Leseplan
#21
Dennoch sollten wir nicht versuchen, GOTT in die Welt hineinzuziehen. Der Kurs betont doch immer wieder, dass wir - als der SOHN - die Welt projizieren, nicht GOTT. Auch wenn wir eins mit IHM sind, ist er die Ursache und wir die Wirkung.
So verstehe ich es jedenfalls.....
Antworten
#22
(01.05.2017, 21:09)Gregor schrieb: Es ist unerheblich, was Mrs. Albert gesagt hat. Darum geht es in dem Cameo nicht. Es geht ausschließlich um die ganz spezifische Situation, in der Helen auf ihre typische Weise die Trennung aufrecht erhalten hat und Mrs. Albert sie auf ihre Art aufgehoben hat. Und das ist das Wunder, das hier beispielhaft gezeigt wird, nichts anderes.

Diese Cameos sind sehr spezifisch, zugeschnitten auf Helen und Bill. Dies sieht man auch ziemlich heftig in diesem Cameo 9, denn da greift Jesus tief in die psychoanalytische Wissenschaftskiste - die Helen sehr gut versteht, wir als Nicht-Psychs nicht unbedingt. Das macht es etwas kompliziert.

Das Cameo zeigt sehr schön, was ein Wunder im Sinne des Kurses ist. Das hat nichts, absolut gar nichts, mit so Aussagen zu tun, dass Gott Wunder wirkt. Im Gegenteil, Wunder sind äußerlich oft sehr banal. Genau das wird hier gezeigt.

Zitate wie das von dir angeführte sind Verallgemeinerungen zu Wundern, wie der Kurs sie definiert. Ohne das eine oder andere konkrete Beispiel führt die Verallgemeinerung offenbar häufig dazu, Wundern den Status von etwas ganz Besonderem zu geben. Und das führt völlig am Kurs vorbei.

Herz Gregor

Du hast Recht.

Jedoch finde ich, dass die "Geschichte" von Frau Albert unterschiedliche interessante Aspekte hat .... also dass man daraus verschiedene Dinge lernen kann, je nachdem, worauf man gerade sein Augenmerk richtet.

Ich schließe mich dem Beitrag von Michael vollumfänglich an.
So gut wie er hätte ich das niemals jemals schreiben können. Smile
Antworten
#23
(02.05.2017, 09:54)Thomas schrieb: Dennoch sollten wir nicht versuchen, GOTT in die Welt hineinzuziehen. Der Kurs betont doch immer wieder, dass wir - als der SOHN - die Welt projizieren, nicht GOTT. Auch wenn wir eins mit IHM sind, ist er die Ursache und wir die Wirkung.

Wie ist das denn gemeint, dass wir nicht versuchen sollten, GOTT in die Welt hineinzuziehen? Ich verstehe das nicht. Kannst du einige konkrete Beispiele dazu geben, weil ich sonst nicht weiß, wie das gemeint ist.

Zu sagen, wir sollten GOTT nicht in die Welt hineinziehen ist doch das Gleiche, als würde man sagen "Wir sollten die LIEBE nicht in die Welt hineinziehen."

Im Kurs steht, dass die Welt der Glaube ist, dass Liebe unmöglich ist.  (Ich kann im Moment nicht genau sagen, wo das steht, aber falls gewünscht suche ich gerne nach der entsprechenden Stelle.)   Genau das ist ja der Irrglaube des Egos.  Liebe ist möglich, und zwar genau hier und jetzt.
Antworten
#24
P. S.:

Ich habe die Stelle, die ich meinte, schon gefunden. Smile

"Die Welt muss mich daher verachten und zurückweisen, weil die Welt der Glaube ist, Liebe sei unmöglich.
Wenn du die Tatsache akzeptierst, dass ich bei dir bin, leugnest du die Welt und nimmst Gott an."

Dies steht in Kapitel 8, IV., Absatz 3.

Und weiter unten, Absatz 4, steht:

"Denkst du nicht, die Welt brauche den Frieden ebenso sehr wie du?
Willst du ihn nicht der Welt genauso gerne geben, wie du ihn empfangen möchtest?
Denn anders wirst du ihn nicht empfangen. Wenn du ihn von mir haben willst, musst du ihn geben."
Antworten
#25
(02.05.2017, 10:51)Marie schrieb:
(02.05.2017, 09:54)Thomas schrieb: Dennoch sollten wir nicht versuchen, GOTT in die Welt hineinzuziehen. Der Kurs betont doch immer wieder, dass wir - als der SOHN - die Welt projizieren, nicht GOTT. Auch wenn wir eins mit IHM sind, ist er die Ursache und wir die Wirkung.

Wie ist das denn gemeint, dass wir nicht versuchen sollten, GOTT in die Welt hineinzuziehen? Ich verstehe das nicht. Kannst du einige konkrete Beispiele dazu geben, weil ich sonst nicht weiß, wie das gemeint ist.

Zum Beispiel nicht glauben, dass GOTT die Welt geschaffen hat. Weder das Böse noch das Gute darin hat er gemacht. Er greift auch nicht ein, belohnt und bestraft nicht.

Zitat:Zu sagen, wir sollten GOTT nicht in die Welt hineinziehen ist doch das Gleiche, als würde man sagen "Wir sollten die LIEBE nicht in die Welt hineinziehen."

Nein. GOTT ist reiner Geist und damit LIEBE. Wir sind genau wie GOTT in Wahrheit reiner Geist und damit auch LIEBE. Aber die LIEBE ist nicht in der Welt zu finden, nicht in irgendwelchen Formen, Dingen oder Körpern. Sie ist in unserem Geist, auch wenn wir das meist nicht mehr merken, da wir mittels Ego zahlreiche Hürden davor gemacht haben. Wir können die LIEBE nicht in die Welt ziehen, aber wir können die Welt in LIEBE betrachten.

Zitat:Im Kurs steht, dass die Welt der Glaube ist, dass Liebe unmöglich ist.  (Ich kann im Moment nicht genau sagen, wo das steht, aber falls gewünscht suche ich gerne nach der entsprechenden Stelle.)   Genau das ist ja der Irrglaube des Egos.  Liebe ist möglich, und zwar genau hier und jetzt.

Klar :-)
So verstehe ich es jedenfalls.....
Antworten
#26
'Tschuldigung, habe wahrscheinlich gerade den "Forums-Faden" verloren und vielleicht wäre ein anderer Thread viel passender:
Ist es überhaupt möglich, "blind" zu vertrauen? Big Grin
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

Antworten
#27
(02.05.2017, 17:10)Thomas schrieb:
(02.05.2017, 10:51)Marie schrieb:
(02.05.2017, 09:54)Thomas schrieb: Dennoch sollten wir nicht versuchen, GOTT in die Welt hineinzuziehen. Der Kurs betont doch immer wieder, dass wir - als der SOHN - die Welt projizieren, nicht GOTT. Auch wenn wir eins mit IHM sind, ist er die Ursache und wir die Wirkung.

Wie ist das denn gemeint, dass wir nicht versuchen sollten, GOTT in die Welt hineinzuziehen? Ich verstehe das nicht. Kannst du einige konkrete Beispiele dazu geben, weil ich sonst nicht weiß, wie das gemeint ist.

Zum Beispiel nicht glauben, dass GOTT die Welt geschaffen hat. Weder das Böse noch das Gute darin hat er gemacht. Er greift auch nicht ein, belohnt und bestraft nicht.

Zitat:Zu sagen, wir sollten GOTT nicht in die Welt hineinziehen ist doch das Gleiche, als würde man sagen "Wir sollten die LIEBE nicht in die Welt hineinziehen."

Nein. GOTT ist reiner Geist und damit LIEBE. Wir sind genau wie GOTT in Wahrheit reiner Geist und damit auch LIEBE. Aber die LIEBE ist nicht in der Welt zu finden, nicht in irgendwelchen Formen, Dingen oder Körpern. Sie ist in unserem Geist, auch wenn wir das meist nicht mehr merken, da wir mittels Ego zahlreiche Hürden davor gemacht haben. Wir können die LIEBE nicht in die Welt ziehen, aber wir können die Welt in LIEBE betrachten.  

Zitat:Im Kurs steht, dass die Welt der Glaube ist, dass Liebe unmöglich ist.  (Ich kann im Moment nicht genau sagen, wo das steht, aber falls gewünscht suche ich gerne nach der entsprechenden Stelle.)   Genau das ist ja der Irrglaube des Egos.  Liebe ist möglich, und zwar genau hier und jetzt.

Klar :-)

Okay, alles klar, ich denke ich verstehe jetzt, wie du das meinst.
Danke für deine Antwort, Thomas.

Smile
Antworten
#28
(02.05.2017, 19:43)G.D. schrieb: 'Tschuldigung, habe wahrscheinlich gerade den "Forums-Faden" verloren und vielleicht wäre ein anderer Thread viel passender:
Ist es überhaupt möglich, "blind" zu vertrauen? Big Grin

Hallo G.D.,

ich weiß jetzt gerade nicht genau, worauf sich deine Frage bezieht, aber wenn man von jemandem sagt, dass man ihm oder ihr "blind vertraut", dann ist das ja immer jemand, der in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er vertrauenswürdig ist. Oder?

Na ja, keine Ahnung, ob das deine Frage irgendwie beantwortet, aber da ich grad online bin, dachte ich,  ich sag mal was dazu.   Updown

Guten Abend und liebe Grüße
Marie
Antworten
#29
(02.05.2017, 20:13)Marie schrieb:
(02.05.2017, 19:43)G.D. schrieb: 'Tschuldigung, habe wahrscheinlich gerade den "Forums-Faden" verloren und vielleicht wäre ein anderer Thread viel passender:
Ist es überhaupt möglich, "blind" zu vertrauen? Big Grin

Hallo G.D.,

ich weiß jetzt gerade nicht genau, worauf sich deine Frage bezieht, aber wenn man von jemandem sagt, dass man ihm oder ihr "blind vertraut", dann ist das ja immer jemand, der in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er vertrauenswürdig ist. Oder?

Na ja, keine Ahnung, ob das deine Frage irgendwie beantwortet, aber da ich grad online bin, dachte ich,  ich sag mal was dazu.   Updown

Guten Abend und liebe Grüße
Marie

Hallo Marie,

genau, es geht wohl um's vertrauenswürdig sein. Und um das Wertschätzen desselbigen. Ob es irgendein Wesen auf diesem Planeten gibt, dem in jeder Hinsicht zu hundert Prozent vertraut werden kann? Ich glaube es nicht.
Um aus "Götzen" wieder "Brüder" zu machen, bedarf es des Wunders.

Deswegen muss das Vertrauen - mit all den scheinbaren "Vors" und "Zurücks" - wieder gelernt werden (H-4). Obwohl es ja eigentlich schon da ist und nie weg war. Ein Paradox, das nur durch Die Illusion der Zeit zu erklären wäre. Im gleichnamigen Buch steht z.B.  (S.321 f.):

Die wirkliche Welt ist ein Zustand, in dem der Geist gelernt hat, wie leicht Götzen vergehen, wenn sie noch wahrgenommen werden, aber nicht mehr gewünscht. Wie willig der Geist sie gehen lassen kann, wenn er verstanden hat, dass Götzen nichts sind, nirgendwo und ohne Zweck. Denn dann nur können Schuld und Sünde als ohne Zweck und als bedeutungslos gesehen werden. *aus (T-30.V.5)


Zitat:In den letzen Kapiteln des Textbuchs geht es um Götzen, ein anderer Begriff für die Besonderheit, die der Gott des Ego ist. Ein Götze wird definiert als ein Ersatz für GOTT, als falsches Bild für SEINE Wirklichkeit, und offensichtlich ist dieses Ersetzen GOTTES der Zweck aller besonderen Beziehungen. Wenn Götzen verschwinden, ist das, was bleibt, die wahre LIEBE GOTTES, die immer da war, aber nicht erlebt wurde. Um jedoch diesen Wandel zu vollziehen, müssen wir erst die Götzen der Besonderheit erkennen, die wir in unserem Wahnsinn gewählt hatten, um dem Zweck des Ego zu dienen, uns vor der LIEBE GOTTES zu "schützen". ...



Nachtrag - noch eine schöne Ergänzung:
Jenseits der Schatten und Illusionen.
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

Antworten
#30
(03.05.2017, 07:38)G.D. schrieb: genau, es geht wohl um's vertrauenswürdig sein. Und um das Wertschätzen desselbigen. Ob es irgendein Wesen auf diesem Planeten gibt, dem in jeder Hinsicht zu hundert Prozent vertraut werden kann? Ich glaube es nicht.
Um aus "Götzen" wieder "Brüder" zu machen, bedarf es des Wunders.

Also, auf der Ebene der Welt gibt es schon ein paar Leute, die nicht vertrauenswürdig sind .... oder die zumindest in einigen Bereichen nicht vertrauenswürdig sind.

Ich selber musste leider vor ungefähr einem Jahr einen langjährigen Freund aus meinem Leben rausschmeißen, weil er sich mir gegenüber so mies benommen hatte, dass es absolut nicht mehr tolerierbar war.  Ich hatte hinterher lange Zeit eine Mordswut auf ihn, weil ich mich in Gedanken ständig auf all seine "Sünden" konzentriert habe.

Als Person ist er nicht vertrauenswürdig (jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht), aber - und das hatte ich dann irgendwann dank des Kurses kapiert - auf der Ebene des Geistes, seinem wahren Selbst, ist er immer vertrauenswürdig.

In Lektion 181 (Ich vertraue meinen Brüdern, die eins mit mir sind.) steht:
"Richte dein Augenmerk nicht mehr auf die Sünden deines Bruders, und du erfährst den Frieden, der vom Glauben an die Sündenlosigkeit kommt."

Anstatt ihn in Gedanken ständig zu beschuldigen und anzugreifen, habe ich angefangen, innerlich zu ihm zu sagen "Du bist immer noch so, wie Gott dich geschaffen hat. Du bist ganz, geheilt, vollkommen."     Das ist ja die Wahrheit, und die Wahrheit zu denken fühlt sich immer gut und richtig an. 

Als er mir kürzlich mal wieder eine E-Mail schrieb, um wieder in mein Leben eingelassen zu werden, habe ich mit voller Überzeugung "Nein, das will ich nicht!" gesagt.   Und gleichzeitig habe ich aber gefühlt, dass er auf der Ebene des Geistes ein vollkommenes und unschuldiges Wesen ist .... genau wie ich auch.  Das war auch ein Wunder. Smile
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste