Lektion 023 (23. Januar)
#1
Die Lektion ist eine kurze und prägnante Zusammenfassung des Kurses. In dieser Lektion ist alles enthalten, was den Weg von Ein Kurs in Wundern beschreibt, einschließlich der Praxis. Die Lektion beantwortet die Frage nach dem Warum und die Frage nach dem Wie.

Gestern habe ich gelernt, dass ich nur Formen von Rache in der Welt sehe. Und heute wird mir gesagt, dass dies meine eigenen Angriffsgedanken sind, die die Formen von Rache bilden. Dabei geht es nicht nur um "meinen" Angriff, sondern auch um um den Angriff "anderer" auf mich. Beide Arten von Angriff sind identisch, es gibt keine Trennung zwischen Täter und Opfer.

In dieser Lektion wird klar gesagt, was Ursache und Wirkung ist. Die Welt ist eine Wirkung, Ursache sind die Angriffsgedanken, die ich habe. Das führt zu einer wesentlichen Folgerung: es ist sinnlos, die Welt verbessern zu wollen, es ist vielmehr sinnvoll, meine Gedanken über die Welt ersetzen zu lassen! Das ist nicht nur sinnvoll, es ist das einzige, was gelingen wird!

Die Welt zu verbessern ist, als wenn ich die kleine Lampe auswechsle, die im Auto leuchtet, wenn der Ölstand zu niedrig ist. Die Lampe ist keine Ursache. Oder, wie Marianne Williamson mal sagte, den Untergang der Titanic zu verhindern, indem ich die Deckstühle neu anordne.

Die in dieser Lektion vorgestellte grundsätzliche Kurspraxis besteht aus drei Schritten:

  1. Erkenne die Ursache (die eigenen Angriffsgedanken)
  2. Stelle fest, dass du sie nicht willst
  3. damit sie ersetzt werden kann.

Entscheidend am dritten Schritt ist, dass es nicht meine Aufgabe ist! Nicht ich soll andere Gedanken denken, sondern nur die ersten zwei Schritte tun, um den dritten zu ermöglichen! Denn die Gedanken, die meine Gedanken ersetzen werden, sind bereits da. Es sind meine wahren Gedanken, die ich mit GOTT teile, und die sich daher bereits in meinem Geist befinden. Sie werden verschleiert durch meine Gedanken, wie bereits bei vorherigen Lektionen gesagt wurde.

Heute will ich einen wichtigen Schritt tun, um die Ursache für die Welt, die ich nicht will, zu erkennen.
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#2
Endweder habe ich es nie richtig Gelesen oder ich hab es Vergessen.Ich soll ja Die Gedanken ersetzen lassen und nicht selbst nach besseren suchen.
Ich bin froh dass ich es hier noch mall Lesen konnte.
Liebe Grüsse luise
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#3
So langsam kommen mir Zweifel an meiner bisherigen Sicht.
Dadurch, dass ich immer nur die negativen Bilder, die mir die Welt zeigt zu vergeben suche, will es mir scheinen, dass ich im Spiel von gut und böse verhaftet bleibe. Ein bisschen so wie: ist meine Welt in Ordnung, habe ich richtig gedacht. Ich kann sehen, dass das unlogisch ist, aber hänge da immer noch sehr dran, obwohl ich auch sehe, dass ich "mene" Welt offensichtlich nicht in Ordnung bringe. So bleibe ich in Schuldzuweisungen mir gegenüber hängen, dass ich es nicht richtig mache. Also doch eher so im brennenden Haus die Möbel umstellen.

Dieses Innehalten, diesen 3. Schritt zulassen und nicht weiterhin selber das Zepter in der Hand halten, fällt mir unglaublich schwer.

Herz
Susanne
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr.“ Augustinus
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#4
(09.02.2016, 10:07)Siboa schrieb: So bleibe ich in Schuldzuweisungen mir gegenüber hängen, dass ich es nicht richtig mache.

Das ist Schritt 1. Denn es sind Angriffsgedanken - gegen dich selbst.

Was hältst du jetzt von Schritt 2? Nicht oberflächlich ("Natürlich will ich meine Schuldgefühle nicht!"), sondern ernsthaft. Das kann in harte Arbeit ausarten. Denn die Frage ist: "Wenn du diese Schuldgefühle/Angriffsgedanken tatsächlich nicht willst - warum behältst du sie dann so lange?"

Herz Gregor
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#5
(09.02.2016, 23:22)Gregor schrieb:
(09.02.2016, 10:07)Siboa schrieb: So bleibe ich in Schuldzuweisungen mir gegenüber hängen, dass ich es nicht richtig mache.

Das ist Schritt 1. Denn es sind Angriffsgedanken - gegen dich selbst.

Was hältst du jetzt von Schritt 2? Nicht oberflächlich ("Natürlich will ich meine Schuldgefühle nicht!"), sondern ernsthaft. Das kann in harte Arbeit ausarten. Denn die Frage ist: "Wenn du diese Schuldgefühle/Angriffsgedanken tatsächlich nicht willst - warum behältst du sie dann so lange?"

Herz Gregor

Was meinst du mit harter Arbeit?

Herz
Susanne
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr.“ Augustinus
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#6
(09.02.2016, 23:22)Gregor schrieb:
(09.02.2016, 10:07)Siboa schrieb: So bleibe ich in Schuldzuweisungen mir gegenüber hängen, dass ich es nicht richtig mache.

Das ist Schritt 1. Denn es sind Angriffsgedanken - gegen dich selbst.

Was hältst du jetzt von Schritt 2? Nicht oberflächlich ("Natürlich will ich meine Schuldgefühle nicht!"), sondern ernsthaft. Das kann in harte Arbeit ausarten. Denn die Frage ist: "Wenn du diese Schuldgefühle/Angriffsgedanken tatsächlich nicht willst - warum behältst du sie dann so lange?"

Herz Gregor

DANKE ♥

(Wenn das mal kein Satsang ist, Gregor ;-) Danke dir sehr)

(10.02.2016, 16:59)Siboa schrieb:
(09.02.2016, 23:22)Gregor schrieb:
(09.02.2016, 10:07)Siboa schrieb: So bleibe ich in Schuldzuweisungen mir gegenüber hängen, dass ich es nicht richtig mache.

Das ist Schritt 1. Denn es sind Angriffsgedanken - gegen dich selbst.

Was hältst du jetzt von Schritt 2? Nicht oberflächlich ("Natürlich will ich meine Schuldgefühle nicht!"), sondern ernsthaft. Das kann in harte Arbeit ausarten. Denn die Frage ist: "Wenn du diese Schuldgefühle/Angriffsgedanken tatsächlich nicht willst - warum behältst du sie dann so lange?"

Herz Gregor

Was meinst du mit harter Arbeit?

Herz
Susanne

Danke für diese Frage.
Mit dieser fängt die "harte Arbeit" schon an.
Der Kurs ist einfacher, Susanne. Willst du sie noch weiter behalten? Da ist gar keine Frage! Sondern ein erleichtertes Aufatmen und Dankbarkeit: DANKE, dass DU sie mir abnimmst.
Außer, ich will doch "hart arbeiten".
Was ich für mein Teil ab und zu noch will (Stichwort: Holzautobahn raufrumpeln...) und wenn ich aus dem Rausch dann aufwache, weil "deine Leidensfähigkeit mag groß sein, doch ist sie nicht unendlich" bin ich froh und frage auch nicht: musste das sein? Mei, ja, es musste wohl sein, sonst wärs ja nicht gewesen ;-)
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#7
(10.02.2016, 16:59)Siboa schrieb: Was meinst du mit harter Arbeit?

Diese "harte Arbeit" ist letztlich ein Paradoxon. Wenn man dazu u.a. Lektion 44 liest und dabei auf Aussagen stößt wie:

Die Form der Übung, die wir heute anwenden wollen, ist für den geschulten Geist die natürlichste und einfachste der Welt, ebenso wie sie für den ungeschulten Geist die unnatürlichste und schwierigste zu sein scheint.

Die Übung ist tatsächlich sehr einfach, aber zentral in der Kurspraxis:

Versuche ..., dich in deinen Geist zu versenken und jede Art der Ablenkung und Störung loszulassen, indem du dich an ihnen vorbei ruhig weiterversenkst. ... Versuche, deine vorbeiziehenden Gedanken ohne innere Beteiligung zu beobachten, und gleite ruhig an ihnen vorbei.

Dabei tauchen Widerstände der unterschiedlichsten Art auf. Dennstrenggenommen ist das die Befreiung aus der Hölle. Doch mit den Augen des Ego wahrgenommen, ist es Identitätsverlust und ein Abstieg in die Hölle.Und das ist das Paradoxe: Hier geht es um den "natürlichen Zustand" des Geistes, aber diesen natürlichen Zustand zuzulassen, kostet harte Arbeit - insbesondere Disziplin, am Ball bleiben.

Permanentes Loslassen (Entspannen) ist harte Arbeit.

Herz Gregor
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