Mir hat das geholfen
#1
Es geht hierbei um theoretische philosophische Grundlagen, die dem interessierten Leser (in dem Fall Zuhörer), die keine humanistische Bildung haben, evtl. zu helfen, den Kurs intellektuell (besser) zu verstehen.
http://quelle-des-guten-lebens.de/Advaitaund_Plotin.mp3
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#2
(28.11.2016, 14:10)Gast MM schrieb: Es geht hierbei um theoretische philosophische Grundlagen, die dem interessierten Leser (in dem Fall Zuhörer), die keine humanistische Bildung haben, evtl. zu helfen, den Kurs intellektuell (besser) zu verstehen.

So ab der 28. Minute verstehe ich, was du meinst. Die Dame kann Nondualität ganz gut rüberbringen.

Was den Kurs definitiv von beiden Lehren unterscheidet, ist das "Verhältnis" oder der Zusammenhang zwischen dem Absoluten, dem Einen, der "Leere" oder dem "Nichts" und der Vielheit, der Welt der getrennten Dinge: GOTT ist im Kurs nicht die Ursache oder der Ausgangspunkt der Welt. Ein ganz entscheidender Punkt, auf dem der Kurs aufbaut.

Herz Gregor
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#3
(29.11.2016, 00:04)Gregor schrieb: Was den Kurs definitiv von beiden Lehren unterscheidet, ist das "Verhältnis" oder der Zusammenhang zwischen dem Absoluten, dem Einen, der "Leere" oder dem "Nichts" und der Vielheit, der Welt der getrennten Dinge: GOTT ist im Kurs nicht die Ursache oder der Ausgangspunkt der Welt. Ein ganz entscheidender Punkt, auf dem der Kurs aufbaut.

Herz Gregor

So eindeutig ist es aber nicht, was im Kurs mit dem Wort "Welt" gemeint ist.  

So steht zum Beispiel in Lektion 184:
"Denke nicht, dass du die Welt gemacht hast. Illusionen, schon! Was aber wahr ist auf Erden und im Himmel ist jenseits deiner Namensgebung."

Im Kurs steht auch drin, dass Gott das Universum erschaffen hat. Er hat nicht nur das Universum erschaffen, sondern Er ist das Universum.  Und da Gott Liebe ist, muss also das Universum in Wirklichkeit Liebe sein. Und wir sind natürlich nicht aus dem Universum rausgefallen, nur weil wir mit unseren 5 körperlichen Sinnen eine Art Halluzination wahrnehmen.

Im 11. Kapitel im Text, I. Abschnitt, steht Folgendes:
"Kannst du dich selbst vom Universum ausschießen oder von Gott, der das Universum selber ist?"
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#4
(29.11.2016, 10:47)Marie schrieb:
(29.11.2016, 00:04)Gregor schrieb: Was den Kurs definitiv von beiden Lehren unterscheidet, ist das "Verhältnis" oder der Zusammenhang zwischen dem Absoluten, dem Einen, der "Leere" oder dem "Nichts" und der Vielheit, der Welt der getrennten Dinge: GOTT ist im Kurs nicht die Ursache oder der Ausgangspunkt der Welt. Ein ganz entscheidender Punkt, auf dem der Kurs aufbaut.

Herz Gregor

So eindeutig ist es aber nicht, was im Kurs mit dem Wort "Welt" gemeint ist.  

So steht zum Beispiel in Lektion 184:
"Denke nicht, dass du die Welt gemacht hast. Illusionen, schon! Was aber wahr ist auf Erden und im Himmel ist jenseits deiner Namensgebung."

Im Kurs steht auch drin, dass Gott das Universum erschaffen hat. Er hat nicht nur das Universum erschaffen, sondern Er ist das Universum.  Und da Gott Liebe ist, muss also das Universum in Wirklichkeit Liebe sein. Und wir sind natürlich nicht aus dem Universum rausgefallen, nur weil wir mit unseren 5 körperlichen Sinnen eine Art Halluzination wahrnehmen.

Im 11. Kapitel im Text, I. Abschnitt, steht Folgendes:
"Kannst du dich selbst vom Universum ausschießen oder von Gott, der das Universum selber ist?"

Allein sein heißt von der Unendlichkeit getrennt sein, aber wie kann das sein, wenn die Unendlichkeit kein Ende hat? Niemand kann jenseits des Grenzenlosen sein, weil das, was keine Grenzen hat, überall sein muss. In GOTT, DESSEN Universum ER SELBST ist, gibt es keine Anfänge und keine Enden. Kannst du dich selbst vom Universum ausschließen oder von GOTT, DER das Universum ist?


Bist du sicher, dass der Begriff "Universum" im herkömmlichen Sinne benutzt wird, also das Universum mit seinen Galaxien, Sternen, Planeten bezeichnet? Oder ist es nicht eher, wie so häufig im Kurs, eine Bedeutungsverschiebung von Begriffen? universus aus dem Lateinischen bezieht sich auf  das Ganze, Gesamte und wurde dann im engeren Sinne zur "gesamten Welt". Heute ist diese "gesamte Welt" deutlich größer geworden als bei den Lateinern.

Herz Gregor
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#5
(29.11.2016, 23:50)Gregor schrieb: Bist du sicher, dass der Begriff "Universum" im herkömmlichen Sinne benutzt wird, also das Universum mit seinen Galaxien, Sternen, Planeten bezeichnet? Oder ist es nicht eher, wie so häufig im Kurs, eine Bedeutungsverschiebung von Begriffen? universus aus dem Lateinischen bezieht sich auf  das Ganze, Gesamte und wurde dann im engeren Sinne zur "gesamten Welt". Heute ist diese "gesamte Welt" deutlich größer geworden als bei den Lateinern.

Herz Gregor


Nein, das Universum, das wir mit unseren Augen sehen können, also die Sterne und Planeten, ist nicht das wirkliche Universum. Das wirkliche Universum ist nur Liebe.  Was das genau bedeutet, kann ich auch nicht mit dem Verstand begreifen. Man kann es aber mit dem Geist, mit dem Herzen, erahnen.  Aber selbst das, was wir mit unseren physischen Augen sehen, ist ja ein Teil des Universums, d. h. auch Illusionen sind im Universum enthalten. Wie könnte es anders sein?  

Das Problem besteht aber darin, dass wir die Illusionen (also das was wir in der Welt mit unseren Sinnen wahrnehmen) für so echt und so mächtig halten, dass wir die Liebe und den Frieden, die in Wirklichkeit hinter und unter allem liegt, nicht mehr erkennen können. Das heißt, wir glauben, Illusionen seien stärker als Gott  Das stimmt aber nicht.  Die Welt, wie wir sie wahrnehmen, ist ja nur ein Hauch von Nichts, und darunter ist die Liebe und der Frieden.
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#6
(30.11.2016, 10:56)Marie schrieb: Nein, das Universum, das wir mit unseren Augen sehen können, also die Sterne und Planeten, ist nicht das wirkliche Universum. Das wirkliche Universum ist nur Liebe.  Was das genau bedeutet, kann ich auch nicht mit dem Verstand begreifen. Man kann es aber mit dem Geist, mit dem Herzen, erahnen.  Aber selbst das, was wir mit unseren physischen Augen sehen, ist ja ein Teil des Universums, d. h. auch Illusionen sind im Universum enthalten. Wie könnte es anders sein?  

Das Problem besteht aber darin, dass wir die Illusionen (also das was wir in der Welt mit unseren Sinnen wahrnehmen) für so echt und so mächtig halten, dass wir die Liebe und den Frieden, die in Wirklichkeit hinter und unter allem liegt, nicht mehr erkennen können. Das heißt, wir glauben, Illusionen seien stärker als Gott  Das stimmt aber nicht.  Die Welt, wie wir sie wahrnehmen, ist ja nur ein Hauch von Nichts, und darunter ist die Liebe und der Frieden.

Das ist die buddhistische Auffassung, auch die aus dem Advaita Vedanta. Und die von Plotin mit der Emanationslehre: Die Vielfalt entsteht aus dem Einen, dem Absoluten, dem Nicht-Ding, der Leere oder Gott. Wir erkennen das jedoch nicht, da wir uns mit der Vielfalt identifizieren. So wird die Erkenntnis des Einen in der Vielfalt zum Ziel ("Erleuchtung").

Ich habe mich immer gefragt, wie das Eine, die Liebe, eine Welt der Anfänge und Enden, der ständigen Veränderung, der Geburten und Tode, also der Angst hervorkotzen kann. Im Christentum nennt man das Theodizee und drückt sich in der viel gehörten Frage aus: Wie kann Gott dieses Leid zulassen? Selbst Mutter Theresa hat wegen dieser Frage mit Gott gehadert und Glaubenskrisen durchgestanden. Naja, nun spricht man sie heilig.

Im Kurs ist die Vielfalt, die Angst, das "Unmögliche". Die Frage, wie die Trennung geschehen konnte, lautet eigentlich: "Wie ist das Unmögliche geschehen?" Sie beantwortet sich von selbst, denn das Unmögliche kann nicht geschehen und ist es auch nicht. Das illusionäre Universum ist nicht Bestandteil des UNIVERSUMS, das GOTT IST (Universum wird an einer Stelle in Kapitälchen gesetzt, bezieht sich also auf den reinen Geist). Wäre es so, könnte man fast jede Aussage des Kurses in die Tonne treten, er widerspräche sich an entscheidender Stelle.

Auch der Begriff "Welt" wird im Kurs in zwei Bedeutungen verwendet, wobei nicht immer explizit erwähnt wird, welche gemeint ist: die Welt, die ich sehe und die wirkliche Welt. Die wirkliche Welt ist das Ziel des Kurses, nicht die Erkenntnis des EINEN, denn hier das sagt der Kurs sehr deutlich: Erkenntnis ist in der Welt nicht möglich. Auch nicht in der wirklichen Welt.

Das Entscheidende dabei ist, dass die wirkliche Welt, die die Einheit und die Erkenntnis in dieser Welt widerspiegelt, genauso eine Illusion ist wie die Welt, die ich sehe. Sie kommt dem HIMMEL sehr nahe, aber ich komme nur bis zum "Himmelstor". Weiter geht der Kurs nicht. Den letzten Schritt wird GOTT SELBST machen - einfach deshalb, weil es zwischen der Einheit und der Illusion keine Verbindung gibt - daher kann ich von meiner Seite diesen "Graben" nicht überwinden.

Da die Welt nicht aus GOTT hervorgeht, also auch nicht Bestandteil der EINHEIT ist, kann ich mich getrost an IHN in allen Dingen wenden. Das Theodizee hat keine Bedeutung mehr, die Frage ist beantwortet, und der Widerstand, in ein "Nirvana" einzukehren, das eine Welt der Angst hervorkotzt, ist gegenstandslos. Ich mag diese klitzekleine Besonderheit des Kurses einfach, weil es für mich schlüssig ist.

Herz Gregor
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#7
Ja, richtig, die Trennung hat nie stattgefunden. Wir sind immer noch -  genau hier und jetzt - völlig eins mit Gott und mit Seiner Liebe.  Nur haben wir das aufgrund des Egos (dem es ja um Trennung und Besonderheit geht) auf der bewussten Ebene meistens vollkommen vergessen, und genau daher kommen ja die Angst, die Schuldgefühle und das Leid.   

Wer glaubt, hier in dieser Welt vollkommen allein und auf sich selbst gestellt zu sein und sich mit eigener Kraft durchkämpfen zu müssen, muss zwangsläufig große Angst bekommen.  Und daraus entstehen dann all der Stress und das Elend. Der Glaube, dass Gott in dieser Welt nicht anwesend ist, ist Dualismus. (Dabei ist es gleichgültig, ob gesagt wird, die Welt ist Illusion oder die Welt ist real. Tatsache ist ja, dass wir alle die Erfahrung machen, hier in dieser Welt zu leben.)

Im Kurs steht ja sogar drin, dass Gott im Tisch und im Kleiderbügel ist. Smile

Lektion 29:  Gott ist in allem, was du siehst.
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#8
(30.11.2016, 18:42)Marie schrieb: Der Glaube, dass Gott in dieser Welt nicht* anwesend ist, ist Dualismus. (Dabei ist es gleichgültig, ob gesagt wird, die Welt ist Illusion oder die Welt ist real. Tatsache ist ja, dass wir alle die Erfahrung machen, hier in dieser Welt zu leben.)

Im Kurs steht ja sogar drin, dass Gott im Tisch und im Kleiderbügel ist. Smile

Lektion 29:  Gott ist in allem, was du siehst.

* Ähem, ist da vielleicht nicht doch eventuell ein "nicht" zuviel?

Nix gegen Kleiderbügel, aber schon seit einiger Zeit frage ich mich bei dir, Marie, was du uns hier in diesem Kursforum eigentlich verkünden willst. Updown
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#9
(30.11.2016, 18:42)Marie schrieb: Ja, richtig, die Trennung hat nie stattgefunden. Wir sind immer noch -  genau hier und jetzt - völlig eins mit Gott und mit Seiner Liebe.  Nur haben wir das aufgrund des Egos (dem es ja um Trennung und Besonderheit geht) auf der bewussten Ebene meistens vollkommen vergessen, und genau daher kommen ja die Angst, die Schuldgefühle und das Leid.   

Wer glaubt, hier in dieser Welt vollkommen allein und auf sich selbst gestellt zu sein und sich mit eigener Kraft durchkämpfen zu müssen, muss zwangsläufig große Angst bekommen.  Und daraus entstehen dann all der Stress und das Elend. Der Glaube, dass Gott in dieser Welt nicht anwesend ist, ist Dualismus. (Dabei ist es gleichgültig, ob gesagt wird, die Welt ist Illusion oder die Welt ist real. Tatsache ist ja, dass wir alle die Erfahrung machen, hier in dieser Welt zu leben.)

Im Kurs steht ja sogar drin, dass Gott im Tisch und im Kleiderbügel ist. Smile

Lektion 29:  Gott ist in allem, was du siehst.

Als Kind habe ich so ziemlich alles an Krankheiten mitgenommen, was an Kinderkrankheiten en vogue war. Dabei gab es häufiger mal "40-Fieber", gehört sich so. Ich erinnere mich noch heute an die verrückten Inhalte der damaligen Fieberträume bzw. -halluzinationen, sie waren immer gleich.

Meinen Eltern habe ich dann erzählt, was da gerade "völlig real" geschieht. Sie sahen es nicht und sie kannten es nicht, aber sie konnten mich beruhigen und ich durfte in ihrem Bett schlafen. Smile

Meine Eltern waren in meiner "Traumwelt" nicht vorhanden, sie kannten sie noch nicht einmal. Genauso wie im Kurs, GOTT ist in der Welt nicht vorhanden. ER kennt die Welt noch nicht einmal, denn sonst wäre sie wirklich. Aber ER ist in meinem Inneren, zwangsläufig, denn ich lebe nun mal nicht in dieser Welt - ich träume sie. Der Glaube, dass ich in dieser Welt anwesend bin, ist Dualismus.

Und nein, im Kurs steht nicht, dass Gott im Tisch oder Kleiderbügel ist. Wenn du das tatsächlich aus dem Kurs herauslesen möchtest, schlage ich vor, dass du dir die entsprechende Lektion genauer durchliest. Nicht nur das, was du dort sehen willst, sondern die gesamte Lektion in ihrem Zusammenhang. Vielleicht wird dann verständlich, was mit der Aussage gemeint ist, dass GOTT in diesem oder jenem Ding ist. Mit Pantheismus und dem Glauben daran, Gott sei in der Welt, hat das jedenfalls rein gar nichts zu tun.

Herz Gregor
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#10
(30.11.2016, 19:45)Gregor schrieb: Als Kind habe ich so ziemlich alles an Krankheiten mitgenommen, was an Kinderkrankheiten en vogue war. Dabei gab es häufiger mal "40-Fieber", gehört sich so. Ich erinnere mich noch heute an die verrückten Inhalte der damaligen Fieberträume bzw. -halluzinationen, sie waren immer gleich.

Meinen Eltern habe ich dann erzählt, was da gerade "völlig real" geschieht. Sie sahen es nicht und sie kannten es nicht, aber sie konnten mich beruhigen und ich durfte in ihrem Bett schlafen. Smile

Meine Eltern waren in meiner "Traumwelt" nicht vorhanden, sie kannten sie noch nicht einmal. Genauso wie im Kurs, GOTT ist in der Welt nicht vorhanden. ER kennt die Welt noch nicht einmal, denn sonst wäre sie wirklich. Aber ER ist in meinem Inneren, zwangsläufig, denn ich lebe nun mal nicht in dieser Welt - ich träume sie. Der Glaube, dass ich in dieser Welt anwesend bin, ist Dualismus.

Und nein, im Kurs steht nicht, dass Gott im Tisch oder Kleiderbügel ist. Wenn du das tatsächlich aus dem Kurs herauslesen möchtest, schlage ich vor, dass du dir die entsprechende Lektion genauer durchliest. Nicht nur das, was du dort sehen willst, sondern die gesamte Lektion in ihrem Zusammenhang. Vielleicht wird dann verständlich, was mit der Aussage gemeint ist, dass GOTT in diesem oder jenem Ding ist. Mit Pantheismus und dem Glauben daran, Gott sei in der Welt, hat das jedenfalls rein gar nichts zu tun.

Herz Gregor

Doch, das steht wortwörtlich:  Gott ist in diesem Kleiderbügel. Smile

Gott ist in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist.
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