Lektion 80
#1
"Lass mich erkennen, dasss meine Probleme gelöst sind."

Obwohl ich mich schon seit einer Ewigkeit mit dem Kurs beschäftige und die Lektionen schon x-mal "durchgemacht" habe, macht mir diese Lektion nach wie vor besonders zu schaffen. Auch die erklärenden Wapnick-Worte vermindern die Wut nicht wesentlich, die diese Lektion in mir aufsteigen lässt. Ich schwinge ständig hin und her zwischen Verstehen und Nicht-verstehen-wollen. Es soll also die Probleme der Welt, von denen wir -- dieser Tage ganz besonders -- eingefangen werden, lösen? Prosit Neujahr!!  Feuer Nein, so sei es nicht gemeint (laut Wapnick); vielmehr  hat es mit unserer (Ego-)Interpretation zu tun, mit der wir diese Probleme einkleiden (beurteilen). Wollen wir sie durch die Augen des Egos oder die von Jesus ansehen? Wähle also den Lehrer, immer wieder, sobald wir in Unruhe geraten. So einfach soll es sein, sagt uns der Kurs. Das Rechthaben-wollen spielt hier natürlich mit, obwohl es etwas in mir gibt, das gar nicht rechthaben will, weil's mich so unglücklich macht. Demnach müsste doch die Wahl des Lehrers leicht fallen! Und dann steigt da das ungemütliche Gefühl auf: ich fürchte mich vor dem Glücklichsein, weil's ja früher oder später doch wieder verschwindet und es dann sehr weh tut, und ich den Schmerz nicht will --  mal ganz abgesehen davon, dass der Schmerz ja sowieso ständig da ist! Es entsteht da in mir ein kolossaler Wirrwarr, der sich nicht entwirren lässt. Aha, da spuckt also der Selbst-Macher mal wieder mit! Wenn ich die Entscheidung dem Heiligen Geist überlasse, gibt es für mich nichts mehr zu "machen" -- so leicht ist es? Die "Probleme", die wir in dieser Welt wahrnehmen, wollen aber doch auf dieser Ebene irgendwie gelöst werden? Oder bilden wir uns bloss ein, dass sie lösbar sind? Freilich, wenn man genauer hinguckt, sieht man doch, dass uns diese ganze Löserei bloss tiefer und tiefer ins schwarze Loch befördert....

Es handelt sich hier wohl um eine krasse Ebenen-Verwechslung?

Ich musste diese Sache einfach mal laut denken, anstatt sie in meinem Hirnkasten endlos kreisen zu lassen. Vielleicht geht gelegentlich mal ein Lichtle an?

PS: Und plötzlich stosse ich nun, ein paar Minuten später, auf Wapnick's (im Lichtblick Nr. 21 erschienenen) Artikel "Der rechtgesinnte Geist: das Heim der Berichtigung"....  http://www.greuthof.de/lichtblickartikel.php?titel=Der%20rechtgesinnte%20Geist:%20das%20Heim%20der%20Berichtigung
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"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#2
(21.03.2017, 16:01)Inge schrieb: Ich musste diese Sache einfach mal laut denken, anstatt sie in meinem Hirnkasten endlos kreisen zu lassen.

Haste gut gemacht. Smile

Danke dir dafür.

Herz  toni
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#3
(21.03.2017, 16:01)Inge schrieb: ... ich fürchte mich vor dem Glücklichsein, weil's ...

Genau so ist es. Egal, welche "weils", lohnt sich nicht, das zu analysieren. Die Tatsache ist völlig ausreichend.

(21.03.2017, 16:01)Inge schrieb: Wenn ich die Entscheidung dem Heiligen Geist überlasse, gibt es für mich nichts mehr zu "machen" -- so leicht ist es?

Äh, nein. So schwer ist das.

(21.03.2017, 16:01)Inge schrieb: Die "Probleme", die wir in dieser Welt wahrnehmen, wollen aber doch auf dieser Ebene irgendwie gelöst werden?

Natürlich. Das klappt auch vorzüglich - wenn du dich nicht einmischt. Was ja nicht heißt, nix zu tun, nicht zur Demo zu gehen, keine Steuererklärung abzugeben, nicht wählen zu gehen, dich nicht zu kümmern, ... Aber alles das geht eben auch, ohne sich einzumischen.

Herz Gregor
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#4
(21.03.2017, 18:05)Gregor schrieb: Das klappt auch vorzüglich - wenn du dich nicht einmischt. Was ja nicht heißt, nix zu tun, nicht zur Demo zu gehen, keine Steuererklärung abzugeben, nicht wählen zu gehen, dich nicht zu kümmern, ... Aber alles das geht eben auch, ohne sich einzumischen.

Also, entschuldige bitte, aber da muss ich endlich mal saudumm fragen:

was bedeutet eigentlich in diesem Zusammenhang, mitmachen aber sich nicht "einmischen"?   Rolleyes2
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#5
(21.03.2017, 19:15)Inge schrieb:
(21.03.2017, 18:05)Gregor schrieb: Das klappt auch vorzüglich - wenn du dich nicht einmischt. Was ja nicht heißt, nix zu tun, nicht zur Demo zu gehen, keine Steuererklärung abzugeben, nicht wählen zu gehen, dich nicht zu kümmern, ... Aber alles das geht eben auch, ohne sich einzumischen.

Also, entschuldige bitte, aber da muss ich endlich mal saudumm fragen:

was bedeutet eigentlich in diesem Zusammenhang, mitmachen aber sich nicht "einmischen"?   Rolleyes2

Hast du noch nie die Phasen erlebt, in denen alles wie von selbst geschieht, alles richtig ist, wie es ist und was du tust, ohne Urteil (weil gar nicht notwendig) und ohne, dass "du" dich einmischt? Nicht irgendwo in einer stillen Ecke in tiefer Meditation, nein, mitten im alltäglichen Handeln?

Herz Gregor
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#6
(21.03.2017, 21:35)Gregor schrieb:
(21.03.2017, 19:15)Inge schrieb: Also, entschuldige bitte, aber da muss ich endlich mal saudumm fragen:
was bedeutet eigentlich in diesem Zusammenhang, mitmachen aber sich nicht "einmischen"?   Rolleyes2

Hast du noch nie die Phasen erlebt, in denen alles wie von selbst geschieht, alles richtig ist, wie es ist und was du tust, ohne Urteil (weil gar nicht notwendig) und ohne, dass "du" dich einmischt? Nicht irgendwo in einer stillen Ecke in tiefer Meditation, nein, mitten im alltäglichen Handeln?

Also wenn du's so bringst: ja doch -- im Rückblick (und nicht mal so arg weit zurück) will gesagt sein, dass dies, wenn's geschieht, mich stets erstaunt und, ja, ausgesprochen heiter stimmt.  Smile Da frag ich mich dann: Mensch, Weib, wieso strengste dich denn dauernd so unmöglich an, wenn's ganz von selber geht -- und weitaus "besser", als ein Einmischen meinerseits es je vollbringen könnte.... 

So einfach -- und oftmals sooo schwer, bloss still aus dem Weg zu gehen....... (wie oft sag ich das eigentlich noch?!)
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#7
(21.03.2017, 16:01)Inge schrieb:
"Lass mich erkennen, dasss meine Probleme gelöst sind."

Obwohl ich mich schon seit einer Ewigkeit mit dem Kurs beschäftige und die Lektionen schon x-mal "durchgemacht" habe, macht mir diese Lektion nach wie vor besonders zu schaffen. Auch die erklärenden Wapnick-Worte vermindern die Wut nicht wesentlich, die diese Lektion in mir aufsteigen lässt. Ich schwinge ständig hin und her zwischen Verstehen und Nicht-verstehen-wollen. Es soll also die Probleme der Welt, von denen wir -- dieser Tage ganz besonders -- eingefangen werden, lösen? Prosit Neujahr!!  Feuer Nein, so sei es nicht gemeint (laut Wapnick); vielmehr  hat es mit unserer (Ego-)Interpretation zu tun, mit der wir diese Probleme einkleiden (beurteilen). Wollen wir sie durch die Augen des Egos oder die von Jesus ansehen? Wähle also den Lehrer, immer wieder, sobald wir in Unruhe geraten. So einfach soll es sein, sagt uns der Kurs. Das Rechthaben-wollen spielt hier natürlich mit, obwohl es etwas in mir gibt, das gar nicht rechthaben will, weil's mich so unglücklich macht. Demnach müsste doch die Wahl des Lehrers leicht fallen! Und dann steigt da das ungemütliche Gefühl auf: ich fürchte mich vor dem Glücklichsein, weil's ja früher oder später doch wieder verschwindet und es dann sehr weh tut, und ich den Schmerz nicht will --  mal ganz abgesehen davon, dass der Schmerz ja sowieso ständig da ist! Es entsteht da in mir ein kolossaler Wirrwarr, der sich nicht entwirren lässt. Aha, da spuckt also der Selbst-Macher mal wieder mit! Wenn ich die Entscheidung dem Heiligen Geist überlasse, gibt es für mich nichts mehr zu "machen" -- so leicht ist es? Die "Probleme", die wir in dieser Welt wahrnehmen, wollen aber doch auf dieser Ebene irgendwie gelöst werden? Oder bilden wir uns bloss ein, dass sie lösbar sind? Freilich, wenn man genauer hinguckt, sieht man doch, dass uns diese ganze Löserei bloss tiefer und tiefer ins schwarze Loch befördert....

Es handelt sich hier wohl um eine krasse Ebenen-Verwechslung?

Ich musste diese Sache einfach mal laut denken, anstatt sie in meinem Hirnkasten endlos kreisen zu lassen. Vielleicht geht gelegentlich mal ein Lichtle an?

PS: Und plötzlich stosse ich nun, ein paar Minuten später, auf Wapnick's (im Lichtblick Nr. 21 erschienenen) Artikel "Der rechtgesinnte Geist: das Heim der Berichtigung"....  http://www.greuthof.de/lichtblickartikel.php?titel=Der%20rechtgesinnte%20Geist:%20das%20Heim%20der%20Berichtigung

Die Lektion Nr. 1 müsste dich eigentlich auch wütend machen. Der ganze Kurs müsste dich wütend machen.

Lieber Gruß von Zeitweise
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#8
(22.03.2017, 12:16)Zeitweise schrieb: Die Lektion Nr. 1 müsste dich eigentlich auch wütend machen. Der ganze Kurs müsste dich wütend machen.

Da haste aber recht: der ganze Kurs macht mich tatsächlich wütend -- immer dann, wenn das Ego meint, es müsse ihn lernen.... Feuer
Eigentlich ein Witz erster Klasse......
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#9
(22.03.2017, 14:01)Inge schrieb:
(22.03.2017, 12:16)Zeitweise schrieb: Die Lektion Nr. 1 müsste dich eigentlich auch wütend machen. Der ganze Kurs müsste dich wütend machen.

Da haste aber recht: der ganze Kurs macht mich tatsächlich wütend -- immer dann, wenn das Ego meint, es müsse ihn lernen.... Feuer
Eigentlich ein Witz erster Klasse......

Aber seine Argumente dafür, dass der Kurs vollkommen wahnsinnig und herzlos ist, sind völlig plausibel.
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