Der Ruf, Teil zwei
#1
Dahin will ich kommen
wo es leichter ist zu sagen ich liebe statt ich hasse.

Solange wie ich daran festhalte die Macht im Hass und die Schwäche in der Liebe zu sehn, kann ich dem Ruf SEINER Liebe nicht folgen.
Mein kleines Ich glaubt durch Angriff stark zu sein. Meine Kleinheit verlangt nach Grösse durch Zerstörung.
Ich erhöhe mich indem ich dich klein mache.
Ich habe die Welt gemacht um die Liebe zuzudecken.
Und dass sie hier nicht zu finden ist, beweise ich mir täglich neu.

Wenn Doris  leidet, leidet sie an ihrer Vorstellung, es könnte besser laufen, als so wie es läuft.
Und es läuft eben nicht gut, weil sie Fehler gemacht hat in der Vergangenheit und  die Rechnung dafür muss jetzt bezahlt werden. Die Schuld will beglichen sein.
So funktioniert die leidige Sache mit der Angst vor Strafe, womit der Egogeist die Doris hier festnagelt und gefangen hält, im Weltentraum.
Und das klappt solange, wie sie an  Ursachen in der Vergangenheit und deren Wirkung in der Zukunft glaubt.
So wird die Zeit gestrickt.
In der Zeit erlebt Doris- Schattenfigur selbstgemachte, sensationelle Geschichten, die sie gerne weitererzählt, zum Besten gibt, sich damit wichtig macht und für die sie Verbündete sucht die ihr Elend als gefühltes Opfer bestätigen oder sie in ihrer Grandiosität feiern und natürlich auch den  Angriff als Täterin mitgutheissen, weil er gerecht sein muss, aus ihrer Sicht.
Und ja, auch sie lässt sich gerne verführen, Verbündete zu sein, eine eigene Mein-ung zu haben, bei 'fremden' Geschichten.
Doris denkt, sie sei ein von den Umständen geprägtes und geplagtes Individuum und bestätigt sich laufend selbst die Schönheit oder Schlechtigkeit dieser Welt.
Und dadurch verleiht sie ihr Wirklichkeit.
Einer ganzen wahn-sinnigen Welt.

Wenn Doris genug gelitten hat, wenn sie sich oft genug selbst ans Kreuz genagelt hat, wenn sie sieht, dass sie den ganzen Verlauf ihrer scheinbaren Schicksalsgeschichte  - alles - sich selber antut -  bittet sie darum, es möge einen anderen Weg geben.

Einen der sie dahin führt, wo es leichter ist mit SEINER Hilfe zu sagen, ich liebe, anstatt ich hasse.
Dies ist der Weg der Vergebung
im Sinne des Kurses. ❤


Text  Doris Martin
Liebe heilt alles.
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