Lektion 305
#1
Lektion 305 - 1. November

Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht.

CHRISTI WIEDERKUNFT beendet die Lektionen, die der HEILIGE GEIST lehrt, und macht dem JÜNGSTEN GERICHT Platz, in dem das Lernen in einer letzten Zusammenfassung endet, die sich über sich hinaus ausdehnen wird und zu GOTT hinaufreicht. (Ü-II.9.3:1)

Damit du hast, gib allen alles / Damit du Frieden hast, lehre Frieden, um ihn zu lernen / Setze deine Wachsamkeit nur für GOTT und SEIN REICH ein. So sind die Lektionen überschrieben, die der HEILIGE GEIST mich lehrt (T-6.V.A/B/C; vergleiche vielleicht auch Kommentar 287 im eBook). Wenn ich sie gelernt habe, ist der Weg frei für das, was der Kurs als »JÜNGSTES GERICHT« (Ü-II.10) bezeichnet. SEIN letztes URTEIL macht wieder in mir gewahr, was ich BIN, gemeinsam mit all meinen Brüdern - wir SIND der EINE SOHN des lebendigen GOTTES.

Dieses SEIN ist meine wahre IDENTITÄT. ES weicht niemals, auch wenn es immer wieder durch die Nebelschwaden meiner falschen Identifikation überdeckt wird. Schuldgefühle, Schmerzen und auch der Tod - also letztlich die große Angst vor meiner QUELLE (vergleiche T-19.IV) - haben diese Nebel scheinbar erzeugt.

Nur wenn ich CHRISTI Schau anwende, finde ich einen Frieden, der so tief und still ist, so unstörbar und gänzlich unveränderbar, dass die Welt kein Gegenstück dafür enthält (1:1).

Mein »Frieden« hingegen hat nichts mit diesem tiefen und unzerstörbaren inneren Frieden zu tun, sondern er steht etwa auf der gleichen Stufe wie beispielsweise mein »gerechter« Zorn, der ihn daher jederzeit vertreiben kann. Der wahre innere Frieden weicht jedoch auch nicht, wenn eine Handlung von vermeintlichem äußeren Zorn begleitet wird. Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.

Es ist ein seltsames Phänomen, Zorn und SEINEN Frieden gleichzeitig wahrzunehmen und dessen gewahr zu sein. Der Zorn ist dabei wie der Nebel auf einem ruhigen See. Der Nebel verflüchtigt sich, der See aber ruht in sich.

Manchmal verzweifle ich daran, welche Anziehungskraft der Nebel immer noch hat, aber sie lässt nach, wenn ich einmal erkannt habe, dass es nichts, aber auch gar nichts, im Nebel gibt, was ich verpassen kann, weil ich es noch nicht gesehen habe. Es gibt auch nichts, was ich dort noch herausfinden oder unbedingt besser machen muss, und auch nichts, was ich unbedingt behalten will ...

Was kann so faszinierend daran sein, immer und immer wieder in die Nebelwand zu laufen und darüber zu vergessen, wie schön und friedlich der See in Wahrheit ist!


Daher will ich meine Wachsamkeit nur noch für SEINE Wahrheit einsetzen. So lehre und lerne ich SEINEN Frieden. Und gebe allen alles. Dann wird das Offensichtliche nicht mehr hinter dem Nebel verschwinden.

So will ich nun still sein und auf IHN warten.


Anmerkung: Ein großer Teil dieses Kommentars (zumindest aber der dunkelblau markierte Abschnitt) »entspringt« Forumsbeiträgen von Gregor (so zum Beispiel diesem). Und auch der Absatz davor kommt mir ziemlich "gregorianisch" vor. Sorry dafür, dass ich die »Quellenursprünge« inzwischen nicht mehr genau auseinanderklamüsern kann! Ich finde die Texte einfach nur sehr hilfreich. Herz
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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#2
Tut gut, sich zu besinnen mit Hilfe der Kurskrücke und den Kommentaren und Beiträgen hier! Danke G.D. für deine Impulse.
Weitermachen!
;)
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#3
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.
Gibt es auf dieses Phänomen irgendeinen Hinweis im Kurs?
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#4
(01.11.2015, 09:51)Lina schrieb:
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.
Gibt es auf dieses Phänomen irgendeinen Hinweis im Kurs?

Jede einzelne Seite kann mich darauf hinweisen, wenn ich möchte ...
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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#5
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Manchmal verzweifle ich daran, welche Anziehungskraft der Nebel immer noch hat, aber sie lässt nach, wenn ich einmal erkannt habe, dass es nichts, aber auch gar nichts, im Nebel gibt, was ich verpassen kann, weil ich es noch nicht gesehen habe. Es gibt auch nichts, was ich dort noch herausfinden oder unbedingt besser machen muss, und auch nichts, was ich unbedingt behalten will ...

Was kann so faszinierend daran sein, immer und immer wieder in die Nebelwand zu laufen und darüber zu vergessen, wie schön und friedlich der See in Wahrheit ist!

Wie tragisch wahr (falls man überhaupt so sagen kann) -- und gleichzeitig so sehr tröstlich!
____________________________________________________________________________
"Vergiss diese Welt, vergiss diesen Kurs, und komm mit völlig leeren Händen zu deinem Gott."
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#6
(01.11.2015, 12:02)G.D. schrieb:
(01.11.2015, 09:51)Lina schrieb:
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.
Gibt es auf dieses Phänomen irgendeinen Hinweis im Kurs?

Jede einzelne Seite kann mich darauf hinweisen, wenn ich möchte ...
Ich dachte, es gäbe vielleicht eine Textstelle.
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#7
(01.11.2015, 14:26)Lina schrieb:
(01.11.2015, 12:02)G.D. schrieb:
(01.11.2015, 09:51)Lina schrieb:
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.
Gibt es auf dieses Phänomen irgendeinen Hinweis im Kurs?

Jede einzelne Seite kann mich darauf hinweisen, wenn ich möchte ...
Ich dachte, es gäbe vielleicht eine Textstelle.
Ein interessanter Einwand.
Einfach herzugehen und zu sagen: also wenn ich grollig oder zornig bin, dann sieht ma ja an den Gefühlen, dass ich mit dem Ego unterwegs bin und wenn ich mich grad mal ruhig und friedlich fühle, dann ist das ein Beweis dafür, dass ich mit dem richtigen Lehrer unterwegs bin, halte ich - wenn man so den Kurs auf die Gefühlsebene reduziert, auf deutsch gesagt für bs und eine Verhonepiepelung des Kurses.
Das "Gewahren des inneren Friedens" hat mit meinem Gefühlshaushalt nix zu tun, auch wenn ich das jetzt nicht in Worten beschreiben kann.
Wenn ich weltlich in irgendeiner traumatischen Situation "die Ruhe selbst bin" und unauffällig handeln kann, ist es beispielsweise möglich, dass ich aus einem Schockzustand heraus handle. Oder dissoziiert bin oder oder ..... Kenn ich persönlich. Und ich hab mir fest eingebildet: ne, da ist alles in Ordnung.
Aber: nix mit "Gewahrsein des inneren Friedens". Die Hölle wird unweigerlich losbrechen, sobald dieser enorme Verdrängungsmechanismus des Egodenksystems sich etwas lockert.
Das Unbewusste nimmt den größten Raum ein (Eisberg- Vergleich). Da werden aus friedliebenden Männern Sexualmörder, aus den liebsten Ehefrauen Schwiegermutter - Töter usw. usf.
Deswegen halt ich dieses ständige hervorheben: ich brauch ja nur gucken, wie ich mich fühle für einen Quatsch. Meine Gefühle sind genauso bedeutungslos wie meine Gedanken.
Ich übertreibe jetzt extra. Weil: die andere Argumentation ist ja auch dermaßen übertrieben.
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#8
So, und wenn ich schon mal am Schreiben bin zu den Punkt mit den Gefühlen: Die Übertragung mache ich auch nicht selber, genau wie ich nicht die Wunder festsetze. Ich hab mich nur insofern bereit zu halten. Und wie halte ich mich bereit? Hier! Wo ich zu sein glaube! Bestimmt nicht, indem ich akribisch untersuche: oh, ich fühle mich scheiße, da muss ich dann wohl mit dem Ego unterwegs sein. Da krieg ich ziemlich sicher auch noch tierisch Schuldgefühle. Sondern indem ich die Gefühle, sofern es mir möglich ist, bewusst wahrnehme und auch ehrlich bin: kann ich sie IHM geben oder (noch) nicht. Fertig. mehr muss ich nicht tun. Dieses: schau ich mal, wie ich mich fühle und das ist dann DER Beweis - sorry, BS. Diese Schule hier ist kein Bliss-Theater. Da taugen die kleinen rosa Pillchen besser, muss ich nicht den Kurs für bemühen.
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#9
(01.11.2015, 14:26)Lina schrieb:
(01.11.2015, 12:02)G.D. schrieb:
(01.11.2015, 09:51)Lina schrieb:
(31.10.2015, 20:29)G.D. schrieb: Der Zorn wird zwar auf der Gefühlsebene erlebt, aber er ersetzt das Gewahren des inneren Friedens, der sich auf einer ganz anderen Ebene befindet, in keinster Weise.
Gibt es auf dieses Phänomen irgendeinen Hinweis im Kurs?

Jede einzelne Seite kann mich darauf hinweisen, wenn ich möchte ...
Ich dachte, es gäbe vielleicht eine Textstelle.

Eine Textstelle der Art, so und so läuft der Hase und so erlebst du das, kann ich nicht identifizieren. Ich kenne nur das völlig absurde Phänomen, dass die Gefühlswelt durchaus Achterbahn fahren kann, ohne dass der innere Frieden abwesend ist. Allerdings gibt/gab es Leser in diesem Forum, die vehement und mit Leidenschaft bestreiten, dass das möglich ist. Cool

An dieser Erfahrung kann ich nur eines festmachen: Als positiv, angenehm oder erstrebenswert erachtete Gefühle wie Gedanken sind kein Gewahrsein des stabilen, nie abwesenden Friedens. Und die "anderen" Gefühle können diesem Frieden nichts anhaben - falls ich ihn "sehen" will, denn ich kann ihn auch zustauben und vernebeln, kein Problem. Smile Dafür ist die gesamte Gefühls- und Gedankenpalette bestens geeignet.

Mir sagt es nur eines, und das hat MM schon zum Ausdruck gebracht: Es ist nicht zielführend, das Gefühls- und Gedankengemüse in irgendeine Weise mit dem in Beziehung zu bringen, was der Kurs als "Frieden" bezeichnet. Und zwar - ohne jede Ausnahme. In der Beziehung neige ich zu der guten alten Ansicht, dass GOTT der "ganz Andere" ist.

Herz Gregor
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#10
Heute ist mir dieser "Ken" zufällig mal wieder über den Weg gelaufen: Smile

Das Ego ist ein hundertprozentiges Denksystem - es nimmt nicht ab. Es besteht durch und durch aus Hass und Mord, und wenn Sie in Ihr Egosystem zurückfallen, stecken sie wieder in Hass und Mord. Was sich ändert, wenn Sie Fortschritte im Kurs machen - und es gibt keine objektive Weise, das zu messen -, ist die Zeit, die sie in Ihrem Ego verbringen, verglichen mit der Zeitspanne, die Sie mit dem HEILIGEN GEIST zubringen. Wenn Sie im Ego stecken, haben Sie es mit dem voll entwickelten Ego zu tun. Wenn Sie bei Jesus sind, ist nur Liebe da, weil es sonst nichts gibt. Das Einzige, was sich ändert, ist die Zeit, die Sie nach Ihrem Willen im Wahnsinn verbringen - es könnten 23 Stunden am Tag sein, und Sie könnten sie auf 22 3/4 Stunden reduzieren. Das ist natürlich scherzhaft gemeint - es handelt sich nicht wirklich um eine quantitative Angelegenheit -, doch es ist die Zeitdauer, die wir im Hass oder in der Liebe verbringen, die sich ändert.

So könnten Sie sich durch eine Menge Hass auf jemanden durchgearbeitet haben, sodass sie diesen Menschen jetzt als Ihren Weggefährten betrachten, der sich von Ihnen nicht unterscheidet. Dann bekommen Sie plötzlich Angst und fallen ins Ego zurück und brechen einen Streit vom Zaun. Was jetzt anders sein könnte, dass Sie wahrnehmen, wie Sie soeben Angst bekommen haben und Ihr augenblicklicher Zustand sich davon unterscheidet, wie es Ihnen vorher ging. Ihr Angriff ist daher vielleicht nicht von solcher Wucht oder von solcher Häufigkeit und Dauer wie früher. Doch wenn Sie im Ego stecken, sind Sie völlig im Ego und werden hasserfüllt, bösartig und gemein. Die Änderung besteht darin, dass Sie nicht mehr so stark daran glauben wie vorher. Der Elan fehlt, weil ein Teil von Ihnen weiß, dass er erfunden ist.


Aus: Die heilende Kraft der Güte, Seite 50 ff.

Hervorhebung von mir.


Tippen Edit: "... ein Teil von Ihnen weiß, dass es erfunden ist." (Aber ist ja fast das Gleiche. Zwinker )
Wunder sind natürlich. Wenn sie nicht geschehen, ist etwas fehlgegangen.

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