Lehrer, Gurus und Gemeinschaft
#11
(30.11.2013, 13:11)Zeitweise schrieb:
(29.11.2013, 22:22)Siboa schrieb: ich glaube nicht, dass ich unterscheiden kann, wann ich dem ego folge und wann nicht.




Ich glaube auch nicht, dass jemand anderes mir das sagen kann.

Als ich mit dem Kurs vor ca. 17 Jahren anfing machte ich folgende Beobachtung:
immer dann, wenn ich mir die Gegenwart, also die augeblickliche Wirklichkeit, eines anderen Menschen ins Bewusstsein rief war ich von Traurigkeit befreit. In dem Moment ist meine Gegenwart genau die selbe wie die eines anderen.

Diese Beobachtung geschah zufällig und ich brachte sie mit dem Kurs erst nicht in Verbindung. Ich vergass auch immer wieder diese Beobachtung und nutze sie zunächst nur experimentell, gab ihr aber keine wesentliche Bedeutung.

Diese Beobachtung nimmt heute einen wesentlichen Teil meiner Kurspraxis ein. Ohne diese Verbindung im Jetzt mit einem anderen ( vollkommen egal wer der/die andere ist) ist der Kurs für mich nicht praktikabel. Durch diese Verbindung wird das SELBST erfahrbar und sichtbar. Dagegen ist alles andere, was ich alleine sehe und denke, vom Ego.

Ich hätte mir Zeit sparen können, wenn mich jemand auf die Bedeutung dieser Beobachtung aufmerksam gemacht hätte.

Ich seh dich erlöst. Du bist erlöst, egal was du über dich glaubst und Alle bleiben bei dir, bis du das siehst.

Zeitweise

Was verstehst du unter "augenblickliche Wirklichkeit"?
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#12
(30.11.2013, 14:09)Gast MM schrieb:
(30.11.2013, 13:11)Zeitweise schrieb:
(29.11.2013, 22:22)Siboa schrieb: ich glaube nicht, dass ich unterscheiden kann, wann ich dem ego folge und wann nicht.




Ich glaube auch nicht, dass jemand anderes mir das sagen kann.

Als ich mit dem Kurs vor ca. 17 Jahren anfing machte ich folgende Beobachtung:
immer dann, wenn ich mir die Gegenwart, also die augeblickliche Wirklichkeit, eines anderen Menschen ins Bewusstsein rief war ich von Traurigkeit befreit. In dem Moment ist meine Gegenwart genau die selbe wie die eines anderen.

Diese Beobachtung geschah zufällig und ich brachte sie mit dem Kurs erst nicht in Verbindung. Ich vergass auch immer wieder diese Beobachtung und nutze sie zunächst nur experimentell, gab ihr aber keine wesentliche Bedeutung.

Diese Beobachtung nimmt heute einen wesentlichen Teil meiner Kurspraxis ein. Ohne diese Verbindung im Jetzt mit einem anderen ( vollkommen egal wer der/die andere ist) ist der Kurs für mich nicht praktikabel. Durch diese Verbindung wird das SELBST erfahrbar und sichtbar. Dagegen ist alles andere, was ich alleine sehe und denke, vom Ego.

Ich hätte mir Zeit sparen können, wenn mich jemand auf die Bedeutung dieser Beobachtung aufmerksam gemacht hätte.

Ich seh dich erlöst. Du bist erlöst, egal was du über dich glaubst und Alle bleiben bei dir, bis du das siehst.

Zeitweise

Was verstehst du unter "augenblickliche Wirklichkeit"?

Damit meine ich, dass ich mir dann ganz bewusst bin und empfinde, dass der andere, jetzt, also in diesem einen Augenblick wirklich i s t , genauso wirklich wie ich. In Wirklichkeit sind wir verbunden, sind eins. Das ist eine ganz bestimmt Empfindung und die ist immer verbunden, warum weiss ich eigentlich gar nicht, mit soetwas wie grosse, tiefe Freude.

Ich sehe dann den anderen, wir er ist und sehe mich, wie ich bin, ohne irgendeine Geschichte und ohne Raum zwischen uns, der uns trennt

Zeitweise
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#13
(30.11.2013, 13:11)Zeitweise schrieb:
(29.11.2013, 22:22)Siboa schrieb: ich glaube nicht, dass ich unterscheiden kann, wann ich dem ego folge und wann nicht.




Ich glaube auch nicht, dass jemand anderes mir das sagen kann.

Als ich mit dem Kurs vor ca. 17 Jahren anfing machte ich folgende Beobachtung:
immer dann, wenn ich mir die Gegenwart, also die augeblickliche Wirklichkeit, eines anderen Menschen ins Bewusstsein rief war ich von Traurigkeit befreit. In dem Moment ist meine Gegenwart genau die selbe wie die eines anderen.

Diese Beobachtung geschah zufällig und ich brachte sie mit dem Kurs erst nicht in Verbindung. Ich vergass auch immer wieder diese Beobachtung und nutze sie zunächst nur experimentell, gab ihr aber keine wesentliche Bedeutung.

Diese Beobachtung nimmt heute einen wesentlichen Teil meiner Kurspraxis ein. Ohne diese Verbindung im Jetzt mit einem anderen ( vollkommen egal wer der/die andere ist) ist der Kurs für mich nicht praktikabel. Durch diese Verbindung wird das SELBST erfahrbar und sichtbar. Dagegen ist alles andere, was ich alleine sehe und denke, vom Ego.

Ich hätte mir Zeit sparen können, wenn mich jemand auf die Bedeutung dieser Beobachtung aufmerksam gemacht hätte.

Ich seh dich erlöst. Du bist erlöst, egal was du über dich glaubst und Alle bleiben bei dir, bis du das siehst.

Zeitweise

Ich empfinde deine Antwort als außerordentlich liebevoll und hilfreich. Nicht im Sinne von: ja, ich weiß genau was du meinst sondern eher als wahrhaftig und mutmachend. Das mit den Worten ist ja immer so eine Sache.

Herz
Susanne
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr.“ Augustinus
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#14
(30.11.2013, 18:14)Siboa schrieb: Das mit den Worten ist ja immer so eine Sache.

Und das mit den Empfindungen und Gefühlen auch. - Eben eine Sache.

Der "Eine" mag noch so liebevoll, weise und gelehrt "herüberkommen",
während der "Andere" eher harsch bis (t)rotzig "daherkommt", vielleicht sogar töricht, doof, naiv und unwissend.

Wie auch immer: Es ist immer nur (m)eine Sache. Cool

Dankbarkeit Allen, die "irgendwie" herüberkommen!
Also: ALLEN ...

Herz
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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#15
(30.11.2013, 15:03)Zeitweise schrieb:
(30.11.2013, 14:09)Gast MM schrieb:
(30.11.2013, 13:11)Zeitweise schrieb:
(29.11.2013, 22:22)Siboa schrieb: ich glaube nicht, dass ich unterscheiden kann, wann ich dem ego folge und wann nicht.




Ich glaube auch nicht, dass jemand anderes mir das sagen kann.

Als ich mit dem Kurs vor ca. 17 Jahren anfing machte ich folgende Beobachtung:
immer dann, wenn ich mir die Gegenwart, also die augeblickliche Wirklichkeit, eines anderen Menschen ins Bewusstsein rief war ich von Traurigkeit befreit. In dem Moment ist meine Gegenwart genau die selbe wie die eines anderen.

Diese Beobachtung geschah zufällig und ich brachte sie mit dem Kurs erst nicht in Verbindung. Ich vergass auch immer wieder diese Beobachtung und nutze sie zunächst nur experimentell, gab ihr aber keine wesentliche Bedeutung.

Diese Beobachtung nimmt heute einen wesentlichen Teil meiner Kurspraxis ein. Ohne diese Verbindung im Jetzt mit einem anderen ( vollkommen egal wer der/die andere ist) ist der Kurs für mich nicht praktikabel. Durch diese Verbindung wird das SELBST erfahrbar und sichtbar. Dagegen ist alles andere, was ich alleine sehe und denke, vom Ego.

Ich hätte mir Zeit sparen können, wenn mich jemand auf die Bedeutung dieser Beobachtung aufmerksam gemacht hätte.

Ich seh dich erlöst. Du bist erlöst, egal was du über dich glaubst und Alle bleiben bei dir, bis du das siehst.

Zeitweise

Was verstehst du unter "augenblickliche Wirklichkeit"?

Damit meine ich, dass ich mir dann ganz bewusst bin und empfinde, dass der andere, jetzt, also in diesem einen Augenblick wirklich i s t , genauso wirklich wie ich. In Wirklichkeit sind wir verbunden, sind eins. Das ist eine ganz bestimmt Empfindung und die ist immer verbunden, warum weiss ich eigentlich gar nicht, mit soetwas wie grosse, tiefe Freude.

Ich sehe dann den anderen, wir er ist und sehe mich, wie ich bin, ohne irgendeine Geschichte und ohne Raum zwischen uns, der uns trennt

Zeitweise

passiert mir, wenn ich: "sieh deinen bruder erlöst und du bist es ebenfalls" mal hinbringe Smile

zumindest vermute ich, du beschreibst etwas ähniliches... sicher bin ich mir wie immer nicht Smile
Katzen sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet - über dem 70. Breitengrad kommen Katzen gar nicht vor.
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#16
(29.11.2013, 22:22)Siboa schrieb: Meine Antwort ist: "Ich weiß es nicht"
Ist es nicht dieses offen lassen, was den Prozess prägt? Macht das nicht das an IHN geben aus?
Ich erwarte nicht mehr unbedingt eine Antwort, die ich einordnen kann, ich glaube nicht, dass ich unterscheiden kann, wann ich dem ego folge und wann nicht. Ich glaube auch nicht, dass jemand anderes mir das sagen kann.
Herz
Susanne

So empfinde ich es auch... Je mehr ich es versuche, es einzuordnen, desto mehr fall ich damit auf die Nase..., liege ehr verkehrt.
Und ich brauche Gemeinschaft, und das kann jede sein, um gespiegelt zubekommen, wer ich grad bin. Um der inneren Illusion nicht auf den Leim zu gehen.
Und bisher habe ich es vermieden, Kontakt aufzunehmen zu anderen Kurslesern, also nicht online, oder mich wirklich zu outen. Aus Angst, mich rechtfertigen zu müssen, was ich alles noch nicht wirklich glauben kann bei den einen und was ich für komische Sachen glaube bei den Anderen. War mir bisher nicht so deutlich, ist mir ein Licht aufgegangen...
Also gibt es im Wendland oder der erreichbaren Umgebung Kursleser? Hat jemand Lust auf Kontakt... Ich freu mich übver eine Nachricht...
Das war zwar nicht geplant, aber nun steht es da...
Smile
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#17
(30.11.2013, 15:03)Zeitweise schrieb: Damit meine ich, dass ich mir dann ganz bewusst bin und empfinde, dass der andere, jetzt, also in diesem einen Augenblick wirklich i s t , genauso wirklich wie ich. In Wirklichkeit sind wir verbunden, sind eins. Das ist eine ganz bestimmt Empfindung und die ist immer verbunden, warum weiss ich eigentlich gar nicht, mit soetwas wie grosse, tiefe Freude.

Ich sehe dann den anderen, wir er ist und sehe mich, wie ich bin, ohne irgendeine Geschichte und ohne Raum zwischen uns, der uns trennt

Zeitweise

Das ist wirklich schön. Gerade weil es sich so schlicht anhört. Wunderbar.
Das macht für mich auch den Kurs aus, dass er das zum Ziel allen Übens macht: die Erfahrung, dass die „Geister verbunden sind“, den Heiligen Augenblick. Wir müssen es erfahren, viele Male, denn diese Verbundenheit ist genau das, was wir ohne neue Erfahrung nicht glauben können und auf die wir lange noch spöttisch herunterlächeln, als sei sie ein haltloser Traum. Dabei ist sie die alles einende Wahrheit, unser Selbst.

Mir fiel, als ich deinen Beitrag las, die bekannte Stelle aus dem Hohen Lied ein, die man unserem Thema angepasst vielleicht so formulieren könnte:

„Und wenn du den Kurs in Wundern in- und auswendig kenntest,
seine Logik vollständig in dich aufgenommen hättest und alle Erscheinungen der Welt mit seiner Sprache und seiner Logik korrigierend in Beziehung setzen könntest, und endlose Vorträge darüber halten könntest, und wenn jeden Tag Tausende zu dir kommen und dich „Meister“ nennen würden,
und du hättest die Liebe nicht,
dann wäre all dein Reden Schall und Rauch,
und du hättest nichts.“

Michael
Die LIEBE kennt keine Dunkelheit. Es ist nur ein kleiner, korrigierbarer Fehler in unserem Denken, zu glauben, dies bedeute, SIE kenne UNS nicht.
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#18
(30.11.2013, 13:11)Zeitweise schrieb: Ich hätte mir Zeit sparen können, wenn mich jemand auf die Bedeutung dieser Beobachtung aufmerksam gemacht hätte.

Wer hätte das tun sollen? Mit welcher "Legitimation"?

Es gibt viele selbsternannte Lehrer, die erzählen: "Tue dieses, achte unbedingt darauf, so vergibst du richtig, nutze diese oder jene Technik, dann sparst du Zeit ..." Das kann hilfreich sein - oder Blödsinn. Woher wissen diese Lehrer das? Haben sie die entsprechenden Erfahrungen gemacht oder sind das intellektuelle Schlussfolgerungen? Wer bestimmt, dass diese Lehrer den Weg gegangen sind und ernst genommen werden können?

Vielleicht hätten dir drei Leute die Bedeutung dargelegt - und jeder eine andere. Hätte das dir Zeit sparen können?

Ich plädiere nicht dafür, dass sich im Kurs eine ähnliche Tradition wie in den etablierten spirituellen Richtungen herausbilden muss. Ich habe keinen Bock darauf, noch ein paar hundert Jahre zu warten, bis ich einen Lehrer gefunden habe, der aus einer bestätigten Linie kommt. Aber das ändert nichts an der üblichen Psychologie: dem Verlangen nach Vorbildern, auf die man sein "Befreiungs"- oder "Erleuchtungs"-Ziel projizieren kann (habe ich oft genug erlebt) und die einem sagen, wo es lang geht - einschließlich der Bestätigung oder Nicht-Bestätigung, wenn man sich auf dem Holzweg befindet. Diese Bedürfnisse werden zwangsläufig befriedigt - beispielsweise durch Figuren, die den Lehrer mimen. Mit allen Fallen, die sich darin manifestieren.

Herz Gregor
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#19
(01.12.2013, 19:09)Gregor schrieb: Es gibt viele selbsternannte Lehrer, die erzählen: "Tue dieses, achte unbedingt darauf, so vergibst du richtig, nutze diese oder jene Technik, dann sparst du Zeit ..." Das kann hilfreich sein - oder Blödsinn. Woher wissen diese Lehrer das? Haben sie die entsprechenden Erfahrungen gemacht oder sind das intellektuelle Schlussfolgerungen? Wer bestimmt, dass diese Lehrer den Weg gegangen sind und ernst genommen werden können?

Endlich sagt das mal wer...und laut -- danke sehr! Smile

Gregor schrieb:Ich plädiere nicht dafür, dass sich im Kurs eine ähnliche Tradition wie in den etablierten spirituellen Richtungen herausbilden muss. Ich habe keinen Bock darauf, noch ein paar hundert Jahre zu warten, bis ich einen Lehrer gefunden habe, der aus einer bestätigten Linie kommt. Aber das ändert nichts an der üblichen Psychologie: dem Verlangen nach Vorbildern, auf die man sein "Befreiungs"- oder "Erleuchtungs"-Ziel projizieren kann (habe ich oft genug erlebt) und die einem sagen, wo es lang geht - einschließlich der Bestätigung oder Nicht-Bestätigung, wenn man sich auf dem Holzweg befindet. Diese Bedürfnisse werden zwangsläufig befriedigt - beispielsweise durch Figuren, die den Lehrer mimen. Mit allen Fallen, die sich darin manifestieren.

...basiert vermutlich auf der ewigen (psychologischen) Suche nach dem idealen Papa, den wir als Kinder nicht hatten?

Immer wenn ich so nebenher was anderes lese (wie z.B. die Sachen von Mariana Caplan), staune ich, wie weise der Kurs doch aufgebaut ist; wie allumfassend er ist. Dann überkommt mich einfach tiefe Dankbarkeit..... Herz
____________________________________________________________________________
"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#20
Vergebung, wie sie im Kurs gemeint ist, ist doch, wenn ich es richtig verstehe, etwas sehr grundlegendes. Sie ist weniger auf bestimmte Ereignisse bezogen, die es in der richtigen Art und Weise zu vergeben gilt (was natürlich auch manchmal hilfreich sein kann), sondern sie ist sofort von allgemeiner Bedeutung: "Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat." Wenn ich das wirklich so sehen kann, dann schweigen Verstand und Ego und jede Begegnung ist Wunder-voll. Kein Urteil, keine Schuldzuweisungen sondern ausschließliches Sein auf der einzig wirklichen gemeinsamen Grundlage.
Ich bin dann aber genauso liebevoll verbunden und Teil der Sohnschaft, wenn ich alleine in meinem Zimmer sitze. Lehrer, Gemeinschaft - warum nicht. Immer besteht da aber die Möglichkeit, dass ich mein Lernen vom Lehrer oder dem Zusammensein mit bestimmmten Personen abhängig mache. Der Kurs verweist mich da letztendlich radikal auf mich selbst und vielleicht - weil kein Zweifel entstehen soll, dass es alleine auf mich ankommt - ist der Kurs so aufgebaut, wie er eben ist.
Und vielleicht ist Gemeinschaft dann ja eher dazu da, Vergebung und die Sohnschaft zu feiern.
Liebe grüße, Micha.
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