Kurs und Reinkarnation
#1
Zum Thema "Reinkarnation", das im anderen aktuellen Thema "Wie ,funktioniert´ der Kurs?" angesprochen wurde, empfehle ich die entsprechende Frage 24 "Gibt es die Reinkarnation?" im Handbuch für Lehrer nachzulesen. Besser, als es dort formuliert ist, kann man m.E. mit dem Thema nicht umgehen. Ich finde die Antwort, die dort gegeben wird, sehr hilfreich. Dort steht z.B.:

3. Für unsere Zwecke wäre es nicht hilfreich, irgendeinen bestimmten Standpunkt zur Reinkarnation einzunehmen. Ein Lehrer GOTTES sollte ebenso hilfreich für diejenigen sein, die an sie glauben, wie auch für diejenigen, die es nicht tun. Wenn ein bestimmter Standpunkt von ihm gefordert würde, würde das nur seine Nützlichkeit sowie auch sein eigenes Treffen von Entscheidungen begrenzen...

Diese Kursaussage halte ich mir immer wieder vor Augen, wenn ich an meinem Standpunkt klebe, dass der Gedanke der Reinkarnation (auch wenn es sie im eigentlichen Sinne nicht gibt - es gibt ja keine Welt!) hilfreich ist, und andere davon überzeugen will.

Herz Stephan

Nachtrag: Bemerkenswert finde ich, wie der Kurs am Beispiel dieser Frage "Gibt es die Reinkarnation?" auf den Kern kommt, um den es im Kurs immer wieder geht: Was ist der Zweck? Wozu dient es?

1. ... Unsere einzige Frage sollte sein: "Ist das Konzept hilfreich?" und das hängt natürlich davon ab, wofür es verwendet wird...
Antworten
#2
Ich habe das  Kapitel zum Thema Reinkarnation (Seite 60 im Handbuch für Lehrer) auch gerade gelesen. Ich finde es interessant, dass darin steht, dass es völlig in Ordnung ist, wenn ein Lehrer Gottes an Reinkarnation glaubt, vorausgesetzt, dass er darüber nicht vergisst, dass Erlösung immer nur im Hier und Jetzt stattfinden kann, im Heiligen Augenblick.

Der HIMMEL ist hier. Es gibt keinen anderen Ort. Der HIMMEL ist jetzt. Es gibt keine andere Zeit.
(Absatz 6,4)

Ich finde auch diesen Absatz sehr hilfreich
Das Einzige, was begriffen werden muss, ist jedoch, dass die Geburt nicht der Anfang und der Tod nicht das Ende ist. Doch selbst soviel wird vom Anfänger nicht verlangt. Er braucht lediglich die Idee zu akzeptieren, dass das, was er weiß, nicht unbedingt alles ist, was es zu lernen  gibt. Seine Reise hat begonnen.
(Absatz 5, 7 - 10)

Im Kapitel 3 im Handbuch für Lehrer, "Was sind die Ebenen des Lernens", (ab Seite 7), steht, dass es häufig vorkommt, dass zwei Personen eine Zeit lang eine sehr intensive Lehr- und Lernsituation eingehen und sich dann zu trennen scheinen.
Doch alle, die einander begegnen, werden einander eines Tages wieder begegnen, denn es ist das Schicksal aller Beziehungen, heilig zu werden.  
(Absatz 4,6)

Nun ist ja aber so, dass es ziemlich häufig vorkommt, dass zwei Personen im Streit auseinandergehen und sich in diesem Leben nicht wiedersehen. Wo also werden sie sich wieder begegnen, frage ich mich.
Antworten
#3
(09.10.2017, 11:48)Marie schrieb: Nun ist ja aber so, dass es ziemlich häufig vorkommt, dass zwei Personen im Streit auseinandergehen und sich in diesem Leben nicht wiedersehen. Wo also werden sie sich wieder begegnen, frage ich mich.

Steht da was von Personen?

Herz Gregor
Antworten
#4
(09.10.2017, 10:25)Stephan schrieb: Zum Thema "Reinkarnation", das im anderen aktuellen Thema "Wie ,funktioniert´ der Kurs?" angesprochen wurde, empfehle ich die entsprechende Frage 24 "Gibt es die Reinkarnation?" im Handbuch für Lehrer nachzulesen.

Da kann ich nur zustimmen. Am besten ist es, die Antwort vollständig zu lesen.

(09.10.2017, 10:25)Stephan schrieb: Nachtrag: Bemerkenswert finde ich, wie der Kurs am Beispiel dieser Frage "Gibt es die Reinkarnation?" auf den Kern kommt, um den es im Kurs immer wieder geht: Was ist der Zweck? Wozu dient es?

Auch dem kann ich nur beipflichten. In dieser Antwort steht sogar, was unter "hilfreich" verstanden wird und was nicht:

Wenn es verwendet wird, um die Einsicht in das ewige Wesen des Lebens zu stärken, ist es in der Tat hilfreich.


Und ein Konzept ist nicht hilfreich, wenn es missbraucht wird:

Geringstenfalls bietet ein solcher Missbrauch Beschäftigung mit der Vergangenheit und vielleicht auch Stolz darauf an. Schlimmstenfalls ruft er Trägheit in der Gegenwart hervor. Dazwischen sind viele Arten von Torheit möglich.


Gedanklich "dazwischen" liegt die Auffassung, dass der Zeitbegriff eine wichtige Bedeutung bekommt und die "Erlösung" auf irgendein zukünftiges Leben geschoben wird. Den Stolz auf die Tatsache, in einem vergangenen Leben der Apostel Thomas gewesen zu sein, halte ich ebenfalls für nicht hilfreich, genauso wenig die abenteuerliche Verschiebung der Erlösung exakt ins "nächste Leben".

So viel zu den Aufhängern aus dem anderen Thema.

Ansonsten finde ich diesen Passus für mich hilfreich:

Er sollte sowohl lernen als auch lehren, dass theoretische Fragen nur Zeit verschwenden, weil sie diese dem ihr bestimmten Zweck entziehen.


Darum erwähnte ich ja auch die Antwort Buddhas auf die Frage nach der Reinkarnation - die obigem Statement inhaltlich erstaunlich gleicht:

Zitat:... wenn ein Mensch von einem Giftpfeil getroffen wird, hat nicht die Untersuchung der Pfeilspitze oder die Herkunft der Federn am Pfeilende oberste Priorität, sondern die Entfernung des Pfeils und die Desinfektion der Wunde. Die Bezogenheit auf das Ich und das damit verbundene Leiden ist besagter Giftpfeil, darum sollten wir uns kümmern, statt die Zeit mit Spekulationen über das Jenseits zu verschwenden.

Das war die Aussage, um die es mir ging, und nicht die Frage, ob das Reinkarnationskonzept hilfreich ist oder nicht. Aber, da haben gleich wieder die Befindlichkeiten zugeschlagen, ein tröstlicher Gedanke wurde angegriffen und muss verteidigt werden.  Big Grin

Herz Gregor
Antworten
#5
(09.10.2017, 21:47)Gregor schrieb: Gedanklich "dazwischen" liegt die Auffassung, dass der Zeitbegriff eine wichtige Bedeutung bekommt und die "Erlösung" auf irgendein zukünftiges Leben geschoben wird.
Wie siehst Du folgendes, Gregor?

Der Kurs geht, so wie ich das sehe, mit dem Thema "Zeit" ganz unterschiedlich um. Ich will das hier mal auf zwei konträre Anschauungen konzentrieren, die mich immer wieder beschäftigen:
Einerseits redet er an vielen Stellen etwa im Übungsbuch von nennen wir das mal "augenblicklicher Erlösung", andererseits steht z.B. im Handbuch für Lehrer, dass "der überwiegenden Mehrheit ... ein sich langsam entwickelndes Schulungsprogramm gegeben [wird], in dem so viele frühere Fehler wie möglich berichtigt werden."
Für mich ist gerade das zweite tröstlich, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gedanken der riesenhaften unbewussten Schuld/Angst (die ich persönlich in meinen Psychosen nur zu gut kennengelernt habe), weil es einen Weg aufzeigt, dessen Ende gewiss ist und der es zugleich ermöglicht, allmählich und sanft aus dem Ego-Traum zu erwachen.

Herz  Stephan
Antworten
#6
Danke Stephan,

Mir tut das gerade sehr gut, dass es einen Weg gibt, den ich gehen kann.
Ich habe und werde möglicherweise den Kurs weiterhin falsch verstehen. Aber permanent meine persönlichen Grenzen zu überschreiten, weil ja..... alles Illusion ist, weil es keine Zeit gibt....
hat mir nicht gut getan.

Herz
Susanne
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr.“ Augustinus
Antworten
#7
Was ist denn dir ein tröstlicher Gedanke, Gregor, wenn du feststellst du bist noch nicht ganz und gar, immer und zu jeder Sekunde glücklich? da sind noch Momente in denen du an irgendeiner besonderen Form hängst? oder wie im anderen Strang benannt, das gewünschte Ergebnis hat sich noch nicht nachhaltig eingestellt?
Herz 
Susanne
Antworten
#8
(10.10.2017, 10:54)Susanne schrieb: Was ist denn dir ein tröstlicher Gedanke, Gregor, wenn du feststellst du bist noch nicht ganz und gar, immer und zu jeder Sekunde glücklich? da sind noch Momente in denen du an irgendeiner besonderen Form hängst? oder wie im anderen Strang benannt, das gewünschte Ergebnis hat sich noch nicht nachhaltig eingestellt?

Im Übungsbuch sind mal mindestens 365 von diesen Gedanken zu finden. Big Grin

'tschuldigung für mein Plappern ohne Einladung.
Gregor wird sicherlich selbst noch darauf antworten.

Herz  toni
Antworten
#9
(09.10.2017, 21:02)Gregor schrieb:
(09.10.2017, 11:48)Marie schrieb: Nun ist ja aber so, dass es ziemlich häufig vorkommt, dass zwei Personen im Streit auseinandergehen und sich in diesem Leben nicht wiedersehen. Wo also werden sie sich wieder begegnen, frage ich mich.

Steht da was von Personen?

Herz Gregor

Ja, da steht was von Personen.

In dem ganzen Kapitel geht es um Personen und um ganz konkrete Treffen, Kontakte und Beziehungen zwischen Personen, z. B. Leute, die sich im Fahrstuhl treffen. (Kapitel 3 im Handbuch für Lehrer).

Die zweite Ebene des Lehrens ist (Abschnitt 4,3-7)
eine länger anhaltende Beziehung, in der zwei Personen eine Zeit lang eine ziemlich intensive Lehr- und Lern-Situation eingehen und sich dann zu trennen scheinen. Wie auf der ersten Ebene sind diese Beziehungen nicht zufällig, noch ist das, was wie das Ende der Beziehung scheint, ein wirkliches Ende. Wiederum hat jeder das meiste dessen, was er zu jenem Zeitpunkt lernen kann, gelernt. Doch alle, die einander begegnen, werden einander eines Tages wieder begegnen, denn es ist das Schicksal aller Beziehungen, heilig zu werden. GOTT irrt sich nicht in SEINEM Sohn.


Die dritte Ebene des Lehrens ist (Abschnitt 5,2)
Lehr- und Lern-Situationen, in denen jeder Person ein ausgewählter Lernpartner gegeben wird, der ihm unbegrenzte Gelegenheit zum Lernen bietet.
Antworten
#10
Toni, hier ist jeder zum plappern eingeladen  Herz
natürlich sind die Übungsbuchgedanken tröstliche Gedanken - nur, der Ausgangspunkt war ja gerade, wenn ich die Übungen mache, die Kurspraxis so gewissenhaft oder rigoros auch immer verfolge und sich das gewünschte Ergebnis trotzdem nicht einstellt oder nicht nachhaltig einstellt.....
Herz 
Susanne
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste