Zu Text Nr. 2 des Übungsbuchs Teil II - Fortsetzung
#1
Die Erlösung ist DA.

Sie IST da. Hinter dem ganzen Erscheinungs-Popanz, der uns täglich "beschäftigt". Ist das nicht eine wunderbare BOTSCHAFT!

Wie gebannt starren wir jedoch jeden Morgen beim Aufwachen, ja, fast den ganzen Tag über, ja, "seit jeher", also jedes einzelne Jahr/Jahrzehnt/(vielleicht auch Jahrhundert ...) auf die "Nichterlösung". Und dies zu leugnen, wäre nicht hilfreich.

Wie Gregor schon sagte, bedürfen die Lektionen von Teil II des Übungsbuchs eigentlich keiner Kommentierung, sie dienen zur Einstimmung auf die Stille. Auf DAS, was hinter den Schatten von Raum und Zeit aufscheint.

Die folgende Textauswahl, welche sich hauptsächlich auf "Was ist Erlösung" bezieht, geht zum großen Teil (Lektionen 232, 235-238) auf frühere Forumsbeiträge von Gregor zurück (damals sah er noch älter aus  Tongue ). Fand es zu schade, sie in der Schublade verschwinden zu lassen, sodass sie von mir einfach zu diesem Zweck "umgewidmet" wurden. 

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Zu Lektion 232: Sei in meinem Geist, mein VATER, den ganzen Tag hindurch.
GOTTES WORT ist jedem Geist gegeben, der denkt, er habe separate Gedanken, und wird diese Gedanken des Konflikts durch den GEDANKEN des Friedens ersetzen. (Ü-II.2.1:4)
Am Ende vom 5. Kapitel des Textbuches heißt es in einer wunderbaren Einladung an den HEILIGEN GEIST: Ich muss mich falsch entschieden haben, weil ich nicht in Frieden bin. [...] Ich will mich anders entscheiden, weil ich in Frieden sein will. (T-5.VII.6:7,9)
Ich könnte mich nun fragen: Wer entscheidet denn hier eigentlich? Und - vor allem - wer und für wen? Smile
Das Ego mit all seinen separaten und separierenden Gedanken ist eine Vorstellung, die - bei Identifizierung mit dieser Vorstellung - zum Empfinden eines eigenständigen abgegrenzten Selbst führt. Wenn ich versuche, dieses Selbst zu finden, werde ich scheitern, denn die Devise meines illusionären Egokonstruktes ist stets die gleiche: Suche, aber finde nicht. (T-16.V.6:5)
Eine Vorstellung kann niemals etwas entscheiden. Das Ego ist das Ergebnis einer Entscheidung, ähnlich einer Filmfigur, die nichts entscheidet, denn: Wer hat da was entschieden, wenn der Cowboy im Film sagt: »Ich entscheide, dass wir die Indianer angreifen!«?
Der SOHN jedenfalls entscheidet nicht, weil es keine Alternativen gibt. ER ist. - ER ist SEINE Schöpfung, SEIN EINER GEDANKE. Was soll ER noch entscheiden?
Es bleibt der scheinbar gespaltene und von Trennung träumende Geist (mind, vergleiche Kommentar 96 im eBook), der durch die scheinbare Spaltung genau zwei Alternativen sieht. Von denen eine in Wahrheit gar nicht existiert, aber das ist zunächst einmal unerheblich, denn Ein Kurs in Wundern bewegt sich auf der Ebene der vermeintlichen Spaltung. Dort wird er gebraucht, denn Heilung ist nur da erforderlich, wo Krankheit ist. Die Wirklichkeit bedarf keiner Heilung: GOTTES Frieden ist einfach, denn er ist einfach.
Als Antwort auf die immer wieder auftauchende Frage: »Wer entscheidet denn da gerade?« hat Kenneth Wapnick einen Decision Maker erfunden. Diese Verständnishilfe kann aus der Ecke heraushelfen, in die man sich mit dieser Frage begibt. In anderen spirituellen Konzepten würde vielleicht eher erwidert, dass es gar nichts zu entscheiden gäbe, mangels Alternativen, und insbesondere kein »Ding«, das auch nur irgendetwas entscheiden könnte.
Der Kurs geht einen zweckmäßigeren Weg. Zwar gibt es tatsächlich keine Alternativen, denn DAS, was alles umschließt, kann kein Gegenteil haben, aber praktisch ist es nicht, wenn nahezu automatisch die Frage auftauchen muss: »Und? - Was soll ich jetzt tun?« Wieder ist es eine Frage, die nicht beantwortet werden kann - außer mit Hinweisen dergestalt, dass ich überhaupt nichts tun kann, da »der Macher« überhaupt nicht existiert. Smile
Derartige Theoretisierungen führen daher nur zu skurrilen Kreisbewegungen ohne ein mögliches Ende. Genau deshalb heißt das Credo aller Kurs -Lektionen: Anwendung! Und damit lautet die einzige Antwort des Kurses auf das, was es zu tun gibt: Vergebung!
Dies kann man nun als Ausgangspunkt für eine neue Theorie-Runde im Karussell nutzen oder als »Kurs« im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich heißt es: Ein Kurs in Wundern.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Anmerkung: Der obige Text ist zum größten Teil der Feder von Gregor entflossen. Merci for that!
http://forum.globalchange.de/showthread....&pid=15259 #15 "Falsch entschieden ..." vom 09.05.2009




Zu Lektion 233: Ich gebe heute GOTT mein Leben, damit ER es lenke.
Der GEDANKE des Friedens wurde GOTTES SOHN in jenem Augenblick gegeben, als sein Geist an Krieg gedacht hat. Davor war ein solcher GEDANKE nicht vonnöten, denn Frieden war gegeben ohne Gegenteil und war einfach. (Ü-II.2.2:1-2)
Da scheint es in jeder meiner - scheinbar ureigensten Dramedys - diverse Gebilde zu geben, zum Beispiel diesen Film in meinem Traumfilm mit dem vielleicht bezeichnenden Titel: Pans Labyrinth*.
Ständig wechselt das Filmgeschehen zwischen zwei Ebenen hin und her: Einerseits wird die grausame Realität des Krieges schonungslos dargestellt, vor allem mittels der Figur eines Hauptmanns namens Vidal. Und dann gibt es auch noch die tröstlichere Fantasiewelt des kleinen Mädchens Ofelia, worin ihm bedeutet wird, dass es vor langer Zeit eine Prinzessin war, welche den Palast ihres Vaters verlassen wollte, um »hinaus in die Welt« zu gehen. Schließlich habe das Kind seine wahre Herkunft vergessen und seitdem sei sein Vater unaufhörlich auf der Suche nach ihm werde nicht ruhen, bis er es gefunden habe.
Sowohl Vidal als auch Ofelia müssen - jeweils in ihrer Welt - die verschiedensten Abenteuer bestehen. Am Ende sterben beide. Das letzte Wort, das der Hauptmann zu hören bekommt, ist, dass sein Sohn wird nicht einmal den Namen des Vaters erfahren wird. Das Kind hingegen geht in das ewige Reich seines Vaters ein.
Im Gegensatz zu diesem Film ist das ewige REICH meines VATERS keine Fantasie. Im selben Moment, als mein Geist an die Möglichkeit von Krieg und Trennung gedacht hatte, wurde ihm auch schon die Erinnerung an des HIMMRLS Frieden mitgegeben. Mein VATER hat mich kein einziges Mal verlassen. Auch wenn ich manchmal dem armen Opfer des »brutalen Hauptmannes« ähneln mag, ein anderes Mal dagegen vielleicht eher einem böser Täter, welcher »der kleinen Prinzessin« nichts Gutes will.
Aus diesem Labyrinth meiner Vorstellungen, diesem Reich eines Gottes der Angst und der Panik, welches immer nur in die Sackgasse des Todes mündet, kann mich nur SEIN GEDANKE des ewigen Friedens wieder herausführen und erlösen. Und damit alle meine Brüder, auch »den Hauptmann«.
Darum bitte ich IHN vertrauensvoll, dass ER mein Leben lenke.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

*Anmerkung: Die Anregung zu diesem Vergleich erhielt ich einmal von Albert, einem früheren Mitglied. Danke dafür. Smile




Zu Lektion 234: VATER, heute bin ich wieder DEIN SOHN.
... Doch wenn der Geist gespalten ist, ist Heilung nötig. So wurde der GEDANKE, der die Macht hat, die Spaltung zu heilen, ein Teil eines jeden Fragments des Geistes, der noch immer eins war, jedoch sein Einssein nun nicht wahrnahm. Nun erkannte er sich selbst nicht und dachte, dass seine eigene IDENTITÄT verloren wäre. (Ü-II.2.2:3-5)
Wenn - dann.
Wenn irgendetwas »so ist«, dann muss und wird auch irgendetwas, das »anders ist« geschehen. Und wenn etwas anders ist, auch dann muss und wird wieder irgendetwas, das »neu ist«, passieren. Etwas Bestimmtes oder etwas Unbestimmtes: Irgendetwas wird sich ereignen. Das sind die Bedingungen und die Fakten, die ich geschaffen habe. Ich wollte meine wahre IDENTITÄT aufgeben und mir ausdenken, dass es etwas anderes geben könnte. Ich wollte kein Wasser im Meer SEINER LIEBE mehr SEIN, ich wollte mir vorstellen, ein bestimmter und außergewöhnlicher Wassertropfen zu sein.
Der Tropfen geht auf »Abenteuerreise«, denn er will sich von all den anderen Tropfen unterscheiden, indem er sich eine eigene Wolke sucht, deren einzige Bestimmung es ist, ihn aufzunehmen, damit er sich, zu einer speziell dafür bestimmten Zeit, an einem eigens dafür auserkorenen Ort abregnen lassen kann. Das kann eine speziell dafür bestimmte schmutzige Pfütze oder auch ein eigens dafür auserlesen reiner Bergquell sein, welche diesen einzigartigen Tropfen aufnehmen.
Die Reise kann nun weitergehen: Irgendwann wird der Tropfen vielleicht, nachdem er weitere, jeweils speziell dafür bestimmte, Aufenthaltsorte passiert hat, in einen eigens dafür ausersehenen Kanal gespült, von wo aus er in seinem speziell dafür bestimmten Werdegang wieder im Meer seiner eigens dafür ausnehmend besonderen Besonderheiten landet ...
Und so wird immer irgendein Kreislauf in Gang gesetzt, der zu einem weiteren »besonderen Schicksal« des einzelnen Tropfens führt. Es muss unweigerlich dazu kommen, dass dieses scheinbar so »selbstbestimmte« Leben, das jedes Einzelwesen zu führen scheint, zu einem ständigen Fortlauf von Reibereien und Überlebensstrategien drängt. Welches doch immer wieder nur in Richtung des Mühlrades vom Aufsteigen und - notgedrungenermaßen damit verbundenen - Versinken münden kann.
Es ist ein unstetes Dasein, von Leiden und von der Angst des endgültigen Auslöschens geprägt, welches so ein »armer Tropf« nun führen muss. Die unendliche Freude und Seligkeit - und die damit verbundene Geborgenheit des völligen Aufgehens seines ewigen EINSSEINS mit dem Meer des HIMMELS - hat er geglaubt, freiwillig aufgeben zu können.
Ich möchte nicht mehr alleine mein Glück suchen. Meine wahre IDENTITÄT ist der grenzenlose und zeitlose Ozean SEINER LIEBE. Hier ist meine QUELLE.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.




Zu Lektion 235: GOTT in SEINER Barmherzigkeit will, dass ich erlöst sei.
Erlösung ist Aufheben in dem Sinne, dass sie nichts tut und die Welt der Träume und der Bosheit nicht unterstützt. Auf diese Weise lässt sie Illusionen los. (Ü-II.2.3:1-2)
Muss ich erst wissen, dass die Welt ein Traum ist - oder lerne ich zu erkennen, dass es so ist?
Das Phänomen der Projektion oder Übertragung ist in der Psychologie wohlbekannt. Das Unangenehme, die Schuld, wird nach außen projiziert und man ist vermeintlich davon befreit. Im Zusammenhang des Kurses entsteht dadurch eine schuldige Welt. Daher weist der Kurs immer wieder darauf hin, wo die Ursache des Leidens liegt und wie sie aufgehoben werden kann:
Das Geheimnis der Erlösung ist nur dies: dass du dir dieses selber antust. [...] Ist diese einzige Lektion gelernt, so wird sie dich befreien von dem Leiden, welche Form es immer annimmt. Der HEILIGE GEIST wird diese eine umfassende Lektion der Befreiung so lange wiederholen, bis sie gelernt ist, der Form des Leidens ungeachtet, das dir Schmerz bringt. (T-27.VIII.10:1, 11:1-2).
Die Welt braucht sich dazu nicht zu verändern. Sie ist, was sie ist: nicht wahr. Nur darum geht es.
Verändert sie sich, bleibt sie, was sie ist: nicht wahr. Der Traum von Ego und Welt ist lediglich eine Metapher, ein Bild zum besseren Verständnis. Die Welt als solche ist kein Traum, da sie in demselben Augenblick, in dem sie entstand, bereits aufgehoben und verschwunden ist. Da ist niemand, der eine Welt träumt. Wird diese Metapher nämlich überstrapaziert, kommt dabei nur »ein träumender Gott« heraus. Und das ist Unsinn.
Die Metapher kann aber als Heilmittel dienen, und das ist auch schon ihr einziger Zweck. Gebe ich ihr einen anderen Zweck, so hält es mich gefangen und lässt mich »auf dem Holzweg« bleiben. Da Heilmittel immer nur dort sinnvoll sind, wo Krankheit ist, macht diese Metapher nur dort Sinn, wo an Sünde, Schuld, Tod und an die Wirklichkeit von Trennung geglaubt wird. Ansonsten hat sie keinerlei Wert. Das Heilmittel ist ein Weg zur Gesundheit und ich muss nicht gesund sein, bevor ich das Heilmittel anwenden kann. Ich muss auch nicht an das Heilmittel glauben, um es anwenden zu können, es dient lediglich dazu, angewendet zu werden, zu nichts weiter. Ähnlich wie ein Wanderstock lediglich der Stütze dient, und nicht der Analyse seiner Beschaffenheit oder der Schaffung einer Philosophie über Wanderstöcke.
So wende ich den Kurs auch nicht dadurch an, dass ich andere, die vielleicht gar nichts davon wissen wollen, ungefragt mit seinen konzeptionellen Aussagen behellige. Meine einzige Aufgabe ist, den Kurs für mich selbst anzunehmen und anzuwenden - was im Übrigen für jeden spirituellen Weg gilt. Indem ich den Kurs lerne, erlöse ich gleichzeitig auch meine Brüder, weil sie nun nicht mehr für meine Schuldprojektion herhalten müssen, sondern weil ich sie als DAS sehe, was sie wirklich sind.
Ich muss also weder »Wanderstöcke« verteilen noch meine eigenen »Gehhilfen« unterstützen, mein wahrer GEHILFE lässt sie immer überflüssiger werden.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Anmerkung: Dieser Text geht (meiner unwesentlichen Erinnerung nach) im Wesentlichen auf einen Beitrag von Gregor zurück. MERCI!
http://forum.globalchange.de/showthread....&pid=15775 #10 von "Veränderung" vom 07.06.2009




Zu Lektion 236: Ich herrsche über meinen Geist, über den allein ich herrschen muss.
Indem sie [die Erlösung] sie [die Illusionen] nicht unterstützt, lässt sie sie einfach still zu Staub zerfallen. Und das, was sie versteckten, wird jetzt offenbar: ein Altar für den heiligen NAMEN GOTTES, auf dem SEIN WORT geschrieben steht, vor den die Gaben deiner Vergebung hingelegt sind, mit der Erinnerung an GOTT nicht weit dahinter. (Ü-II.2.3:3-4)
Haben die Dinge mich - oder habe ich die Dinge? Wie werde ich von den Dingen erlöst, wie geschieht Erlösung? Es gibt ein schönes Gleichnis:
Es war einmal ein frommer Mönch, der lebte an einem Fluss, aus dem er regelmäßig große und schmackhafte Fische an Land zog. Der Mönch aß jedoch seinen Fang niemals selbst, sondern er spendete fast alles davon den Armen. Nur die unbeliebten Fischköpfe behielt er und kochte sich daraus ein dünnes Süppchen, das ihn mehr schlecht als recht am Leben erhielt.
Eines Tages erzählte ihm sein Schüler, er wolle zum heiligen Berg reisen. Da bat ihn der Mönch, dort seinem alten Meister einen Besuch abzustatten und diesen zu fragen, warum er, sein ehemaliger Schüler, keinerlei spirituelle Fortschritte mehr mache.
Der Schüler machte sich auf den Weg. Überall kam er durch blühende Gärten und passierte riesige und vor Gesundheit strotzende Viehherden. Er erfuhr, dass all diese Reichtümer dem alten Meister gehörten. Schließlich erreichte er einen prächtigen Palast, in welchem der Meister mitsamt seiner wunderschönen Frau residierte. Hier wurden dem Schüler die herrlichsten Speisen vorgesetzt. Nach dem Essen dankte er und fragte: »Ehrwürdiger Meister, euer ehemaliger Schüler will von euch wissen, warum er auf seinem geistigen Weg nicht vorankommt!« Da antwortete der Meister: »Der Grund dafür ist offensichtlich - es ist seine Habgier!«
Nach seiner Rückkehr begab sich der Schüler sogleich zu dem Fischermönch und richtete ihm die Botschaft aus, innerlich fest davon überzeugt, dass sich der alte Meister wohl getäuscht haben müsse. Ausgerechnet dieser uneigennützige Fischer, der sein letztes Hemd an andere verschenkte, sollte habsüchtig sein?
Der Mönch jedoch erkannte sofort, dass sein alter Meister Recht hatte. Er rief aus: »Aber natürlich! Jedes Mal, wenn ich mir meine kärglichen Fischabfälle zubereite, muss ich an den leckeren Rest des Fisches denken, den ich nicht selbst verspeisen kann. Dem schönen Fisch, den ich abgegeben habe, gehört mein ganzes Denken! - Mein Meister hingegen weiß sehr wohl, dass ihn selbst seine großen Besitztümer nicht beherrschen!«
Wie vollbringe ich meine Vergebungsarbeit? Nein, das ist keine Anfängerfrage! Soll ich jeder Person, die ich treffe, zumindest nachträglich noch vergeben? Soll ich mir meine eigenen Krankheiten vergeben? Ja, soll ich mir all meine Illusionen vergeben?
Wie ich bereits gelernt und erfahren habe, hat Kurs in Wundern eine ganz eigene Methode, mich zu dem Ziel zu führen, alles und jedem zu vergeben, in jeder Situation. Die Form ändert sich zwar häufig dabei, denn Vergebung ist keine Technik, die in dieser oder in jener Form anzuwenden ist, und so nutzt der Kurs beispielsweise in den ersten Übungen vor allem das Mittel der Wiederholung. Welche Form ich aber inzwischen gebrauche, um die Gaben meiner Vergebung auf SEINEN Altar zu legen, ist ziemlich unerheblich, denn sie drückt nur meine ehrliche Absicht aus. Wie ich um die Wahrheit bitte, das bleibt letztlich mir beziehungsweise SEINER Führung überlassen - das Wichtigste ist, dass ich darum bitte. Das ist meine einzige Aufgabe. - So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Die letzten zwei Absätze = nach Gregory:
Hierzu auch: http://forum.globalchange.de/showthread....795&page=3 #30
"Erlösung/Heilung" vom 16.08.08




Zu Lektion 237: Jetzt möchte ich sein, wie GOTT mich schuf.
Wir wollen täglich zu diesem heiligen Ort kommen und eine Weile gemeinsam hier verbringen. Hier teilen wir unseren letzten Traum. Es ist ein Traum, in dem kein Kummer ist, denn er birgt einen Hinweis auf die ganze Herrlichkeit, die uns von GOTT gegeben wurde. (Ü-II.2.4:1-3)
Habe ich bisher überhaupt irgendetwas »richtig« - oder immer nur alles »falsch« gemacht?
Es ist alles eine Frage meiner Bewertung, welche immer in diesem Kreislauf entsteht:
  • Machen!
  • Erwarten - zu dumm, doch nicht das erwünschte Ergebnis!
  • Ein wenig anders machen - sapperlot, wieder Erwartungen enttäuscht!
  • Noch einmal probieren - zum Kuckuck, ich mache es wohl immer noch falsch!
Die Bewertung ist der Irrtum, nicht der Lernschritt. Und die lange Kette der Misserfolge in der Vergangenheit? - Nun, die Vergangenheit ist vergangen, und ich kann mich entscheiden, ob das, was gar nicht existiert, denn es ist ja vergangen, genau jetzt eine Wirkung auf mich hat. Der Lernschritt ist immer JETZT!
Es ist wie bei einem Trader an der Börse, der einem bestimmten System folgt: »Genau jetzt« muss er entscheiden, ob er dem vorliegenden Signal seines Systems folgt und kauft oder verkauft, unabhängig davon, wie viele Trades er in der Vergangenheit in den Sand gesetzt hat. Nur so erwischt er den Trend. Und der löscht dann alle vergangenen Verluste aus. Hierzu ist es jedoch notwendig, dass er auf das langfristige Funktionieren seines Systems vertraut und es dementsprechend konsequent einsetzt.
Ein Kurs in Wundern funktioniert ähnlich. Er ist ein System unter vielen, ich muss mich nur entscheiden, dass dies »mein« System ist und es auch konsequent einsetzen. Die Erwartung im Einzelfall tritt dann in den Hintergrund. Ähnlich wie bei dem Trading ist der Ausgang eines einzelnen Trades unerheblich: Ich will das Ziel erreichen, und dazu nutze ich das System, dem ich vertraue und das mich ans Ziel bringen wird! Immer lege ich alles auf den »Tisch des Hauses«, SEINEN Altar des gemeinsamen Gewinns.
Ein weiteres Beispiel mag das »Fühlen« sein. Ich spüre und akzeptiere die Tatsache des Gefühls, es ist da. Nun kann ich zumindest die Entscheidung treffen, dass ich nicht mag, was ich gerade fühle. Es könnte sein, dass ich mich vielleicht im Irrtum befinde, denn das, was ich BIN, kennt nichts, was ES nicht mag. Ich entscheide, es anders sehen zu wollen und bitte IHN um eine andere Sichtweise (vergleiche Kommentar 218 im eBook):
  • Fühlen.
  • Entscheidung: Mag ich nicht! - Liege ich vielleicht falsch?
  • Neue Entscheidung: Dann lass es mich bitte anders sehen!
Ich kann es auch zu einem Erlösungs-Spiel (vergleiche Ü-I.153.12) machen und auf alles anwenden, dadurch einüben und zu meiner Verhaltensweise machen. Irgendwann werde ich feststellen, dass alles automatisch abläuft - ich vergebe. Ohne zu wissen, was Vergebung und Erlösung eigentlich sind. Das ist dann aber auch nicht mehr wichtig.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Ursprünglicher Verfasser: Gregor! - Quellenangaben:
http://forum.globalchange.de/showthread....781&page=2 #16, "Reiner Geist" vom 06.08.2008 (Mitglieder privat)
http://forum.globalchange.de/showthread.php?tid=3067 ("Der Trader" vom 09.09.2013)




Zu Lektion 238: Auf meiner Entscheidung ruht alle Erlösung.
Das Gras drängt durch die Erde, die Bäume schlagen aus, und die Vögel sind gekommen, um in ihren Ästen nun zu leben. Die Erde wird wiedergeboren in einer neuen Perspektive. Die Nacht ist vergangen, und wir sind im Licht zusammengekommen. (Ü-II.2.4:4-6)
Das Befreiende an SEINEM SÜHNE-Plan ist, dass sich dieses Drehbuch der Erlösung nicht der Ausformung von »Erscheinungen« bedient - wie das Drehbuch des Ego, welches sich auf Formen bezieht. Den »Trennungsfilm«, schon lange abgedreht, schaue ich mir nur an. Die Bedeutung jeder Szene, jeder Handlung, jedes Atemzuges, jedes Grashalmes, der durch die Erde drängt, jedes Blattes, das vom Baum fällt, jedes Vögleins, das auf einem Ast dieses Baumes seine Arien schmettert, um dann vom Sperber geholt zu werden, hat das Ego für seine Zwecke festgelegt. Der SÜHNE-Plan ändert keine einzige Szene daran und macht daraus neue Formen, es gibt keinen »Konkurrenzfilm«, der da über die Leinwand des scheinbar getrennten Geistes schwebt. Weder der HEILIGE GEIST noch Jesus erfinden Horror- oder sonstige Szenarien, damit ich sie vergeben kann, denn das würde dem Geist des Kurses völlig widersprechen und eher in das Askesemodell oder das Armutsideal bekannter Religionen passen. Formen oder Erscheinungen sind die alleinige Domäne des Ego.
Im Berichtigungsplan des HEILIGEN GEISTES ist genau festgelegt, wann die Offenbarung stattfindet; die Entscheidung, in die EINSGESINNTHEIT zurückzukehren, liegt fest. Daher ist die Offenbarung oder Erkenntnis kein Lernziel des Kurses, denn dies bedeutet das Ende des Films, welches nicht gelernt werden kann. Innerhalb des »Films« ist jedoch die Schau, die Rechtgesinntheit im Gegensatz zur Falschgesinntheit, möglich und notwendig. Da die Falschgesinntheit nur ein Lernergebnis ist, kann auch die Rechtgesinntheit gelernt werden - in der Zeit und in der Welt.
Um dieses Lernen geht es im Kurs:
Es erfordert nichts als die Einsicht, dass die Welt nichts geben kann, was sich an Wert auch nur im entferntesten damit messen könnte, noch ein Ziel aufstellen kann, das nicht einfach vergeht, wenn dies wahrgenommen worden ist. [...] Sieh niemanden als Körper. Begrüße ihn als den SOHN GOTTES, der er ist, indem du anerkennst, dass er eins in Heiligkeit mit dir ist. (Ü-I.158.8:2-4)
Das Starren auf »mein Drehbuch« kann hingegen dazu verführen, in Lethargie zu verfallen und eine willkommene Entschuldigung dafür zu finden, nichts zu tun - es ist ja sowieso schon alles festgelegt. In diesem Sinne wäre es müßig, sich mit einem Drehbuch zu befassen, das anscheinend festgeschrieben ist. Wie auch immer: Das einzig Sinnvolle, was es wirklich zu tun gibt, ist, die mir zugewiesene Rolle im Plan der SÜHNE zu übernehmen. Worin diese besteht, wird ER mir sagen.
Es ist nicht nötig, weiter klarzustellen, was niemand in der Welt verstehen kann. Wenn die Offenbarung meines Einsseins kommt, dann wird sie erkannt und voll und ganz verstanden werden. Jetzt gibt es Arbeit zu verrichten, denn die, die in der Zeit sind, können von Dingen, die über sie hinausgehen, sprechen und auf Worte hören, die erklären, dass das, was noch geschehen wird, bereits vergangen ist. (Ü-I.169.10:1-3).
Es ist meine Entscheidung: Ich sehe mir den Film aus einer neuen Perspektive heraus an - gemeinsam mit allen anderen zusammen. Das Licht im »Zuschauerraum« geht langsam an.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Zum eigentlichen Verfasser + der Quelle:
http://forum.globalchange.de/showthread....&pid=30601
22.02.11, #3 von "Lernprozess" (Mitglieder privat)




Zu Lektion 239: Die Herrlichkeit meines VATERS ist meine eigene.
Die Nacht ist vergangen, und wir sind im Licht zusammengekommen. Von hier aus geben wir der Welt Erlösung, denn ebenhier ist sie empfangen worden.
Was ist das Licht? Zieht es die Motten an, wie in einem alten Schlager behauptet? Was ist die Herrlichkeit? Wird sie durch das devote »Stiefellecken« eines Abhängigen »bedient«? Und was ist die neue Erde? Ist sie das, was Ein Kurs in Wundern als wirkliche Welt bezeichnet? Bezieht Letztere ihre Kraft aus Solarzellen, aus Windkrafträdern - oder wird ihr Überleben gar aus der Tachyonenenergie des Weltraums gespeist?
Die Nacht ist vergangen, sagt der Kurs. Wo ist der Tag?
Werden nun - nur zum Beispiel - Die Prophezeiungen von Celestine um eine »dreizehnte Erkenntnis« erweitert? Geht es in diesem Sinne darum, irgendwelche globalen und evolutionären Aufgaben der Menschheit zu erkennen, also »etwas von Etwas«, das in Wahrheit überhaupt nicht existiert? Denn - wie kann ein so genanntes »Bewusstsein«, welches bereits die erste Stufe des Trennungsgedankens von dem Leuchten SEINER alles überstrahlenden LIEBE ist, wahre spirituelle Kraft haben?
Aus der wirklichen Welt heraus - mit der unschuldigen Schau DESSEN, was ich wirklich BIN - gebe ich die Erlösung, denn genau hier und jetzt empfange ich sie damit auch - als GOTTESSOHN!
In inniger Zuversicht sage ich meinem VATER, meinem SCHÖPFER, Dank für die Erlösung von meinen »Gaben«. Meine Versuche, die Welt »besser« und »freundlicher« - in welch wohltätigen Bereichen auch immer - zu gestalten, sind selbstredend nichts »Schlechtes«. Genauso wenig wie alle meine anderen Versuche, etwas zu machen oder etwas zu bewegen. Oder es auch zu lassen. Aus dem selben Grunde sindalle meine Versuche aber auch nichts »Besseres«, das sich gegenüber einem »Schlechteren« in irgendeiner Form als Besonderheit abhebt. Ich muss und kann sie nicht bewerten.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.




Zu Lektion 240:
Angst ist in keiner Form gerechtfertigt.
Das Lied unseres Frohlockens ist der Ruf an alle Welt, dass die Freiheit zurückgekehrt, die Zeit beinahe um ist und GOTTES SOHN nur einen Augenblick noch warten muss, bis er an seinen VATER sich erinnert, Träume zu Ende sind, die Ewigkeit die Welt hinweggeleuchtet hat und jetzt nichts als der HIMMEL existiert. (Ü-II.2.5:2)
All die Bedrohungen der Welt, unabhängig von ihrer Form, bezeugen nur meine Illusionen über mich selbst (1:4-5). Ich sehe mich als anfällig, als eine zerbrechliche körperliche Lebensform, die im Bruchteil einer Sekunde ausgelöscht werden kann. Aber das ist nicht das, was wir SIND, mein Bruder und ich: der EINE SOHN GOTTES, für immer sicher in SEINER LIEBE.
Scheinbar innerhalb der ständigen Reichweite des Todes muss ich dazu bereit sein, die Unwirklichkeit von allem, was die Welt zu sein scheint, bezeugen zu lernen. Schließlich musste ich erst hierher kommen, um die Wirkungen meines Traumes von Leben und Tod zu sehen. Alles in meiner Welt ist verwundbar, veränderbar, und wird früher oder später vergehen. Die Angst ist hier unvermeidlich, weil das Ende all dessen, was ich festhalten will, unabwendbar ist. Der einzige Weg, wirklich frei von dieser Verlustangst zu werden, ist, nur an DAS zu glauben, was ewig ist.
Dies bedeutet nicht, dass ich nicht genießen darf, was nur vorübergehend ist, dass ich mich nicht meines wohlverdienten Feierabends erfreuen darf, um zum Beispiel einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern.
Aber ich möchte verstehen lernen, dass es weder das farbenprächtige Naturschauspiel noch überhaupt irgendwelche »blumigen Momente« an sich sind, welche ich wertzuschätzen scheine. Es könnte die wahre Schönheit des LEBENS sein, die mir vielleicht für einige Momente in dieser speziellen Form widergespiegelt wird.
So ist es wohl nicht die »körperliche Erscheinung« an sich - sei sie vermeintlich noch viel größer als alle Milchstraßen zusammen, sei sie vermeintlich noch viel kleiner als die feenhaften Flügelchen eines überirdisch schönen Moskito-Schlupfes im Sonnenaufgang -, der ich Achtung erweise, denn alles Physische ist ja dem Tode geweiht.
Ein schöner irdischer Moment voller Dankbarkeit und Frieden kann mir dennoch - mit SEINER HILFE - einen kleinen Hauch SEINER ewigen LIEBE zeigen und sie in der mir gerade zugänglichen Form ausdrücken. - Nicht die Form, sondern der Inhalt ist das Wichtige, nicht das Symbol, sondern seine derzeitige Botschaft, die mich in dieser Form erreichen kann, ist das Wesentliche. Und so sind auch nicht die Noten eines Liedes, sondern die Empfindung von Ruhe und Harmonie, welche diese Musik in mir auslöst, das Entscheidende.
Es gibt keinen Grund, Angst zu haben: Alle Formen werden vergehen, denn das ist ihre Bestimmung. Aber der Frieden und die Freude, die sie mir zurzeit geben können - und damit die Dankbarkeit, die sie in mir auslösen - sind ein Versprechen SEINES ewigen Friedens und SEINER ewigen Freude.
So will ich nun still sein und auf IHN warten.

Anmerkung: Dieser Text ist stark diesem Kommentar "angelehnt".
Antworten
#2
Vielen Dank für deinen unendlichen Fleiß, liebe G.D.

Herz  toni
Antworten
#3
(23.05.2016, 15:17)toni schrieb: Vielen Dank für deinen unendlichen Fleiß, liebe G.D.

Herz  toni

Dem schliesse ich mich 100%ig an!   Herz
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"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
Antworten




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