Mir hat das geholfen
#41
(03.12.2016, 18:30)Gast MM schrieb: StimmtzuTolle.. Weil weder du noch ich uns erlauben können, darüber zu bestimmen bzw. erfassen mögen, was für einen (mich) selbst oder für irgendeinen Bruder die nonplusultra - FORM - VERSION - TEACHINGS- sind, die weiterführend sind. Nur: die äußere Form ist mir immer noch egal. Ich hab mich auf den Kurs eingelassen. Ja, auch wenn du es bezweilfeln magst. Ist mir doch wurscht. Ich bin über Schatten gesprungen, die du noch nicht mal kennst.  Deswegen ärgert es mich, dass du meinen letzten Beitrag - den ich doch hoffentlich nicht als anonymes Gekrakel losgeschickt habe, - nicht eingefügt hast. Es ging mir drum, niemand (in dem Fall Marie - der Name ist beliebig austauschbar) auszuschließen, bloß weil er den Kurs und die KursSPRACHE noch nicht so gut kennt-
und weil du dir so bombensicher zu sein meinst, dass der Kurs nicht die christliche Version von Vedanta Advaita sei. Das ist ne nette Wunschvorstellung von dir, Gregor. Auch wenn es Bill spaßig rüber gebracht hat: aber genau das hat er gesagt. Mir macht das keine Angst, aber dir scheinbar.

Liebe MM,

diese argumentfreien Ausfälle hart an der Grenze zur Beleidigung reichen mir nun. Das ist nicht der Stil dies Forums und es wird auch nicht der zukünftige Stil sein. Daher ist es nun an der Zeit, dass ich "Adios" sage. Ich wünsche keine Beiträge mehr von dir in diesem Forum und werde sie auch nicht mehr veröffentlichen. Den Originalbeitrag und deinen Folgebeitrag dazu habe ich endgültig gelöscht.

Wenn du mit deinen Problemen nicht alleine fertig wirst, suche bitte professionelle Hilfe. Vielleicht hilft auch schon ein Gespräch mit einer verständigen Freundin, Angelika hat es dir bei deinem letzten Ausfall angeboten.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute auf deinem Weg.

Herz Gregor
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#42
Kleiner Tip am Rande falls es noch gelesen wird, MM mach dir nen Twitter account. Gibt keine bessere Möglichkeit Dampf abzulassen und dafür Zuspruch oder kritik zu bekommen, reduziert auf 140 Zeichen.

Unser einlaufender Präsident machts vor.

Zum Thema Tolle. Ich finde einiges von Tolle sehr nützlich, allerdings finde ich es nicht zwingend "kursrelevant" kann man machen, muss man aber nicht.

Für mich persönlich ist es extrem hilfreich, verschiedene Lehren nicht zu vergleichen oder zu vermischen. Ich vermische ständig spanisch, französisch und italienisch wenn ich spanisch sprechen will, weil ich keins davon richtig kann und weil ich noch am besten in französisch weiter komme, schaltet mein Hirn automatisch mitten im Satz um.

So ungefähr funktioniert mein Hirn auch bei spirituellen Lehren und wenn man keine davon richtig kann und die Lehre, mit der man sich gerade befasst an einen Punkt kommt, wo man nicht weiter weiß, dann haut zumindest mein Hirn die Schublade auf, in der das allgemeingültigste abgespeichert ist.

Nicht wirklich hilfreich.

Ich mache das derzeit auch mit Sprache, ganz rigourous trennen, ob ich deutsch oder englisch spreche - oder anders gesagt, ich schalte dann auch das denken um in die Sprache. Ich weiß nicht, ob man verstehet, was ich meine, aber ich kann das nur, wenn ich es strikt trenne.

So gehts mir mit dem Kurs, ich muss das strikt trennen und nicht vermischen, sonst kann ich es nicht lernen.
Katzen sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet - über dem 70. Breitengrad kommen Katzen gar nicht vor.
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#43
Zeitweise

https://www.youtube.com/watch?v=CeAAgkhlu0A


Der Vortrag wirkt bei mir wie ein gutes Essen und ich hab den Eindruck, dass der ihm selber Spass gemacht hat.
Ich hab mir den zweimal angesehen.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das ging mir genauso. Vielen Dank für den Tipp, Zeitweise! (leichtes, vitaminreiches Essen samt netter Gesellschaft und abschließendem Cappuccino).

Man spürt bei Tolle einen tiefen Respekt vor dem KiW, auch wenn er ihn nicht mehr selbst lehrt, ich würde sogar sagen: eine alte, jung gebliebene Liebe. Er lässt den Kurs selbst zu Wort kommen, interpretiert nicht über ihn weg und hält ihn den Zuhörern als wärmste Empfehlung entgegen. Und das mit wunderbarem britischem Humor.

Und ich empfinde auch nicht, Gregor, dass er wieder vom Kurs abbiegt und in ein „anderes“, sein eigenes Lehren übergeht zum Schluss. Ganz im Gegenteil. Im „Nicht-Denken“ und dabei Präsent - Sein als das, was man in Wahrheit IST, denkt und benennt er ja schließlich den ORT, der einfach nur unser aller Wahrheit IST, die nicht abhängt von dem Weg, auf dem wir uns IHR annähern.

Und dass Worte das nur andeuten können, darüber spricht er ja auch zur Genüge und darf also für uns das Nichtdenken denken und benennen. Wir müssen es leben, um es zu erfahren. Das ist "universelle Erfahrung". Sehr vitaminreich, wie er das präsentiert!

Für mich eine Sternstunde des Sprechens über den KiW und ein Geschenk für jeden Kursler.


Herzlich, Michael
Die LIEBE kennt keine Dunkelheit. Es ist nur ein kleiner, korrigierbarer Fehler in unserem Denken, zu glauben, dies bedeute, SIE kenne UNS nicht.
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#44
(04.12.2016, 18:16)Michael* schrieb: Zeitweise
https://www.youtube.com/watch?v=CeAAgkhlu0A
Der Vortrag wirkt bei mir wie ein gutes Essen und ich hab den Eindruck, dass der ihm selber Spass gemacht hat.
Ich hab mir den zweimal angesehen.
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Das ging mir genauso. Vielen Dank für den Tipp, Zeitweise! (leichtes, vitaminreiches Essen samt netter Gesellschaft und abschließendem Cappuccino).

Man spürt bei Tolle einen tiefen Respekt vor dem KiW, auch wenn er ihn nicht mehr selbst lehrt, ich würde sogar sagen: eine alte, jung gebliebene Liebe. Er lässt den Kurs selbst zu Wort kommen, interpretiert nicht über ihn weg und hält ihn den Zuhörern als wärmste Empfehlung entgegen. Und das mit wunderbarem britischem Humor.

Und ich empfinde auch nicht, Gregor, dass er wieder vom Kurs abbiegt und in ein „anderes“, sein eigenes Lehren übergeht zum Schluss. Ganz im Gegenteil. Im „Nicht-Denken“ und dabei Präsent - Sein als das, was man in Wahrheit IST, denkt und benennt er ja schließlich den ORT, der einfach nur unser aller Wahrheit IST, die nicht abhängt von dem Weg, auf dem wir uns IHR annähern.

Und dass Worte das nur andeuten können, darüber spricht er ja auch zur Genüge und darf also für uns das Nichtdenken denken und benennen. Wir müssen es leben, um es zu erfahren. Das ist "universelle Erfahrung". Sehr vitaminreich, wie er das präsentiert!

Für mich eine Sternstunde des Sprechens über den KiW und ein Geschenk für jeden Kursler.

Im Gegensatz zu gestern -- heute war es mir erst möglich, den ganzen Vortrag anzuhören.
Ich muss sagen, dass ich deine Ausführungen hierzu teile. Eckhart spricht klar und unmissverständlich, wie immer.
Eine überaus brauchbare Einführung in den Kurs, finde ich, der es jedermann völlig freistellt, to take it or leave it.
____________________________________________________________________________
"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#45
(04.12.2016, 18:16)Michael* schrieb: Und ich empfinde auch nicht, Gregor, dass er wieder vom Kurs abbiegt und in ein „anderes“, sein eigenes Lehren übergeht zum Schluss. Ganz im Gegenteil. Im „Nicht-Denken“ und dabei Präsent - Sein als das, was man in Wahrheit IST, denkt und benennt er ja schließlich den ORT, der einfach nur unser aller Wahrheit IST, die nicht abhängt von dem Weg, auf dem wir uns IHR annähern.

Ich stelle nicht das wunderbare Essen in Frage, ganz im Gegenteil, die Kurseinführung, den Hauptgang, fand ich ich ausgezeichnet.

Mir schmecken nur Vorspeise und Nachtisch nicht.

Der Kurs fordert nicht zum Nicht-Denken auf und fordert auch nicht das Bemühen, nicht zu denken. Er zielt auf die "Läuterung", also Veränderung des Denkens ab. Er fordert dazu auf, "mit IHM zu denken, weil ich gar nicht getrennt von IHM denken kann." (T-5.V.6) Der Kurs führt zum wundergesinnten Denken (T-2.VII.1). Das steht auch nicht im Widerspruch zu T-31.I.13:1.

Ich kenne das Bemühen des Nicht-Denkens sehr gut, es hat mich lange begleitet - aber nicht im Kurs.

Ich kenne im Kurs auch nicht den ORT, der die WAHRHEIT ist. Auch dies kenne ich aus anderen Richtungen und ihren Kontexten sehr gut. Im Kurs hingegen geht es um die wirkliche Welt, und diese ist nicht die WAHRHEIT, sondern immer noch Illusion, die die WAHRHEIT widerspiegelt, aber nicht ist (siehe Kapitel 26, Das Grenzland).

Genau hier liegt der Unterschied des Kurses: Die WAHRHEIT oder GOTT ist eben nicht Bestandteil dessen, was wir herkömmlich als "Universum" bezeichnen. Bei allen Vorteilen, die ich aus Aussagen anderer Richtungen ziehe, ich mag die Vermischung nicht. Das gehört in meinen Augen zur geforderten Disziplin, um den Kurs zu lernen.

Daher lasse ich mich nun mal gerne von der Aussage aus T-18.VII.5 leiten: "Dein Weg wird ein anderer sein, nicht was das Ziel, sondern was die Mittel betrifft." Es ist eine Frage des commitments, das der Kurs voraussetzt.

Herz Gregor
Antworten
#46
(05.12.2016, 00:19)Gregor schrieb: Der Kurs fordert nicht zum Nicht-Denken auf und fordert auch nicht das Bemühen, nicht zu denken. Er zielt auf die "Läuterung", also Veränderung des Denkens ab. Er fordert dazu auf, "mit IHM zu denken, weil ich gar nicht getrennt von IHM denken kann." (T-5.V.6) Der Kurs führt zum wundergesinnten Denken (T-2.VII.1). Das steht auch nicht im Widerspruch zu T-31.I.13:1.

Ich kenne das Bemühen des Nicht-Denkens sehr gut, es hat mich lange begleitet - aber nicht im Kurs.

Ich kenne im Kurs auch nicht den ORT, der die WAHRHEIT ist. Auch dies kenne ich aus anderen Richtungen und ihren Kontexten sehr gut. Im Kurs hingegen geht es um die wirkliche Welt, und diese ist nicht die WAHRHEIT, sondern immer noch Illusion, die die WAHRHEIT widerspiegelt, aber nicht ist (siehe Kapitel 26, Das Grenzland).

Genau hier liegt der Unterschied des Kurses: Die WAHRHEIT oder GOTT ist eben nicht Bestandteil dessen, was wir herkömmlich als "Universum" bezeichnen. Bei allen Vorteilen, die ich aus Aussagen anderer Richtungen ziehe, ich mag die Vermischung nicht. Das gehört in meinen Augen zur geforderten Disziplin, um den Kurs zu lernen.

Daher lasse ich mich nun mal gerne von der Aussage aus T-18.VII.5 leiten: "Dein Weg wird ein anderer sein, nicht was das Ziel, sondern was die Mittel betrifft." Es ist eine Frage des commitments, das der Kurs voraussetzt.

Ja, einverstanden, da gehe ich mit. Das finde ich auch alles wesentlich, was du sagst. Das Ziel des Kurses bleibt das Schauen des "Antlitz CHRISTI" im Bruder. Was anders ausgedrückt "Rechtgesinntheit" ist. Oder "Wundergesinntheit".

Und es ist natürlich die große Stärke des Kurses, uns sehr klar zu machen, dass GOTT nicht Teil unserer von uns wahrgenommenen Welt ist. Da sind anderer Traditionen ganz sicher nicht so eindeutig und "bedienen"  eher die Ebenenvermischung, von der ja auch der Kursler oft genug in die Sackgasse ver-führt wird. aber da ist der Kurs selbst ganz klar: GOTT und die Welt berühren sich nicht. Aber GOTT und DU berühren sich nicht nur, sondern sind EINS. Gedanken verlassen ihre Quelle nicht. Wir finden die VEBINDUNG im Geist und lernen, die Welt als Hilfsmittel zu begreifen, diese VERBINDUNG wieder zuzulassen.

Dennoch benennt der Kurs auch den ORT der WAHRHEIT: GOTT, Einsgesinntheit. Und DER ist das gemeinsame ZIEL von Mutter Theresa, Gregor, Tolle, Trump und Schneewittchen, auch wenn ER nicht das Ziel des Kurses für uns ist. Da gebe ich dir unbedingt recht. Auch wenn im "Heiligen Augenblick" die VERINDUNG definitiv DA IST, es ist immer noch "wirkliche Welt" und nicht GOTT.

Das Ganze spitzt sich in einem solchen Ausdruck wie "Nicht-Denken" zu. Das "Bemühen um Nichtdenken", wie du sagst, oh je, vollkommen einverstanden, darum kann es wirklcih nicht gehen und geht es auch nciht im Kurs. Und ich bin vollkommen bei dir: das ist ein ganz ungeschickter Ausdruck, weil es natürlich suggeriert, Nichtdenken sei gemeint als irgend ein Gegenteil von Denken!
Also da bin ich dir dankbar für deinen Einwand, das Wort werde ich so nie wieder benutzen, da klingelen mir ja selbst die Ohren!

Bleiben wir bei diesem schönen Ausdruck: wundergesinntes Denken.
Wunder selbst, sagt der Kurs im 36. Grundsatz der Wunder, sind "Beispiele richtigen Denkens", und sie "richten deine Warhrnehmungen auf die Warhheit aus, wie GOTT sie schuf".

Wer sich das Interview mit Helen angehört hat, das Inge eingestellt hat, der hat erlebt, wie Helen um dieses Wort "Hören" kreist im Bemühen, zu sagen, auf welche Art sie den Kurs eigentlich empfangen hat. Nein, es war nicht wirklich "hören", das Wort ist nicht falsch für sie, aber es reicht ihr nicht aus.
Sie hat "Hören" als Wunder erlebt, als das Wunder der VERBINDUNG mir der LIEBE. Das Wundererleben ist eben das - innerhalb einer Wahrnehmung -  der Un-mittelbarkeit.
Und ebenso gibt es im "Heiligen Augenblick", dem Moment der VERBINDUNG mit Dir, mit dem Kleiderbügel oder mit Donald ein Denken, für das mir das Wort auch niicht mehr ausreicht. In ihm ist das Denken nicht weg, sondern vergeben. Es ist kein Nichtdenken, nein. Aber es ist auch nicht Denken, wie wir es meinen. Es ist VERBINDUNG. Und dabei Denken. Ein Wunder eben.

Danke, Gregor,

Michael
Die LIEBE kennt keine Dunkelheit. Es ist nur ein kleiner, korrigierbarer Fehler in unserem Denken, zu glauben, dies bedeute, SIE kenne UNS nicht.
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#47
(05.12.2016, 00:19)Gregor schrieb: Ich kenne das Bemühen des Nicht-Denkens sehr gut, es hat mich lange begleitet - aber nicht im Kurs.

Ich kenne im Kurs auch nicht den ORT, der die WAHRHEIT ist. Auch dies kenne ich aus anderen Richtungen und ihren Kontexten sehr gut. Im Kurs hingegen geht es um die wirkliche Welt, und diese ist nicht die WAHRHEIT, sondern immer noch Illusion, die die WAHRHEIT widerspiegelt, aber nicht ist (siehe Kapitel 26, Das Grenzland).

Genau hier liegt der Unterschied des Kurses: Die WAHRHEIT oder GOTT ist eben nicht Bestandteil dessen, was wir herkömmlich als "Universum" bezeichnen. Bei allen Vorteilen, die ich aus Aussagen anderer Richtungen ziehe, ich mag die Vermischung nicht. Das gehört in meinen Augen zur geforderten Disziplin, um den Kurs zu lernen.

Daher lasse ich mich nun mal gerne von der Aussage aus T-18.VII.5 leiten: "Dein Weg wird ein anderer sein, nicht was das Ziel, sondern was die Mittel betrifft." Es ist eine Frage des commitments, das der Kurs voraussetzt.

Herz Gregor

Genau das ist für mich so wichtig und eindeutig geworden, seit ich den Kurs kenne, brauche ich nach keinen anderen  spirituellen Richtungen mehr zu suchen, er beinhaltet alles. Für mich eine Erleichterung nicht mehr zu suchen, ich bin angekommen und ich will den Kurs lernen.

Herz  Franziska
Antworten
#48
Ich habe ganz gut meinen Frieden damit gemacht, dass ich andere Lehren wie Advaita, Zen und Douglas Harding gut neben dem Kurs stehen lassen kann. Das heißt aber nur, was das letztliche Ziel angeht. Dass sie sich vom Kurs in einigen wesentlichen Punkten unterscheiden, entwertet sie für mich nicht. Aber diese Unterschiede sind mir doch wichtig, Gregor hat sie oben aufgezählt. Was die Wahrheit ist, weiß ich auch nicht, aber die spezielle Philosophie des Kurses ergibt für mich inzwischen einfach mehr Sinn, und deshalb praktiziere ich inzwischen nur noch den Kurs. Grade weil ich auch erst seitdem essentielle Erfahrungen gemacht habe. Die anderen Sachen stehen friedlich und einträchtig im Regal daneben (während ich Bücher über Gurdjieff oder Schamanismus oder westlichem Okkultismus lange schon weggegeben habe). In der Praxis den Kurs mit den anderen Lehren zu vermischen, halte ich für kontraproduktiv.

Witzigerweise bin ich erst über Eckhart Tolle auf den Kurs gekommen, weil der in seinen Vorträgen immer wieder was von einem "Course in miracles" murmelte und mich das dann neugierig machte. Er kennt den Kurs wohl gut, aber er vertritt nicht wirklich die Kurs-Philosophie. Warum auch immer....

Marie, die Lektion, die dich so beschäftigt, hat schon viele verwirrt. Ich fand es auch zunächst merkwürdig, schien es doch einer der Grundaussagen des Kurses zu widersprechen. Die Erläuterungen von Ken Wapnick haben mir da aber sehr geholfen. Zunächst muss man bedenken, dass es eine relativ frühe Lektion ist. Hier tauchen manchmal Formulierungen auf, die unserem gewohnten Weltbild zu entsprechen scheinen. Der Kurs holt uns dort ab, wo wir zu stehen glauben. In der überwältigen Mehrzahl der Aussagen aber sagt der Kurs, dass Gott nichts mit dieser Welt zu tun hat, ja nicht einmal von ihr "weiß". Das wäre nur dualistisch, wenn die Welt real wäre. Ist sie aber nicht, also kann es kein Dualismus sein. Das mag man als rhetorischen Trick bezeichnen, Ken Wilber nennt so was "Dualismus durch die Hintertür". Hätte ich auch lange Zeit so gesehen. Wenn man aber Gott (das Absolute, Tao) non-dualistischerweise mit der Welt gleichsetzt (wie z.B. im Mahayana-Buddhismus), dann wertet man die Welt insgeheim doch wieder auf, auch wenn man sie als "Maya" oder "Illusion" bezeichnet. Eine Illusion, die identisch mit Gott ist, ist nicht wirklich eine Illusion. Oder Gott wird zur Illusion abgewertet. Für mich geht das inzwischen nicht mehr auf. Zumal die Frage bleibt: was ist, wenn keine Wahrnehmung da ist, wenn keine Welt geträumt wird - ist dann auch Gott verschwunden? Aber das sind alles verständliche, aber sinnlose Hirnereien - es gibt kein Konzept oder Modell, das dies widerspruchsfrei und vollständig erklärt und darstellt. Per se unmöglich. Also such dir das Modell aus, das dir am schlüssigsten erscheint.
So verstehe ich es jedenfalls.....
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#49
(06.12.2016, 16:20)Thomas schrieb: Aber das sind alles verständliche, aber sinnlose Hirnereien - es gibt kein Konzept oder Modell, das dies widerspruchsfrei und vollständig erklärt und darstellt. Per se unmöglich. Also such dir das Modell aus, das dir am schlüssigsten erscheint.

Das hast du schön gesagt. Schon im Kurs heißt es, dass eine universelle Theologie nicht möglich ist. Also kommt es nie darauf an, ob die eine oder andere Lehre oder Nicht-Lehre wahr oder "besser" ist als die andere.

Beeindruckend ist es schon, dass es überhaupt Unterschiede gibt in den nondualistischen Lehren. Man sollte meinen, Einheit ist Einheit. Weit gefehlt.

Bei mir im Bücherschrank steht das dicke Buch "Nondualität" von David Loy. Da versucht ein gestandener Professor der Philosophie und intimer Kenner des Buddhismus, einen einheitlichen Nondualismus-Begriff aus den unterschiedlichen Lehren Advaita Vedanta, Buddhismus, Tao-Te-King und Yoga zu destillieren. Selbst in diesen bekanntesten nondualistischen Lehren gibt es eklatante Unterschiede.

Die Unterschiede beziehen sich in der Regel auf die jeweilige Sichtweise, wie Dualismus (die Welt der Unterschiede) und Nondualismus (die Einheit oder das Absolute) in Beziehung stehen. Dabei gibt es nach einfacher Logik aus der Kombination dieser beiden "Ebenen" vier Möglichkeiten, wenn man vom Wirklichkeitsbegriff ausgeht:

  1. Welt und Absolutes sind beide wahr.
  2. Die Welt ist wahr, das Absolute nicht.
  3. Die Welt ist nicht wahr, nur das Absolute ist wahr.
  4. Weder Welt noch Absolutes sind wahr.

Der Buddhismus würde dabei in Kategorie 4 fallen. Advaita und Kurs in Kategorie 3. Kategorie 2 würde ich mal als Atheismus bezeichnen und das traditionelle Christentum in Kategorie 1 sehen.

Trotz gleicher Kategorie von Kurs und Advaita Vedata unterscheiden sich beide in der Frage, was das Absolute ist und wie die Welt entstanden ist. Und da ich in einem christlichen Kulturkreis aufgewachsen bin und die Begriffe Gott, Jesus, Sühne, Sünde, Erlösung, Heiliger Geist, Sohn Gottes etc. mich geradezu zwangsläufig begleiten, ist der Kurs in dem ganzen Reigen für mich einfach die schlüssigste Darstellung - was ich jedoch nicht verallgemeinere und was mich nicht veranlasst, die wunderbaren Zen-Geschichten zu vermeiden.

Herz Gregor
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