Versöhnende Haltung !?
#1
Vergebung ist ein Thema das mich schon lange beschäftigt. Und ich denke, auch noch Lebenslang beschäftigen wird. Denn es ist manchmal einfach, je nach Situation und manchmal erscheint es mir unmöglich und es bleibt ein Lippenbekenntnis.

Das geht mir im besonderen bei Menschen so, mit denen ich Schwierigkeiten habe. Ich denke dann bei mir, der schon wieder, der sich immer so und so benimmt. das mag ich nicht, ist mir zuwider etc...
Ich glaube an die Kraft und die Macht der Gedanken und so denke ich, dass diese Gedanken bei mir diese negativen Tendenzen verstärken. Ich selbst auch Probleme bekomme. Weil ich nicht den Bruder sehe! Es ist ein Angriff auf mich selbst! Denn was ich an ihm verurteile, verurteile ich auch in mir. Sonst könnte ich es nicht wahrnehmen. Wenn ich aber sehe dass auch dieser Mensch ein gutes Leben für sich wünscht, wie ich auch, dann relativiert das meine Sicht. Ich sehe auch seine Bedürftigkeit.
Dadurch spüre ich, dass ich friedvoller werde in mir, und versöhnlicher im Herzen und nicht im Verstand... im Ego, das ja wankelmütig und stolz ist. Mich dann als Samariter hinstellt. Das hat zur Folge, dass ich mich in meinem "Altruismus" sonne und so noch stärker im EGO verhaftet bleibe... Mit Selbstlosigkeit und Güte hat das nichts zu tun.

Wenn ich dann mit dem "Herzen" sehe(falls es mir mal gelingt), empfinde ich Verständnis und bin in Ruhe und zeitweisem Frieden mit mir. Dadurch auch mit dem "Bruder" Der ich ja selbst bin!
Dadurch werde ich befähigt wohlwollend über den anderen zu denken. Lieben muss ich ihn deshalb noch nicht. Denn das ist im Moment noch etwas weiter weg! Aber ich bleibe neutral und kann den anderen stehen lassen! Für mich schon ein Fortschritt auf dem Weg!


Markus Cool
Das Auge mit dem ich Gott sehe ist daselbe mit dem Gott mich sieht.
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#2
Hallo lieber Markus,

das Problem ist, daß das GÖTTLICHE vollkommenes Empfinden ist, während hier, im Traum, Denken stattfindet, innerhalb dessen der Versuch gestartet wurde, das Empfinden zu kopieren, was zu punktuellen Sinneseindrücken führte. Ähnlich, wie die Wahrnehmung der Versuch ist, die vollkommene Erkenntnis zu ersetzen.

Die Aufgabe ist, um den wachen Teil des Geistes, den spirit zu erreichen, am abgespaltenen Teil, dem mind vorbei zu gelangen. Wenn das geschehen ist, kann der spirit dem mind bewußt machen, daß er illusionär und begrenzt ist, ohne daß der illusionierte Mensch in Angst und Schrecken verfällt, weil er fürchtet, er könne sich auflösen (Was er tun muss, wenn er sich für den mind hält)

Dem mind zu erklären, worum es in der GANZHEIT geht, ist, als wolle man einem Blinden Farben erklären. Der Friede, den du versuchst in den Alltag zu transportieren, befindet sich also im spirit. Um den Alltag zu  meistern, benötigst du jedoch - vermeintlich - den mind, in dem jedoch alle Fragen sind, alle Schuldgedanken, Schmerz, Chaos und Unruhe. Der, um sich irgendwie zu ertragen, das ego projizieren MUSS, weil es ihn sonst zerreißen würde vor Qual. Die Krux an der Sache: Durch das nach außen projizierte ego, welches jedem Menschen ständig in irgend einer Form begegnet, vergrößert sich die - vermeintliche - Schuld immer mehr. Es ist eine Spirale des Grauens. Solange der mind glaubt, sich mithilfe seiner eigenen Regeln und Gesetze befreien zu können, wird es nicht funktionieren.

Hier kommt die gute Nachricht:

Auch in der Traumwelt, innerhalb der Traumgesetze, ist der spirit so viel kraftvoller und wirkungsvoller als der mind. Wie sollte es auch anders sein? Alle Gesetze der Logik (dual=mind) sind Irrtümer, die nicht einmal in der logischen Welt der illusionierten Dualität gut funktionieren. Die Menschen, die am erfolgeichsten sind in dieser Traumwelt, sind die, die unlogisch, bis an den Wahnsinn mutig sind und zum Teil völlig irrational handeln.

Es gibt viele Wege um die Lüge herum und in den Freiden hinein. Der erste Schritt ist schon einmal das Einräumen der Möglichkeit, daß wir uns hier in einem vollkommenen Irrsin befinden, der nicht GOTTES Wahrheit sein kann. Das liegt genau genommen sowas von auf den Hand, daß ich mich frage, wie man es nicht sehen kann.

Dränge dich nicht. Es geht um Befreiung und Frieden, nicht um Leistung. GOTT erhellt alle Wege, den kleinsten Pfad für dich, auf daß du nachhause findest. Wenn du deinen Bruder haßt (was du tust, wenn du ihn nicht liebst) dann schau dich in Liebe (ohne Urteil, ganz ruhig und finden wollend) an und frage dich, was dich davon abhält, ihn zu lieben. Wenn du ziellos auf Webseiten surfst, dann frage dich, was dein Zweck ist. Denn alles was wir tun, hat einen Zweck. Was gibt dir das? (Diese Antwort möchte ich dir hier schon einmal geben. Es soll dich davon ablenken, die Wahrheit in dir zu finden. Die nämlich lautet: Du bist der, der das ego illusioniert. Du bist schuld. - Um das klar zu sagen: DAS ist die "Wahrheit" der Illusion, der Selbsterhaltungsplan des ego. Aber es hilft nix - daran muss jeder vorbei. Entweder mutig mitten hindurch oder, in der Erkenntnis, daß dir GOTTES Liebe sicher ist, du von IHM kommst und daher niemals schuldig sein kannst,verschwindet diese Lüge sanft, wie ein Kniefall.)

Alles, was wir außen sehen, befindet sich ebenfalls IN UNS. Das nun ist wörtlich zu verstehen. Das Außen ist ein vollkommener Spiegel unseres Innen. In jedem Atom. Also muss alles, was du nach außen gibst, eine direkte Wirkung in deinem Innen haben. Und umgekehrt. Glaube also nicht, daß irgend ein Kriegsschauplatz auf dieser Erde nichts mit dir zu tun hat. Und: Wann immer du einen deiner Brüder in sanfte Vergebung hüllst, wird sie auch dich selbst liebevoll umarmen.

Was ist "Versöhnung" anderes, als die gereichte Hand im Wissen um das Einssein des Sohnes?

Verliert euch nicht in den Bilder dieser Welt, meine Brüder. Sie halten nichts bereit für euch als Verlust, Angst und Schmerz, denn das ist der Stoff aus dem sie gewebt wurden. Wenn ihr euch von ihnen löst und sie als das erkennt, was sie sind, dann werdet ihr sie nach Belieben bewegen können. Es jedoch nicht mehr wollen wie heute, sondern jedes Bild nur noch nutzen um eurem Bruder Frieden zu bringen.

GOTTES Liebe ist so viel größer, als alle Worte dieser Welt es zu beschreiben vermögen. Und sie ist euch gewiss. In Ewigkeit. Amen.
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#3
Ergänzend...

Ich hatte  vergessen zu erwähnen, daß der mind  linear ist, der spirit jedoch holographisch. Was so ähnlich ist, als würden sie zwei unterschiedliche Sprachen sprechen.

Ich habe deinen Beitrag übrigens als Ansatzpunkt für den meinen genommen, weil du einigen Misverständnissen zum Opfer gefallen bist, die vielen Menschen passieren und die es dir auf deinem Weg schwer machen.

"Vergebung" ist nicht "verzeihen"
Verzeihen bedeutet, daß ETWAS passiert ist. ETWAS, was der Verzeihung bedarf. "Vergebung" löscht das - unangenehme (die Notwendigkeit des Vergebens angenehmer Dinge ist dann ein nachfolgender Schritt) - Geschehene ganz und gar aus. ES SIND NUR BILDER.
Jemand hat dir zum Beispiel Etwas weggenommen. Und? Was nun? Vergeltung? Rache? Wem nützt es, wenn du dich in Haß verlierst? Wie kann darin Erlösung liegen? Wie kann ich über meinen Bruder triumphieren und mich an seiner Niederlage erfreuen? Da wo es Gewinner und Verlierer gibt, gibt es Trennung (nichts anderes ist Dualität) und Krieg. "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin." Ein wahres Wort. Was auch immer dir genommen wurde - es kann niemals so wertvoll sein, wie deine Freiheit von Angst und Haß. Und diese liegt in dir, in deiner Erinnerung, welche zu finden du dich jeden Tag entscheiden kannst. DAS ist die eine Entscheidung die immer und immer wieder getroffen werden sollte.

Urteil führ zu Trennung und Schmerz
Du hast Schwierigkeiten mit einem Menschen. Dir gefällt nicht wie jemand etwas tut. Fälle ein Urteil und er ist "schlecht", du dagegen bist "gut" (denn du erkennst sein Schlecht-sein, also musst du besser sein). Damit hast du dich von ihm getrennt. Was automatisch Trennung wahr werden lässt und Einheit ad absurdum führt. Wenn Trennung an einer Stelle sein kann, kann sie überall sein. Das nimmt auf der Stelle jede Sicherheit, was zu Angst führen muss.                                   
Ab nun kannst du nur bange hoffen, daß nicht jemand auch dein Tun beurteilt. Lege deinem Bruder eine Strafe auf - denn nichts anderes ist das Urteil, das ihn in die Verbannung schicken will (was dich automatisch auch einsam macht) - und der Funke Angst in dir ist gesät, daß irgend jemand eines Tages die gleiche Strafe oder gar eine schlimmere für dich bereit hält. Die Alternative:
Erkenne, daß dein Bruder einem schrecklichen Irrtum unterliegt (dem gleichen wie du, deshalb seid ihr beide hier) und schenke ihm Vergebung (und dir damit Frieden). Es ist nichts passiert. In der Vergänglichkeit, wo alles vergänglich ist, ist der Schaden, wie auch immer geartet, nur für einen Moment und damit bedeutungslos. Genau genommen ist die Idee, sich an der Qual eines Verlustes fest zu klammern noch verrückter, als der Versuch sich an Besonderheiten zu binden.

Ich lese in deine Worten, daß du versuchst, Inhalte zu verstehen und dein Verhalten zu korrigieren. Das ist nicht der richtige Weg. Erkenne dich selbst. Und damit meine ich zu diesem Zeitpunkt: Betrachte dich so neutral es dir eben möglich ist. Wie jemanden, den du nicht kennst. Nimmm deine Fehler nicht persönlich, dann fällt es dir leichter sie einzugestehen, was die Voraussetzung für Veränderung ist. Solange du glaubst, daß du BIST was du SIEHST, wirst du den Dingen, die du siehst Bedeutung geben. Sie haben aber keine, außer der, die du ihnen gibst.

Glaube nicht, daß dir irgend jemand ein unangenehmes Gefühl MACHEN kann. Er kann es berühren und dir aufzeigen, verstärken vielleicht, aber niemals MACHEN. Man MACHT niemandem Angst. Sie ist da, wird berührt und dadurch spürbar. Danke also. Danke, daß ich spüren durfte, daß in mir noch etwas anderes ist, als Frieden und Liebe. Denn so sollte es sein. Danke, Bruder, daß du mir zeigtest, wohin ich schauen muß, um mich von dem zu befreien, was mich noch quält.

Aporpos "Liebe": Es ist Liebe oder es ist Angst und damit auch Haß. Das ist die Wahl. Keine Kompromisse oder Halbheiten möglich.
"Liebe" wird leider oft mit dem verwechselt, was der Kurs als "besondere Beziehung" beschreibt. Dem wohnt Wert inne, Bedeutung und dergleichen Stumpfsinniges mehr. Wenn ich der Besonderheit sage, daß ich alle Menschen gleichermaßen liebe, empfindet sie Verlust, denn sie verliert ihre Besonderheit. Die Wahrheit jedoch ist, daß es ein Gewinn ist für ALLE. Das Ausgrenzen einer noch so winzigen Stelle ist...Ausgrenzung, Trennung, Angst, Schmerz, Haß. Und damit für IHN, der GANZ ist, keine Möglichkeit. Liebe kann sanft sein oder ein Orkan, aber sie ist immer heilend und sie tut, was die Situation erfordert. Liebe ist immer gebend. Immer und immer. Sie zu erreichen sollte für jeden von uns so viel bedeutsamer sein, als jedes andere Ziel. Vollkommene Wahrhaftigkeit ist übrigens ein guter Weg dorthin. Aber das wäre ein weiterführenden Thema Smile

Danke, daß ich hier sprechen durfte.
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#4
Wow, lieber Gast, da hast du aber ein schönes Osterei ins Forum gelegt!  Big Grin
Herzlichen Dank!  Herz
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"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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