Einfach
#1
Es ist einfach geworden, einfach die zu sein, die ich geworden bin.
Als hätt ich je eine andere sein können.

Ich bin immer noch die Aufbegehrende, die Starrköpfige, die Trauernde sowie ich immer noch die Glückliche, die Sanfte, die ruhig Liebende bin.
Es bedeutet heut' nichts mehr, ich halte mich nicht mehr auf, weder am Zorn noch am Frohsinn.
Da ist Gleichmut in meinem einfachen so sein .
Die Aufregung über das aufgeregt sein, ist hinfällig geworden, ist abgefallen, federleicht.
Es ist einerlei zu lachen oder aufzustöhnen.
Alles hat seine Zeit, seinen Ort, seinen eigenen Namen, Klang, die eigene Farbe und Form. Beim sanften darüberschauen mit den Augen  des Bruderkindes, verwebt sich alles ineinander, einend.

Der Geschmack der tausend Dinge darf täglich gekostet sein. Das Leben will gelebt werden. In Einfachheit und Freude darüber, es an mir vorbeiziehen lassen zu dürfen.
Derweil ich unbewegt im Frieden bleib', willkommen heissend alles und jeden.
Ich erlaube mir dafür zu sein oder dagegen, abzuwehren oder steh'n zu lassen, es gibt kein Gesetz von Falsch oder Gut, nur in meinem Denken. 
Tun ohne zu machen.
Ich vergebe mir meinen selbstgemachten Gott sowie allen von mir Heiliggesprochenen. 
Ich vergebe mir selbst, vergebe mir alle Gedanken, die ich über mich und dich geglaubt habe und geh an ihnen vorbei, segnend und frei.

Aus den Augen leuchten Wunder!
Liebe heilt alles.
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#2
Liebe Doris,
immer wieder aufs neue staune ich über deine wundervollen Beiträge -- danke dir.  Herz

Meistens lösen sie jedoch bei mir eine tiefe Traurigkeit aus, denn das, was du schreibst, scheint so weit von mir entfernt, so unerreichbar -- es verbleibt nur eine tiefe Sehnsucht, die oftmals an Verzweiflung grenzt. Ich frage mich, wie kann denn dieses Licht, diese Liebe durch den schweren, schwarzen, scheinbar undurchdringbaren Vorhang dringen, der mich stets wie eingemauert umgibt. Man nennt das eben "refraktäre Depression", die mich schon einer Lebtag verfolgt. Gewiss, in weiter Ferne gab es ab und zu Momente, wo es scheinen wollte, als ob das Licht durchgedrungen sei und ich mich in einen sanften Frieden eingehüllt spürte. In solchen Momenten verstehe ich, wovon du schreibst. Und dann ist alles wieder weg; alles ist wieder zappenduster; die Lähmung ist wieder da; all das Schöne fühlt sich wie Hohn an.....

Keine Antwort nötig; hatte bloss das Befürfnis, dies mitzuteilen. Bin so weit weg vom Kurs (und dies nach all den Jahren!), auch er macht für mich in diesen dunklen Zeit keinen Sinn mehr.
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"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#3
(27.07.2021, 15:01)Inge schrieb: -- es verbleibt nur eine tiefe Sehnsucht, die oftmals an Verzweiflung grenzt. Ich frage mich, wie kann denn dieses Licht, diese Liebe durch den schweren, schwarzen, scheinbar undurchdringbaren Vorhang dringen, der mich stets wie eingemauert umgibt.

Ach, liebe Inge, ich hab von dir schon so viel Licht abbekommen in all den Jahren! Aber ich weiß natürlich, von was du sprichst. Es ist ja oft so, dass man das Helle, Heilsame, Schöne im anderen sieht und in sich selbst nicht. "Dass man nicht glauben kann, dass man einer beständigen liebevollen Zuwendung würdig ist" bezeichnet der Kurs als ein großes Problem von uns, das ich auch für mich als solches kenne. Da ist so ein schwerwiegender Zweifel, der den "Vorhang" so "undurchdringlich" aussehen lässt.
Ich kann mich nur wiederholen: Da ist schon so viel Licht durchgekommen, Inge! ALs ich deine Fotos auf Instagram gesehen habe, hat mich schier der Schlag getroffen. 
Unser spezieller Kurs kommt dir jetzt vielleicht ein bisschen weit weg vor, aber um den gehts ja nicht. Es geht um den Vorhang und dass er das Licht nicht wirklich zurückhalten kann.
Halte es einfach weiter für möglich. Nicht aufgeben! Die LIEBE ist JETZT für uns da, und nicht damals und nicht morgen. Jetzt.
Ich freu mich jedenfalls immer, wenn du auftauchst!

Liebe Grüße, Michael
In allem Sein Gedanke
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#4
Danke dir, lieber Michael.  Herz
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"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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