung vom Wesen der Liebe. Sie ist nicht gefährlich, sie ist Geborgenheit und mein Zuhause. Sie endet nicht. Sie ist unzerstörbar. Ich bin mittendrin.
Niemand hat jemals Angst vor der Liebe gehabt. Die Liebe ist Wirklichkeit. Die Angst ist eine Vorstellung von der Liebe.
Wenn ich Angst habe, bin ich nicht in der Liebe und erkenne ihr Wesen nicht. Nur deshalb habe ich Angst.
Ich will ganz bestimmt nicht Kenneth Wapnicks Formulierungen anzweifeln. Natürlich hat er recht und ist ein Kurs-Experte. Der Text ist wunderbar.
Ich schreibe das nur, weil ich gerne schreibe, und mir vieles beim Formulieren klarer wird.
In der einzigen Wirklichkeit hat niemand jemals vor der Liebe Angst gehabt.
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(14.09.2013, 20:53)G.D. schrieb: Somit tun wir nichts weiter, als zu vergessen, uns selbst, unsere Kinder und Eltern zu beurteilen. In diesem Kurs steht kein Wort darüber, wie wir handeln oder was wir sagen sollen.

So schließt sich der Kreis und die erste Frage aus dem ersten Beitrag dieses Threads ist beantwortet: die Welt ohne Urteil, die Welt, der dadurch vollständig vergeben wurde.

Herz Gregor
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(15.09.2013, 13:58)Gregor schrieb:
(15.09.2013, 11:38)Momo schrieb: Was um alles im Himmel ist denn an ihr gefährlich?

Sie beseitigt den Irrtum, die fehlerhafte Identifizierung.

Dummerweise glaubst du ernsthaft, dass deine Identifizierung mit allen gehegten Persönlichkeitmerkmalen und den damit verbundenen Vorlieben, Bedürfnissen, Urteilen und Notwendigkeiten wahr ist. Also glaubst du, dass die LIEBE dich auslöscht, alles, was für dich unabdingbar ist.

Das erzeugt Todesangst. Man könnte also sagen: "Panik angesichts der Liebe".

Saugefährlich, sich darauf einzulassen.

Herz Gregor

Ja, Gregor, ich lese Deine Antwort nach meinem letzten Geschreibsel. Ich hatte es wirklich vergessen! "Die tödliche Gefahr im Angesicht der Liebe"! Es tut gut, mal die "Gefahr" zu vergessen und in der Liebe zu sein. Herz
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(06.09.2013, 15:37)Gregor schrieb: "Spirituelle Erfahrungen" (oder das, was man dafür hält) haben nichts mit Erleuchtung zu tun. Erleuchtung ist niemals individuell, daher macht die Frage "Bin ich erleuchtet?" oder "Ist Heinz-Gerd-San erleuchtet?" keinen Sinn. Diese Erfahungen sind hilfreich - wenn sie nicht vom Ego vereinnahmt werden, und das werden sie in der Regel. Ein Kriterium für Erleuchtung oder gar Erleuchtung sind sie nicht.

Um im Kursjargon zu bleiben: die Schau, die wahre Wahrnehmung, spielt sich in der Welt und daher mit Wirkung auf das Individuum ab, hat aber mit Psychologie nichts zu tun, ist also kein Bewusstseinszustand (der wieder endet).

Man kann "Erleuchtungszustände" oder "-erfahrungen" durch einschlägige Techniken, Methoden oder auch Drogen hervorrufen - aber keine Erleuchtung oder Schau.

Wunderbar beschrieben, Gregor! Und typischerweise versuche ich natürlich, meine Erfahrung da irgendwie einzuordnen. Die Erfahrungen, die ich bisher hatte und immer wieder habe, würde ich nicht als psychologische Erfahrungen bezeichnen. Spirituelle Erfahrungen? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall aber sind es nicht wirklich individuelle Erfahrungen, denn die Aussage "Thomas hat jetzt eine spirituelle Erfahrung, die anderen aber nicht" würde keinen Sinn machen. Irgendwo wird es natürlich scheinbar über meine Person eingeleitet (die z.B. in eine Meditation geht), ist dann aber ihr nicht zu eigen. Und die Person kann sie auch nicht kontrolliert herbeiführen. Aber Erleuchtung, Schau oder wahre Wahrnehmung ist es auch nicht, denn es vergeht wieder, manchmal nach Tagen, manchmal nach Minuten. Und es ist immer so, dass ich nichts Neues oder Anderes erlebe/sehe, sondern nur das, was eh schon immer und dauernd da ist, klarer sehe.

viele Grüße,
Thomas
So verstehe ich es jedenfalls.....
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