Kapitel 1.I
#71
Danke für all die Antworten. Sie bewegen mich und sie arbeiten in mir. Als "Neuling" hier, wage ich mich doch für meine Verhältnisse schon sehr weit vor. Ich habe auch noch keine großen Erfahrungen, was das Schreiben in einem Forum betrifft. Ich mache noch eine Menge Fehler.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich getraut habe, hier weiterzuschreiben, auch wenn ich direkte Antworten an 667 schuldig bleiben muß.

Ich habe heute hier sehr viel über mich gelernt. Und ihr habt daran Anteil. Danke.

Herz Anne.
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#72
(24.02.2011, 23:24)Anne schrieb: Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich getraut habe, hier weiterzuschreiben, auch wenn ich direkte Antworten an 667 schuldig bleiben muß.


Herz Anne.

ich auch Herz gottfried
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#73
14. Wunder zeugen für die Wahrheit. Sie sind überzeugend, weil sie aus Überzeugung entstehen. Ohne Überzeugung verkommen sie zu Magie, die geistlos und daher zerstörerisch oder, besser gesagt, die unschöpferische Verwendung des Geistes ist.

Mit der zweiten Hälfte des Grundsatzes kann ich etwas anfangen. Ich stelle mir darunter etwas Manipulatives vor, Suggestion zum Beispiel, die eine starke Wirkung haben und wie ein Wunder aussehen kann, aber keines ist. Aber was ist mit „Überzeugung“ im zweiten Satz gemeint? Meine erste Assoziation dazu ist so etwas wie „Glaube versetzt Berge“, aber damit käme man in die Nähe von bewusst ausgewählten Wundern. Oder ist eine allgemeine, nicht zielgerichtete Wunderbereitschaft gemeint?

36. Wunder sind Beispiele richtigen Denkens und richten deine Wahrnehmungen auf die Wahrheit aus, wie GOTT sie schuf.

37. Ein Wunder ist eine Berichtigung, die durch mich ins falsche Denken eingeführt wird. Es wirkt als Katalysator, indem es die irrige Wahrnehmung auflöst und sie richtig reorganisiert……


Ein Wunder ist also eine Berichtigung und gleichzeitig das Ergebnis der Berichtigung??? (Wobei das Ergebnis in der Aufzählung vorher kommt...ich kann mich noch gut erinnern, wie ich beim erstmaligen Lesen der 50 Grundsätze daran verzweifelt bin, dass sich so gar keine Spur von einer Systematik darin finden läßt...)

Herz Elisabeth
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#74
Die Wundergrundsätze werden im Laufe des Textbuches eröffnet und der Sinn erschließt sich so nach und nach im Lesen und bei den Lektionen.
Mir ging es ähnlich wie dir, wo ich dachte: muss ich das jetzt verstehen?
Zu deinem Beitrag fällt mir sofort der Satz ein: "Mein Geist birgt nur, was ich MIT GOTT denke".
Das heißt, wenn ich "Gedanken" Gottes denke, (nimm eine Lektion als Beispiel), dann wirkt der, auch wenn ich erst mal nicht dran glaube.
Klingt jetzt paradox, doch anders kann ich es nicht erklären.
Johannes und Gregor erläutern dies meist so: wir glauben (fixieren) den Geist unentwegt ans Ego(Denksystem).
Tja, und da haben wir dann den Salat (scheinbar).
Mit den Kurslektionen ergibt sich eine klitzekleine Brücke zur Wirklichkeit.
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#75
(17.06.2011, 23:05)Elisabeth schrieb: 14. Wunder zeugen für die Wahrheit. Sie sind überzeugend, weil sie aus Überzeugung entstehen. Ohne Überzeugung verkommen sie zu Magie, die geistlos und daher zerstörerisch oder, besser gesagt, die unschöpferische Verwendung des Geistes ist.

Mit der zweiten Hälfte des Grundsatzes kann ich etwas anfangen. Ich stelle mir darunter etwas Manipulatives vor, Suggestion zum Beispiel, die eine starke Wirkung haben und wie ein Wunder aussehen kann, aber keines ist. Aber was ist mit „Überzeugung“ im zweiten Satz gemeint? Meine erste Assoziation dazu ist so etwas wie „Glaube versetzt Berge“, aber damit käme man in die Nähe von bewusst ausgewählten Wundern. Oder ist eine allgemeine, nicht zielgerichtete Wunderbereitschaft gemeint?

Ohne Überzeugung werden Wunder zu "herkömmlichen" Wundern, nämlich besonderen "übersinnlichen" Ereignissen, die der "Wunderwirkende" auf seine Fähigkeiten bezieht. Mit Überzeugung sind Wunder "normal" bzw. natürlich und werden als Änderungen im Geiste erfahren, die dich "mit deinem Bruder vereinen".

(17.06.2011, 23:05)Elisabeth schrieb: Ein Wunder ist also eine Berichtigung und gleichzeitig das Ergebnis der Berichtigung???

Das Wunder ist das Mittel, um Geistesänderungen zu bewirken und gleichzeitig das Ergebnis der Vergebung.

Herz Gregor
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#76
Ein Kurs in Wundern handelt - welche Überraschung - von Wundern: Korrekturen im Geiste, die zu Änderungen in der Wahrnehmung führen. Sie entstehen als Fürbitten bzw. Ausdruck der Wundergesinntheit (Rechtgesinntheit) und sind Lerneinrichtungen des Heiligen Geistes bzw. der UNIVERSALEN INSPIRATION. Wundergesinntheit ist die Motivation und damit die Entscheidung, die Trennung dadurch zu heilen, dass man sie loslässt.

Hier betrachte ich den Grundsatz 50 und seine Folgerungen für die praktische Anwendung:

Das Wunder vergleicht, was du gemacht hast, mit der Schöpfung, wobei es als wahr akzeptiert, was mit ihr in Einklang steht, und das als falsch zurückweist, was nicht mit ihr in Einklang steht.

Hier ist das Instrument, um das Wahre vom Falschen, das Wirkliche von der Illusion zu unterscheiden. Dieses Aussortieren ist der Kern der Lernphasen des Kurses. Die Phasen führen vom "aktiven" zum "passiven" Aussortieren (H-4.I.A). Dabei bietet das Wunder den "wahren Test des Gültigkeit", indem es meine Überzeugungen mit der Realität, der Wirklichkeit, der höheren Ebene der Schöpfung, vergleicht.

Beim Aussortieren des Falschen vom Wahren geht das Wunder nach diesen Richtlinien vor:

Vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.
Wenn Furcht existiert,
dann ist keine vollkommene Liebe da.


Aber:

Nur die vollkommene Liebe existiert.
Wenn Furcht da ist,
erzeugt sie einen Zustand, der nicht existiert.


Glaube das, und du wirst frei sein. Nur GOTT kann diese Lösung einsetzen, und dieser Glaube ist SEINE Gabe. T-1.VI.5


Die erste Richtlinie kennt man auch aus der Bibel:

Zitat:Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht. 1. Johannes 4:18

Die zweite Richtlinie ist Ausdruck der nicht-dualen Ausrichtung des Kurses.

Geht es hier tatsächlich um Glaube? Wir müssen also tatsächlich an etwas glauben, um den Kurs zu lernen? Mir wäre das neu, da ich die Aussagen des Kurses nie als Glaubenssätze betrachtet habe. Und in der Tat - es geht nicht darum, an den Kurs und seine Aussagen glauben zu müssen.

Auch in diesem Zusammenhang (Taten oder Glauben) gibt es einen einschlägigen Bibelspruch, der vor nicht allzu langer Zeit zu einer Übereinkunft zwischen evangelischer und katholischer Theologie führte:

Zitat:Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Epheser 2:8

Dazu eine wichtige Klarstellung: Glaube ist das Geschenk Gottes, das hat nichts mit eigenen Glaubensanstrengungen oder gar Glauben-Müssen zu tun. Die Aussage: „Man muss eben daran glauben“ ist keinesfalls im Sinne des Kurses. Aber anstatt hilflos auf SEIN Geschenk zu warten, oder zu warten, dieses Geschenk zu empfangen (oder auch nicht), müssen wir aktiv zu unserer Bereitschaft beitragen, es zu empfangen, indem wir das Wahre vom Falschen unterscheiden (lassen). Denn das Wunder, wie oben beschrieben, setzt die Bereitschaft zum "wahren Test des Gültigkeit" (s.o.) voraus:

In dem Ausmass, in dem du Willens bist, deine Überzeugungen dieser Prüfung [Anm von mir: "Der wahre Test der Gültigkeit"] zu unterziehen, werden deine  Wahrnehmungen berichtigt. T-1.VI.5

Das Wunder setzt also die Bereitschaft voraus, die Leugnung der Angst aufzugeben, die aus diesen zwei Ebenen von Fehlern stammt:

1. Die Wahrheit kann verleugnet werden.
2. Die Abwesenheit der Wahrheit kann durchaus wirklich sein.

Dies ist eine Ausformulierung der winzig kleinen Wahnidee (T-27.VIII.6), die die Illusion der Trennung begründet.

Der erste Fehler bezieht sich auf die Verleugnung der Wahrheit der Liebe, die überhaupt erst die Angst erzeugt. Der zweite Fehler liegt dort, wo die eigentliche Verleugnung dieser Angst eintritt. Sobald wir die ultimative Wahrheit leugnen und so Angst erzeugen (erster Fehler), leugnen wir dann, dass wir überhaupt Angst empfinden (zweiter Fehler). Die Angst wird beschränkt auf „besondere Situationen“, nicht als zwangsläufige Folge der Leugnung der Wahrheit gesehen. Das gibt uns die Illusion, uns ruhig und sicher zu fühlen, anstatt durch Angst beeinträchtigt zu werden. Es lässt also unsere ursprüngliche Leugnung der Wahrheit tatsächlich "wirklich" erscheinen. Der zweite Fehler schützt quasi den ersten.

Das Erkennen (Empfinden) der Angst korrigiert nur den zweiten Fehler. Wundergesinntheit korrigiert den ersten, und damit das Ergebnis der fehlerhaften Identifikation mit einem völlig illusorischen Selbstkonzept (T-31.V.). Solange deine Identifikation entweder schwankt oder schwach ist, kannst du das Geschenk, das dir gehört, nicht akzeptieren. Du schwankst entweder zwischen dem Erkennen und Wegwerfen des Geschenks oder du betrachtest dich selbst als zu schwach, um es anzunehmen.

Nachdem du den Kurs absolviert hast, wirst du ihn akzeptieren und behalten und verwenden. Das ist die Abschlussprüfung, die du ohne Probleme bestehen kannst.

Herz Gregor
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#77
Ich habe nun Gregors letzten Beitrag mehrmals gelesen seit vorgestern.

Es fühlt sich so an, als hätte ich mit dem zweiten Abschnitt, in dem es um die "Verleugnung der Angst" geht, einige Verständnisschwierigkeiten.

Gleichzeitig formuliert sich keine konkrete Frage; dafür aber eben dieser Umstand in diesen Zeilen.

Ich vermute, dass ich diesen Beitrag nicht zum letzten Mal gelesen haben werde.

Mal sehen, ob sich fragetechnisch doch noch etwas ergeben wird.

Vielen Dank, Gregor für diesen destotrotz erhellenden Beitrag.

Herz  toni
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#78
Ich hab das jetzt auch schon ein paar mal gelesen. Beim ersten Mal bin ich auch über die "Leugnung der Angst aufgeben" gestolpert. Lustigerweise wurde mir dann gleich beispielhaft gezeigt, wie das mit der Leugnung der Angst so ist. Und zwar durch jemanden der davon überzeugt ist, daß er vor gar nichts Angst hat und sich über nichts und niemanden ärgert.  Big Grin  


Das Erkennen der Angst korrigiert nur den zweiten Fehler, schreibst du Gregor. Also das anschauen, was da tatsächlich an Angst und Groll usw. in meinem Geist ist. 
Der zweite Schritt, das wundergesinnt sein, benötigt aber m.E. dann doch Glauben. Wenn ich nicht glaube, daß etwas viel besseres hinter der Angst auf mich wartet, wie soll ich dann jemals den Mut fassen sie anzuschauen?
Herz 
Susanne
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#79
(21.10.2018, 14:02)Gregor schrieb: 2. Die Abwesenheit der Wahrheit kann durchaus wirklich sein.

Die WAHRHEIT ist niemals abwesend, wir können sie in unserer falschen Identifikation nur nicht mehr oder noch nicht wieder sehen. Die Auswirkungen dieser "Behinderung" erscheinen uns als wirklich. Daraus besteht unser Leiden.

Herz
Antworten
#80
(26.10.2018, 07:01)Lina schrieb:
(21.10.2018, 14:02)Gregor schrieb: 2. Die Abwesenheit der Wahrheit kann durchaus wirklich sein.

Die WAHRHEIT ist niemals abwesend, wir können sie in unserer falschen Identifikation nur nicht mehr oder noch nicht wieder sehen. Die Auswirkungen dieser "Behinderung" erscheinen uns als wirklich. Daraus besteht unser Leiden.

Herz

Glaube das, und du wirst frei sein


Bist du frei? Hast du SEIN Geschenk angenommen? Oder ist der einzige Wert des Spruchs der Unterhaltungswert?

Herz Gregor
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