Der Gedanke der Heilung - Teil I
#1
Der Gedanke der Heilung
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Was macht die Idee der Heilung bedeutsam?
Mit der unschätzbar wertvollen Hilfe von „Ein Kurs in Wundern“ habe ich gelernt, dass ich die Welt nur träume und dass ich nicht eine Figur in diesem Traum bin, sondern eben dieser Träumer.
Schon allein dieser Gedanke bricht jeder Schuld die Spitze. Mich wirklich darauf einzulassen, hat meinen Geist weit werden lassen und meinen Blick auf die Welt und vor allem auf dich, meinen Bruder, vollkommen verändert. In diesem Gedanken liegt unsere Versöhnung, unsere wahre Begegnung: Wir sind eins als dieser Träumer und es ist deutlich zu spüren, dass ein Erwachen in die Erkenntnis, also ein Eintauchen in den Geisteszustand der Selbst-Verständlichkeit unseres Einsseins, möglich ist. Meine Ziele haben sich drastisch geändert. Ich agiere nicht mehr blind und selbstgerecht meine Lebensträume aus als die Traumfigur, für die ich mich fraglos und unbewusst träumend hielt. Eigentlich habe ich nur noch ein Ziel: In dem „neuen“ Geist zu sein, also in Frieden, in Konfliktlosigkeit und vor allem: in Liebe.
Das ist schon so viel! Was für eine Perspektive, was für ein Lebenssinn, den ich auch in „weltlichen“ Krisen immer leichter aufrechterhalten kann: Es ist alles mein Traum, und Erwachen ist möglich.
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Aber hoppla! Es ist ein Ziel, eine Perspektive, ein „es ist möglich“? Dann ist es also nicht .... vollbracht?
Offensichtlich erlebe ich mich ja noch als Körper in der Welt, agiere darin, treffe Entscheidungen, bewerte dich immer noch in tausend Facetten, denke, spreche, schreibe, schlafe, wache wieder auf, muss mich wieder ausrichten auf das neue Ziel, brauche Geld, muss essen ...... und vor allem: ich leide noch! Selbst wenn du jetzt sagst: das gilt nicht für mich, ich leide nicht, mir geht es gut!, dann siehst du wie ich noch das Leid, sonst wärst du nicht mehr hier! Und auch für dich selbst gilt sicherlich, dass du nicht ausschließen kannst, dass du Leid erfahren wirst. Für mich jedenfalls gilt: Ich leide noch Schmerz, Kummer, Angst, Sorge, ich leide unter Konflikten, unter dem Leid anderer leide ich auch und bei aller guter Erfahrung, die ich auf diesem Gebiet bereits habe: ich leide immer noch unter unserer Sterblichkeit, unter dem Vergehen, dem Versiegen, der Vernichtung. Und ich leide unter Gewalt. Und und und …
Alles nur mein Traum, das bleibt wahr und da ist immer noch die Perspektive und da ist immer noch der weit gewordene Raum, der sich mit der Annahme dieser Tatsache geöffnet hat. Aber wieso bin ich noch hier und erfahre immer noch Leid?
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Zunächst einmal: Es ist einfach so: Ich bin noch hier im Traum, in der Illusion. Ich bewege mich in der Welt, daran gibt es nichts zu rütteln. Meine Einsicht, der Träumer zu sein, führt mich aber schließlich zu einer weitergehenden Akzeptanz: Mein eigentliches SELBST, das vollkommen in der Wachheit aufgegangen ist mit dir zusammen als meinem Bruder, ist DA, ist immer hier und in diesem Moment als Wahrheit das einzige, was IST, aber ich muss mich dennoch auf ES zubewegen, ganz offensichtlich halte ich die Dissoziation von diesem SELBST noch aufrecht.
Vielleicht kann man sagen: An diesem Punkt war zu Zeiten, als ich noch als blinde Traumfigur hier agiert habe, die Quelle der Angst und ist es auch jetzt noch, aber das verführt mich nicht mehr zur reflexhaften Flucht oder zum ebenso reflexhaften Angriff auf irgendetwas Äußeres, was mir scheinbar diese Angst „macht“, sondern ich kann innehalten:
Ich treffe hier im alten Denken die ENTSCHEIDUNG für die Angst als Basis meiner „Identität in der Welt“: so agieren wir Traumfiguren hier, das ist unser „Motiv“.
Und hier kann ich während dieses Innehaltens eine neue Entscheidung treffen: Ich kann Ja sagen zu diesem „Zugehen“ auf mein SELBST, das immer in Frieden DA und die einzige Wirklichkeit ist. Der HEILIGE GEIST.
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TEil II
In allem Sein Gedanke
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#2
Teil II

Und so begegne ich dir als meinem „Noch-Gegenüber“: Ich leugne nicht meine begrenzte Wahrnehmung von dir, aber ich reagiere auf dich nicht auf der Basis ihrer Begrenzung, sondern ich stelle sie diesem DA-SEIN zur Verfügung: Heile DU uns in EINS!
Da taucht der Gedanke der Heilung auf: Wir beide sind noch heilungsbedürftig, sonst wären wir nicht mehr hier, sonst würden wir nicht „Wir beide“ denken. Unser SELBST sieht uns bereits anders, und DA hinein kann ich all meine Wahrnehmung geben: in blindem Vertrauen, das seine Kraft bezieht aus den guten Erfahrungen, die ich mit diesem blinden Schritt gemacht habe: „Ich weiß nicht, was dies hier bedeutet“ hat schon immer zur HILFE geführt.
*
Heilen ist Ausdehnen des „lichten Raumes“, in dem ich mir dir in Frieden bin. Du bringst alles zu mir, was mir zugedacht ist, meine Funktion hier erfüllen zu können. Ohne dich käme ich über die Einsicht, ein Träumer zu sein, nie hinaus: denn „Du“ bist das große Rätsel, das ich selbst erfunden habe und das ich ohne deine Hilfe niemals lösen könnte. Heilung ist Vergebung dieser innersten Schuld: dich von mir getrennt zu haben und damit UNS von GOTT.
*
Meine Füße, mein Hände, meine Zunge, mein Denken und Fühlen geb ich DIR, unserem gemeinsamen HEILIGEN GEIST, damit DU uns beide zum EINSSEIN hin führst. Und ich nehme die Wunder an, die uns den Weg zeigen.
In allem Sein Gedanke
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#3
(26.01.2021, 11:05)Michael* schrieb: Teil II

Und so begegne ich dir als meinem „Noch-Gegenüber“: Ich leugne nicht meine begrenzte Wahrnehmung von dir, aber ich reagiere auf dich nicht auf der Basis ihrer Begrenzung, sondern ich stelle sie diesem DA-SEIN zur Verfügung: Heile DU uns in EINS!
Da taucht der Gedanke der Heilung auf: Wir beide sind noch heilungsbedürftig, sonst wären wir nicht mehr hier, sonst würden wir nicht „Wir beide“ denken. Unser SELBST sieht uns bereits anders, und DA hinein kann ich all meine Wahrnehmung geben: in blindem Vertrauen, das seine Kraft bezieht aus den guten Erfahrungen, die ich mit diesem blinden Schritt gemacht habe: „Ich weiß nicht, was dies hier bedeutet“ hat schon immer zur HILFE geführt.
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Heilen ist Ausdehnen des „lichten Raumes“, in dem ich mir dir in Frieden bin. Du bringst alles zu mir, was mir zugedacht ist, meine Funktion hier erfüllen zu können. Ohne dich käme ich über die Einsicht, ein Träumer zu sein, nie hinaus: denn „Du“ bist das große Rätsel, das ich selbst erfunden habe und das ich ohne deine Hilfe niemals lösen könnte. Heilung ist Vergebung dieser innersten Schuld: dich von mir getrennt zu haben und damit UNS von GOTT.
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Meine Füße, mein Hände, meine Zunge, mein Denken und Fühlen geb ich DIR, unserem gemeinsamen HEILIGEN GEIST, damit DU uns beide zum EINSSEIN hin führst. Und ich nehme die Wunder an, die uns den Weg zeigen.

Wowowow....!
Alles gesagt - alles gehört - alles in mir geht in freudigschwingende Resonanz mit dir - mein lieber heiliger Bruder.
Danke lieber Michael, wunderschön! 
So viele Herzen gibts gar nicht, die ich hier drunter setzten könnte. 😊❤
Liebe heilt alles.
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